Wohngeld bzw Hilfe in Anspruch nehmen?

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1 Antwort

Du machst also kein Ausbildung sondern ab Oktober ein FSJ ?

Dann hast du kein Nettoeinkommen sondern ein sogenanntes Taschengeld und das wird dir auf deine Leistungen die deine Mutter für dich bekommt bis auf 200 € Freibetrag angerechnet.

Es würden dann also zum Kindergeld noch 180 € kommen,die dann von deinem Leistungsanspruch abgezogen werden und das musst du dann mit deinem FSJ - Gehalt wieder ausgleichen.

Für einen Auszug unter 25 bei den bedürftigen Eltern musst du dem Jobcenter einen wichtigen Grund nennen und auch belegen können,wenn du die Zusicherung zur Kostenübernahme für Umzug und angemessene Wohnkosten nach Antragstellung beim Jobcenter nicht bekommst und dann trotzdem ausziehen würdest,dann stünde dir max.dein derzeitiger Regelsatz für deinen Lebensunterhalt zu.

Es würde dann also nichts für Wohnkosten geben.

Du könntest dann aber von deiner Mutter das Kindergeld fordern,wenn du nicht mehr bei ihr gemeldet bist,eine eigene Meldeadresse nachweisen kannst und nicht min.Unterhalt in Höhe des Kindergeldes bekommst.

Wenn deine Mutter dir das Kindergeld nicht geben würde,dann kannst du bei der Familienkasse einen Antrag auf Abzweigung stellen,den findest du auch im Internet zum ausdrucken.

Dann hättest du mit deinen 380 € FSJ - Gehalt noch min. derzeit 192 € Kindergeld,also dann um die 570 € zur Verfügung.

Vom Jobcenter würdest du dann nichts mehr bekommen,wenn du die Zusicherung zur Kostenübernahme nicht bekommst,denn von deinen 380 € FSJ - Gehalt blieben nach theoretischem Abzug der 200 € Freibetrag noch 180 € anrechenbares Einkommen übrig.

Zu diesen 180 € käme dann das Kindergeld von min.192 €,dass macht dann ein anrechenbares Einkommen von ca.370 € und dein Anspruch würde aber dann nur bei dem gekürzten Regelsatz für den Lebensunterhalt von derzeit 327 € liegen,du hättest dann also mehr als dir zustehen würde.

Wenn du nicht mehr bei deiner Mutter wohnst und gemeldet bist musst du ihr natürlich auch nichts mehr zahlen.

Durch deinen Auszug kann es dann aber passieren das die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) für deine Mutter und Geschwister dann nicht mehr angemessen wäre und sie im schlimmsten Fall über kurz oder lang selber ausziehen müssten.

Wenn sie dann die unangemessene KDU - nach einer Übergangszeit von in der Regel 6 Monaten nach der schriftlichen Aufforderung zur Kostensenkung nicht senken könnte bzw.den unangemessenen Teil der KDU - dann auch nicht selber zahlen könnte,dann bliebe nur ein Umzug in eine Wohnung mit angemessener KDU.

Im Prinzip kannst du bei einem freiwillige Dienst auch vorrangig Wohngeld von der Stadt / Gemeinde beziehen,dazu müsstest du dann aber schon Eigentümer oder Mieter von selber bewohntem Wohnraum sein und dazu brauchst du dann auch noch ein Mindesteinkommen von 80 % deines Bedarfes nach dem SGB - ll .

Dann würde aber der derzeit volle Regelsatz für einen Single von 409 € heran gezogen und dazu käme dann deine KDU - also deine Warmmiete und davon bräuchtest du dann min. 80 % eigenes Einkommen.

Mit deinem Kindergeld würdest du dann also auf etwa 570 € kommen,wenn du eine Unterkunft von angenommen 290 € finden würdest,dann läge dein Bedarf mit den 409 € Regelsatz bei um die 700 € und 80 % davon würden dann bei ca. 560 € liegen,es würde dann ggf.Anspruch auf etwas Wohngeld bestehen.

Kannst dir im Internet ja mal einen kostenlosen Rechner für das Wohngeld suchen und da dann verschiedene fiktive Mieten eingeben und dann deinen evtl.Anspruch berechnen lassen.

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