Wohngeld/Haushaltsgeld in der Eigentumswohnung sehr hoch

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8 Antworten

  1. Wenn der Wirtschaftsplan beschlossen wurde, kann man nur innerhalb eines Monate etwas machen, nämlich anfechten. Ansonsten geht hier gar nichts.
  2. Den Verwalter kannst du natürlich auf der nächsten Wohnungseigentümerversammlung abwählen, bzw. abberufen. In vielen Fällen ist das aber nur dann möglich, wenn ein wichtiger Grund in der Person oder dem Verhalten des Verwalters zu finden ist. Ein hoher, von der Wohnungseigentümerversammlung beschlossener Wirtschaftsplan ist überhaupt kein Grund, geschweige denn ein Wichtiger.
  3. Eine außerplanmäßige Versammlung kann man durchaus einberufen, wenn dies 25 % der Wohnungseigentümer schriftlich fordern. Allerdings wäre eine erneute Diskussion oder Beschlussfassung über den Wirtschaftsplan nicht ordnungsgemäß. Da mußt du das nächste mal früher aufstehen und in der Versammlung, in welcher der Wirtschaftsplan beschlossen wird, den Mund aufmachen.

Der Verwalter dürfte an einer Kostensteigerung sicherlich das geringste Interesse haben. Das Problem steigender Kosten dürfte eine Abwahl des Verwalters - welche übrigends so einfach nicht ist - nicht lösen. Da du Miteigentümer bist, kann ich dir nur empfehlen, die Buchhaltungsunterlagen mal einzusehen. Anhand der Rechnungen hättest du ggf. Ansatzmöglichkeiten zur Kostenreduzierung ( z.B. Kostenangebote anderer Reinigungsfirmen, Kostenangebot Versicherung ). Solltest du da was günstigeres finden, dann bitte den Verwalter dies als Tagesordnungspunkt für die nächste Versammlung aufzunehmen - sofern über etwas zu beschließen ist, muß das Bestandteil der Tagesordnung sein!

Sind die genannten 530 € jährliche oder monatliche Kosten - wie hoch ist darin der Anteil für die Instandhaltungsrücklage ?

Zu Allererst geht es hier nicht um "ich kann das nicht mehr bezahlen" oder "errichtet bitte ein Spendenkonten für mich"!! Also verzichte ich hier gerne auf Kommentare wie: "Zieh doch aus!"

Der Betrag von 530€ ist der monatliche Betrag.

Die 6 Parteien des Hauses zahlten im Jahre 2011 2500 € nur für die Rücklage der Instandhaltungsrückstellung. Davon zahlte ich 578,04€

Das Problem hierbei ist, dass ich am meisten für die Rücklage einzahle, aber davon nichts habe. Ich wohne im Erdgeschoss und habe eine Terrasse. Diese ist einige cm abgesackt im Laufe der Jahre und die Terrassenstufe müsste nun erneuert werden, bevor sie abbricht. Die Reparatur soll ich zahlen, da es "meine Terrasse" sei. Im vergangenen Jahr wurden 4 Balkone der anderen Eigentümer erneuert, da es "Gemeinschaftseigentum" sei. Erkenne hierbei parallelen der Probleme, aber ungleiche Behandlung bei der Lösung.

Aber das nur am Rande - im Prinzip geht es mir darum, dass eine Eigentumswohnung für MICH eine Altersvorsorge sein sollte - wenn sie abbezahlt ist und ich dann trotzdem noch 600€ zahle, verstehe ich meine damalige Investition nicht mehr so ganz.

geige 21.08.2012, 15:58

Die Reparatur soll ich zahlen, da es "meine Terrasse" sei.

Schau doch bitte mal in die TE/Gem.-Ordnung. Dort ist zu 99,9% Deine Terrasse als Sondernutzungsfläche/-recht ausgewiesen, was bedeutet, daß diese Terrasse im Eigentum aller steht und somit auch zu Lasten aller saniert werden muß.

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Man kann natürlich den Verwalter "abwählen", wenn die Mehrheit der Eigentümer dafür stimmt.

530 Euro sind ja mal 'ne Hausnummer, da reichen wir bei weitem nicht dran.

Wurde der Wirtschaftsplan von der Wohnungseigentümergemeínschaft so abgesegnet, kann man im Nachhinein nichts mehr dagegen einwenden.

