Wohngeld wurde abgelehnt. Wie Widerspruch formulieren

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9 Antworten

Der Hinweis auf § 20 Abs. 2 WoGG deutet darauf hin, dass das Wohnungsamt davon ausgeht, dir würde Berufsausbildungsbeihilfe zustehen. Warum du keine bekommst, kann ich aus deiner Frage leider nicht ersehen.

In einem Widerspruch gegen einen Verwaltungsakt sollte deutlich hervorgehen, dass du Widerspruch einlegst. Zum Beispiel: "Gegen Ihren ablehnenden Bescheid vom ... lege ich hiermit Widerspruch ein."

Dann folgt die Begründung. Weil Antrag und Widerspruch von verschiedenen Sachbearbeitern gelesen werden, legst du noch einmal die Fakten dar. Zum Beispiel: "Ich befinde mich im dritten Lehrjahr meiner Ausbildung zum ... Meine Ausbildungsvergütung beträgt monatlich ...... Die Miete für meine 39 m² Einzimmerwohnung beträgt monatlich ..... Eine Berufsausbildungsbeihilfe wurde mit Schreiben vom ... abgelehnt. Aufgrund dieser Umstände ist es mir nicht möglich, meine Miete aus eigenen Mitteln zu bezahlen. Ich bitte deshalb darum, Ihren Bescheid vom ... aufzuheben und mir Wohngeld zu zahlen."

Mit freundlichen Grüßen... Unterschrift.

Dem Widerspruch legst du alle relevanten Dokumente als Kopien bei und versendest den Brief als Einschreiben mit Rückschein. Um Geld zu sparen, kannst du den Widerspruch auch persönlich beim Amt abgeben und dir auf der Kopie des Schreibens einen Eingangsstempel geben lassen.

Viel Glück!

Gina02 11.07.2011, 11:41

Gratuliere ♥lich zum Stern! LG, gina

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JK2331 11.07.2011, 12:27
@Gina02

Dank an Ulli für das Sternchen!

Danke Dir auch, Gina! :)

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was haltet ihr davon:

Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen den oben genannten Bescheid lege ich Widerspruch ein.

Mein Widerspruch richtet sich gegen die von Ihnen vorgenommenen Bescheid vom 07.07.2011.

Laut § 20 Abs. 2 (20.21), § 2 Abs. 1a, § 19 WoGG steht mir Wohngeld zu.

Außerdem wurde meine alte Anschrift (xy) zur Wohngeldberechnung genommen. Jedoch wohne ich seit dem 01.06.2011 auf der xxxx.inxxxx.

Hier noch mal die wichtigsten Daten für die Berechnung des Wohngeldes: Gesamteinkommen durch Ausbildung:

  • 600 € Brutto entspricht 474 € Netto Einkommen (kein weiteres Einkommen liegt vor)
  • Wohnung: 1 Raumwohnung mit 39 m² -Warmmiete: 312 € monatlich
  • Drewag: 30 € monatlich
  • Versicherungen: 30 € monatlich

Mit meinem Einkommen ist mein Lebensunterhalt nicht tragbar.

Aus dieser Entscheidung folgere ich, dass die von Ihnen bei Feststellung meines Wohngeldes vorgenommenen Berechnungen grundrechtswidrig sind.

Ich beantrage daher, unter Abänderung des Bescheides mein Wohngeldanspruch neu festzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

2) Stehen allen Haushaltsmitgliedern Leistungen zur Förderung der Ausbildung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz oder den §§ 59, 101 Abs. 3 oder § 104 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch dem Grunde nach zu oder stünden ihnen diese Leistungen im Fall eines Antrages dem Grunde nach zu, besteht kein Wohngeldanspruch. Satz 1 gilt nicht, wenn die Leistungen ausschließlich als Darlehen gewährt werden. Satz 1 gilt auch, wenn dem Grunde nach Förderungsberechtigte der Höhe nach keinen Anspruch auf Förderung haben. Ist Wohngeld für einen Zeitraum bewilligt, in den der Beginn der Ausbildung fällt, ist das Wohngeld bis zum Ablauf des Bewilligungszeitraums in gleicher Höhe weiterzuleisten; § 27 Abs. 2 und § 28 bleiben unberührt.

fraufrings 11.07.2011, 10:18

dir steht warscheinlich Bafög zu? Musst du warscheinlich woanders beantragen.

hier die Gesetzestexte in Langformat

http://www.bafoeg-aktuell.de/cms/soziales/wohngeld/wohngeldgesetz-wogg/paragraph20.html

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Hoppel1961 11.07.2011, 10:36
@fraufrings

Was hat BaföG mit einer betrieblichen Ausbildung zu tun? Nichts. Dementsprechend ist der Hinweis falsch.

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fraufrings 11.07.2011, 10:43
@Hoppel1961

ich hab versucht den Gesetzestext zu deuten. deswegen habe ich ein Fragezeichen hingemacht. Damit andere helfen können habe ich den Text mal gegooglet. Was die Fragestellerin auch gekonnt hätte.

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BAB wurde abgelehnt, wegen eines zu hohen Einkommens meiner Eltern. Jedoch bin ich 25 und laut Gesetz steht mir Wohngeld zu.

Die Frage ist doch eher, ob sich ein Widerspruch lohnt. Das hängt davon ab, warum dein BAB abgelehnt wurde. Dazu hast du nämlich nichts geschrieben. Wenn BAB z. B. der Höhe nach abgelehnt wurde, ist die Ablehnung der Wohngeldbehörde nämlich rechtmäßig. Ein Widerspruch würde nur dir und der Behörde unnötige Arbeit bescheren.

Hast du beim Wohngeld-Antrag den Negativ-Bescheid für BAB mit eingereicht?

ulli1986 11.07.2011, 11:52

Ja, der wurde mit beigelegt

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Wenn du wegen dem Einkommen deiner Eltern abgelehnt wurdest, kannst du dir den Widerspruch sparen. Die Ablehnung ist rechtmäßig. Lies mal im § 20 Abs. 2 WoGG den Satz 3 ganz genau. Dann sollte dir das eigentlich klar sein.

Nette Formulierungsversuche, nur leider nicht zielführend.

Du fertigst ein schriftliche, formloses Schreiben an!!!

Betreff: Widerspruch gegen Bescheid vom 01.09.2006 bis 28.02.2007

Datum habe ich mal so eingesetzt, nach der Betreffzeile kannst du loslegen mit "Meine Damen und Herren........ legst dann deine Gründe dar, die einer Ablehnung nicht gerecht werden!!!!!

Ein Widerspruch ist vollkommen sinnlos, solange Dir dem Grunde nach BAB zusteht.

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