Wohngeld bei Aufstockung durch Jobcenter

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4 Antworten

Wenn du aufstockend AlG 2 erhältst, ist dein Wohngeldanspruch bereits berücksichtigt. AlG 2 unbd Wohngeld schließt sich gegenseitig aus. Wobei Wohngeld Vorrang hätte. Dassdu Abschläge wegen eines früheren Darlehens hast, wird bei der Berechnung natürlich nicht berücksichtigt. Sonst würde der Staat ja deine Schulden zahlen.

Wissen Sie wo das steht ??

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Nein nein keine Abschläge aber die Miete wurde vor 1,5 Jahren mal für die gesetzlich vorgeschriebenen 6 Monate komplett übernommen und man wies mich darafhin das deshalb jetzt nicht nochmal für 6 Mon.komplett übernommen wird.

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Wohngeld hat keinen Vorrang. Die Regelung wurde vor einigen Jahren abgeschafft. Der Hilfeempfänger kann frei entscheiden, ob er WG oder H4 in Anspruch nimmt, wenn für beides ein Anspruch besteht.

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Die Vorrangigkeit von Wohngeld ergibt sich sowohl allgemein aus § 3 Abs. 3 SGB II, als auch speziell aus § 12 a SGB II.

Solange nicht über deinen Wohngeldanspruch entschieden ist, muss Jobcenter weiterzahlen; ob Wohngeld überhaupt in Frage kommt, lässt sich von hier aus nicht abschätzen. Sollte dein Bedarf (Regelsatz + angemessene KdU) mit Wohngeld + anrechenbarem anderen Einkommen nicht voll gedeckt sein, bleibt es bei Alg2.

Mach das. Wohngeld ist vorrang zu beantragen

Hartz4 schliesst Wohngeld kategorisch aus.

Ja das hatte ich mir nämlich gedacht aber wer weiß wo das steht??? Damit ich das Jobcenter da direkt mal auf den Pharagraphen hinweisen kann?

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@cobragirl1000

Stehen tut etwas dazu in den §§ 7 und 8 WoGG. Aber leider kann man die Aussage so nicht stehen lassen. Aufgrund des Vorrangs von Wohngeld muss immer erst geprüft werden, ob dein Bedarf nach SGB II mit Wohngeld gedeckt werden kann. Stimmen tut auf jeden Fall, dass man niemals beides zur selben Zeit bekommt. Außer, bei der Berechnung der Leistungen nach SGB II wurden gar keine Kosten für Unterkunft und Heizung berücksichtigt.

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@DarkView

Wohngeld und Alg2 sind eben nicht gleichberechtigt. Genau das gibt die Gesetzes-Qeulle nicht her:
Fallen sämtliche Mitglieder der BG für mindestens 3 zusammenhängende Monate mit Wohngeld aus der Hilfebedürftigkeit, MUSS Wohngeld beantragt werden.
Der Sinn der Regelung besteht ausschließlich darin, einer unsäglichen Praxis einiger Kommunen einen Riegel vorzuschieben: in vielen Jobcenter wurden Eltern gezwungen, sogenanntes Kinderwohngeld zu beantragen, auch wenn sie selbst im Leistungsbezug geblieben sind. Das war oft dann möglich, wenn neben Kindergeld nocht Unterhalt geflossen ist. Das führte nicht nur zu hohem Verwaltungsaufwand für Eltern und Ämter, sondern auch zu Problemen bei kommunalen/privaten Leistungen, die ausschließlich Alg2-Beziehern vorbehalten sind. Kinder waren auf einmal von solchen Leistungen ausgeschlossen, obwohl die Einkommenssituation (fast) exakt die gleiche wie unter Voll-H4 war.

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