Wohngeldanspruch entfällt bei Einnahmen als Freiberuflerin?

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5 Antworten

Erstens würde ich dir wirklich ans Herz legen, entweder ein Gründerseminar zu besuchen und/oder dein Vorhaben mit einem Steuerberater gemeinsam zu besprechen.  Damit ein Nebengewerbe, erfolgsversprechend laufen soll, bedarf es einer Reihe von betriebswirtschaftlichen/steuerrechtlichen Kenntnissen.

Zweitens:  Der Verkauf von irgendwelchen Gegenständen ist keine freiberufliche Tätigkeit – sondern es handelt sich um ein Gewerbe. Dies ist keine Wortglauberei – sondern an diese Unterscheidung knüpfen sich rechtliche Folgen, wie z.B. die Gewerbesteuerpflicht.

Drittens:  die von dir angesprochenen 500 € monatlich –wie setzen die sich zusammen? Handelt es sich dabei lediglich um die Einnahmen oder ist es der Gewinn, der nach Abzug aller Betriebsausgaben für dich am Ende übrig bleibt?

Und schließlich viertens: zum Wohngeldantrag selbst kann ich leider nicht so viel beitragen. Du musst dabei alle positiven Einkünfte angeben. Ob es dabei jetzt sinnvoll/ möglich ist, den Gewinn ersteinmal etwas niedriger als 500 €/Monat anzusetzen um einen Teil des Wohngeldes zu behalten, vermag ich nicht zu sagen. Bei dem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung wird es von Seiten des Finanzamtes nicht beanstandet, wenn man den Gewinn im ersten Jahr mit 0 € prognostiziert. Dies ist auch nicht so ungewöhnlich, da anfangs oftmals größere Investitionen nötig sind bzw. der ganze Betrieb erst einmal richtig ins Laufen gebracht werden muss.  Aber wie gesagt, weiß ich nicht, ob das auch beim Wohngeld so in der Art möglich ist.

Prinzipiell würde ich dir raten, wenn du Spaß daran hast,dann wage den Schritt in die Selbständigkeit. Informiere dich aber vorher umfassend über die rechtlichen Folgen und hole dir Hilfe, sonst sind Probleme vorprogrammiert.


vielen Dank für die Auszeichnung als "hilfreichste Antwort" :)

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Siehe erst einmal die Antwort von @ Steuerbaer !

Sollte der Anspruch ganz entfallen könntest du ggf.noch versuchen Kinderzuschlag zu bekommen und wenn da auch kein Anspruch mehr besteht dann eine so genannte Aufstockung ( ALG - 2 oder auch Hartz - lV ) vom Jobcenter.

Hab ich eine ähnliche Frage nicht gestern beantwortet und dir gesagt, dass du dich an die IHK wenden sollst und dass das bloße Verkaufen von Schmuck verdammt nochmal nicht freiberuflich sondern gewerblich ist.

Willst du hier so lange weiter Fragen einstellen, bis eine kommt die zu deiner vorgefertigten Auffassung passt? Dinge sind nunmal wie sie sind.

Zuerst ist das ein Gewerbe, und keine Freiberuflichkeit. Das hat aber in diesem geringen Umfang keine Auswirkung, weil die Gewerbesteuer einen recht hohen Freibetrag hat.

500 Euro Gewinn ist für einen Schmuckverkauf in Gründung ein hohes ziel. Das muss man erstmal haben bzw. die Kunden fallen nicht einfach so vom Himmel.

Ich vermute, die 500 Euro sind der Umsatz. Davon gehen ALLE Kosten ab, und natürlich der einkaufspreis. Nur das, was übrig bleibt, wird mit den anderen Bezügen (SGB2) verrechnet. 

Ja, wenn du dich mit Steuern nicht auskennst, musst du wohl wirklich zum Steuerberater gehen. Die machen das aber auch nicht umsonst. Die erste Frage bei Selbständigen muss daher immer lauten: "Was kostet das?". Stellst du diese Frage nicht, oder zu spät, fressen dich später die Löwen.

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