Klar, gerade frisch aus dem Urlaub zurückgekommen, setzt man sich erstmal auf'n Pöppes, wenn man als erstes liest, schon wieder mehr bezahlen zu müssen. Das Geld möchte man ja lieber in den nächsten Urlaub investieren.

Bitte schau Dir doch erstmal die Abrechnungsergebnisse der einzelnen Kostenpositionen auf Deiner Einzel-/Gesamtabrechnung an und vergleiche diese mit dem Vorjahresergebnis, so daß Du erkennen kannst, bei welchen Kostenarten es tatsächlich zu merklichen Erhöhungen gekommen ist.

Dann kann man für die Zukunft Überlegungen anstellen - Wechsel des Anbieters, Erbringung von Eigenleistungen, energetische Sanierungen?

Bei der ausgewiesenen Jahressumme zur Rückstellung vermute ich allerdings, daß an Eurem Haus noch einiges anderes gemacht werden muß, als Balkone und Terrasse. Kann es sein, daß bei Euch ein Instanhaltungsstau eingetreten ist und nun kräftig angespart wird, weil Eigentümer in der Vergangenheit diese ggf. vernachlässigt haben, nur um ein niedrigeres Hausgeld zu entrichten?

Geh die Sache doch mal so leidenschaftslos wie möglich mit dem Verwalter an und lasse Dich aufklären; schlechte Verwalter, die niedrige WiPläne ansetzen und dafür in den Augen des Vertragspartners gut sind, gibt es genug.

Gute Verwalter, die realistische WiPläne ansetzen, um auch die Werterhaltung und -steigerung des Gebäudes im Auge behalten, sich aber dafür den Unmut des Vertragspartner s zuziehen, gibt es nicht allzu viele.

P.S.: Ob Dein Verwalter gut kalkuliert, erkennst Du auch an Deinem Abrechnungsergebniß - Mußt Du viel nachzahlen, bekommst Du viel wieder oder geht der WiPlan insges. gut auf?

ganz sachliche Antwort.

Der Wirtschaftsplan ist beschlossen. Du könntest ihn anfechten - innerhalb einer Frist. Aber wozu. Nicht verbrauchte Beträge werden in der Jahresabrechnung ausgeschüttet.

Was mir aber bei deiner Auflistung auffällt ist die Rücklage für Rechtsanwaltskosten. Das scheint für mich ein Indiz, das bei euch Ärger im Busch ist. Nun ja über Schneebeseitigung könnte man diskutieren, aber der Betrag ist sicher nicht sooo hoch. Aber hier verweise ich auf meinen 1. Punkt.

Ich finde den WP gar nicht schlecht, ich habe viele gesehen, die berücksichtigen die Reparaturen nicht und zahlen alles aus der Rücklage. Dafür ist die wirklich nicht da.

Warum willst du den Verwalter abwählen? WEgen dem hohen WP?? Das ist doch jetz ein Scherz. Dafür braucht es schon beweisbaren gravierendes Fehlverhalten oder auch verstöße gegen die ordnungsgemäße Verwaltung. Und das ist hier nicht gegeben.

Eine außerordentliche Versammlung kann einberufen werden wenn 25 % der ET dies wollen. Bedenke vertraglichvereinbarte Extravergütung.

Wie bereits in einem Beitrag erwähnt, wurde ja der Wirtschaftsplan ist beschlossen. Alos auch mit Deiner/Ihrer Stimme. Eine Anfechtung bringt meineserachtens nichts. Das Argument die nicht verbrauchten Beträge werden in der Jahresabrechnung zurückgezahlt ist gut aber man gibt der Wohnungseigenpümergemeinschaft einen nicht verzinsten Kredit. Auc wir machen die Erfahrung, dass gerade die heizkosten erheblich steigen,, man sollte den Wirtschaftsplan nach Kosteneinsparungen bei anderen Positionen, wie z.B. Versicherungen, Hausmeisterkosten durchforsten. Vielleicht kann man da etwas einsparen.

Eine außerordentliche Versammlung kann jederzeit einberufen werden, wenn das nötioge Quorum 25 % erreicht wird. Abwählen kann man den Verwalter nur, wenn die Verwalterbestellung ausläuft. Vorher geht es nicht, außer es läßt sich grobes Fehlverhalten feststellen. Aber der zu hohe Wirtschaftsplan alleine dürfte kein triftiger Grund sein. Viele Grüße

Die anderen Eigentümer haben doch zugestimmt. Wenn du als Einziger die Nebenkosten nicht mehr bezahlen kannst, mußt du verkaufen.

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