Wohngeld alg1 Hilfe?

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Ich alleinstehend wohnhaft in Rheinland Pfalz, Mietstufe 3 in Bezug von Alg1 in Höhe von 715 Euro Miete 350, Gas 45, Abfall 15..Kann ich noch Wohngeld erhalten ? Laut der Dame vom Wohngeldamt müsste ich inklusive Regelsatz die Miete die Heizung Strom und Abfall begleichen können..Ich liege somit unter dem Mindesteinkommen. Aber erreiche dennoch 80 % vom Mindesteinkommen..hab ich da Glück? Ich will ganz und gar nicht zum Jobcenter 

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@puppi80

Mit ALG - 1 hast du erst einmal dem Grunde nach Anspruch auf Wohngeld und wenn ich mir deine Miete und dein ALG - 1 ansehe wirst du auch Anspruch auf Wohngeld haben !

Du brauchst als Mindesteinkommen ca. 80 % von dem,was dir im vollen ALG - 2 oder auch Hartz - 4 Bezug zustehen würde und das sind derzeit noch 399 € Regelsatz + deine KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ),dass erreichst du mit deinen 715 € ALG - 1.

Ich habe mir im Internet einen kostenlosen Rechner für Wohngeld gesucht und deine Werte eingegeben,dabei ist ein evtl.Anspruch von ca. 72 € heraus gekommen.

Bin dabei aber nur von 350 € + 15 € für Abfall ausgegangen,also der Kaltmiete inkl.Neben ohne Heizkosten,dass werden ja dann diese 45 € für Gas sein.

Denn beim Jobcenter würden dir dann ohne KFZ - und gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen nur deine 30 € Versicherungspauschale theoretisch von deinen 715 € ALG - 1 abgezogen,du hättest dann also immer noch ca. 685 € anrechenbares Einkommen.

Dein Bedarf nach dem SGB - ll würde dann bei min. 399 € Regelsatz liegen + dann die KDU - Warmmiete,in deinem Fall dann 410 €,wenn du nicht auch noch mit Gas kochst,denn sonst müsste man diesen Verbrauch noch abziehen.

Demnach läge dein Bedarf dann bei min. 809 € pro Monat,abzüglich der anrechenbaren 685 € ALG - 1 würde das eine Aufstockung von ca. 124 € machen und außer das dir deine Beiträge für die Rundfunkgebühr erlassen würden,könntest du eine evtl. Nachzahlung einer Jahresendabrechnung die sich auf die Neben / Betriebs / Heizkosten beziehen würden beim Jobcenter geltend machen.

Das alles musst du beim Wohngeld selber tragen.

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Hallo puppi80, um die Antwort vorweg zu nehmen, ja du kannst Wohngeld erhalten. Zwar reicht dein momentanes Einkommen vermeintlich nicht aus, was aber bei dem Thema nie jemand erwähnt (der Einfachheit halber), bei der Berechnung des Mindesteinkommens ist auch von einem fiktiven Wohngeldanspruch auszugehen. Und wenn du den berücksichtigst, reicht's allemal.  ;-)

Die Wohngeldrechner sind auch für ALG-Empfänger und ja, der Berechnung des Gesamteinkommens liegt das Jahreseinkommen zugrunde. Das zu ermitteln ist ja nicht schwer, einfach das monatliche ALG mal 12 multiplizieren. 

Erst einmal ein Dankeschön für deine Antwort.

Nun habe Ich einen vorherigen Wohngeld Bescheid gefunden und versucht mir das selbst auszurechnen. Ich hatte damals ein Entgelt von jährlich 12.840,36 Euro & abzüglich von 1000 Euro Werbungskosten & 30 % pauschal Abzug von Steuer,Kranken & Pflegeversicherung & Rentenv. Hatte ich ein Jahreseinkommen von 8288.25. Dies wurde durch 12 geteilt & es blieb ein anrechenbares Monatliches Einkommen von 690,96 Euro. Damals erhielt ich 62 Euro Wohngeld.

Nun habe ich folgende Berechnung mit meinem Alg 1 durchgeführt.

Alg1: 715,50 dieses mal 12 = 7586 Euro an Jahreseinkommen..

Wenn dann noch 1000 Euro Werbungskosten & die Abzüge der Steuer & Versicherungen abgehen währen es nur noch 5310,20 Euro anrechenbares Gesamteinkommen & dieser Betrag durch 12 geteilt ergibt widerum 442,51 Euro. 

Das ist doch dann viel weniger als 80 Prozent vom Mindesteinkommen das ich bräuchte für Wohngeld zu erhalten...oder? 

Bitte sag mir nicht das ich Recht hab..😨Ich sträube mich vor dem Jobcenter.  

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@puppi80

Dann ist es ja gut, dass du kein Recht hast.  ;-)  Bei der Plausiprüfung (also der Ermittlung des Mindesteinkommens) wird von dem Geld ausgegangen, dass du tatsächlich in der Tasche hast, zzgl. einem fiktiven Wohngeldanspruch.

Die Plausiprüfung hat aber nichts mit der Ermittlung des Gesamteinkommens zu tun, auf deren Grundlage sich letztendlich das Wohngeld errechnet. Dabei werden von deinem ALG nur (z. Z. noch) 6 % abgezogen (keine Werbungskosten - du arbeitest ja nicht - und auch keine Abzüge für Steuern vom Einkommen, KV/PV und RV - da diese ja von dem (Netto-)ALG nicht bezahlst), ab Januar entfällt dieser Abzug.

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