Wohin schiebt man einen Rollstuhlfahrer in der Kirche?

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8 Antworten

Hallo supersuni, erst einmal finde ich es toll, daß Du Dich so um Deine Oma kümmerst.

Wenn sie gern zu dieser Trauerfeier möchte, wird ihr die verstorbenen Person etwas bedeutet haben und sie möchte auch "etwas mitbekommen" vom Zeremoniell.

Ältere Menschen können aber häufig - und bei Diabetes sowieso - schlecht sehen und manchmal auch nicht mehr so gut hören.

Also geht/fahrt ein wenig früher hin und schieb' die Oma mit ihrem Rollstuhl vor die ersten Reihen, vielleicht ein wenig an die Seite.

Das sollte keinen der engsten Angehörigen stören und ermöglichte Deiner Oma auch tatsächlich dabei und nicht nur anwesend zu sein - wenn Du verstehst, was ich meine.

Hat die die/den Verstorbene/n eigentlich nicht gekannt und nimmt nur der Gemeinde/den Angehörigen zu liebe teil, könnte ihr die hintere Position eventuell lieber sein.

Besprich das doch kurz mit ihr - schließlich hat sie ja auch eine eigene Meinung und das Recht, diese zu äußern.... oder.

Ich wünsche Euch viel Kraft für diesen Tag.

Hallo,

bei einer Trauerfeier ist die erste Reihe meist doch der Familie des oder der Verstorbenen vorbehalten. Wenn Ihr nicht dazu gehört, wäre ich sehr zurückhaltend.

Aber keine Regel ohne Ausnahme.

Wenn die Kirche so eng ist, würde ich möglichst rechtzeitig kommen und mit dem Küster sprechen. Der kennt sich in seiner Kirche aus und weiß, wo man dort am besten mit einem Rollstuhl sitzen kann.

Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Der Küster hat ein offenes Ohr für Menschen mit einer Behinderung und sorgt für den besten Platz für Deine Oma. Oder er hat es nicht. Dann würde ich vor Ort entscheiden, wo es für Euch am angenehmsten ist: Für Dich als der, der schieben muss, und für Deine Oma, wie sie am besten sehen und hören und mitmachen kann. Vielleicht ist ganz vorne gut, vielleicht aber auch direkt vor einem Lautsprecher. Da wirst Du improvisieren müssen.

Wenn der Gang sehr eng ist, kann es sinnvoll sein, zu warten, bis die engsten Angehörigen sich vorne gesetzt haben und dann in den Mittelgang bis zur zweiten Reihe zu fahren. (Du könntest Dir vorher einen Platz in der Bank direkt dahinter/daneben reservieren.) Wenn dann der Pfarrer und die Angehörigen die Kiche in Richtung Friedhof verlassen, müsstest Du schnell genug vor ihnen rausrollen und den Gang für sie frei machen.

Mach Dir aber nicht zu viele Sorgen. Eigentlich kannst Du nichts verkehrt machen. Wenn die Angehörigen Euch/Deine Oma kennen, werden sie sich freuen, dass Ihr da seid und Euch sicher helfen. (Auch wenn auch hier Ausnahmen die Regel leider bestätigen können. Trotzdem: Nur Mut!)

supersuni96 27.11.2016, 14:05

Nichts ist peinlicher, als sich auf einer Trauerfeier falsch zu verhalten. Den Küster werde ich fragen. Die Verstorbene war die beste Freundin meiner Oma.

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nachdenklich30 27.11.2016, 14:31
@supersuni96

Als beste Freundin gehört die Oma gewissermaßen zur Familie. Da wird niemand (außer man war heftig verzankt) von den Angehörigen protestieren, wenn sie ganz vorne mit dabei ist. Im Gegenteil, sie werden Euch sogar mit nach vorne nehmen.

Ich selber bin Pfarrer und habe schon so manche Beerdigung begleitet. Zum Glück habe ich noch nie eine Beerdigung erlebt, bei der Angehörige in dieser Hinsicht übermäßig empfindlich waren.

Und auf rollstuhlfahrende beste Freundinnen und Freunden haben bisher alle Angehörigen Rücksicht genommen.

Wirklich: Mir würde jetzt nichts einfallen, was Ihr da mit dem Rollstuhl in der Kirche peinlich falsch machen könntet. Und wenn ich der Pfarrer wäre, hättet Ihr erst mal meinen vollen Rückhalt.

Probleme kann es eigentlich nur geben, wenn es schon vorher Meinungsverschiedenheiten mit den Angehörigen gegeben hätte. Aber davon hast Du nichts geschrieben.

Darum bleibe ich dabei: Nur Mut, Ihr könnt da eigentlich nichts verkehrt machen.

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Ich würde ganz nach vorn gehen und sie vor bzw. neben die erste Reihe schieben. Wenn da schon voll ist, kannst du dich ja auch in einer anderen Reihe ganz nach außen setzen und sie daneben schieben.

vor die erste reihe auf keinen fall!  im normalfall sind die ersten bankreihen immer den allernächsten angehörigen vorbehalten. außerdem sind die gänge in den Kirchen so breit, das ein rollstuhl im gang überhaupt nichts ausmacht. also: schieb sie dahin, wo sie sich normalerweise hinsetzten würde und setz dich dann daneben.

supersuni96 25.11.2016, 14:59

In dieser Kirche ist nichts breit. Das ist eine alte Kirche, wo gerade mal zwei Leute im Mittelgang nebeneinander stehen können. Und die hat auch nur diesen einzigen Gang. Die Bänke gehen rechts und links jeweils bis an die Wand. Da ist nur hinten eine Menge Platz, wo der Taufstein steht, und vorne bis zu den Altarstufen.

Wie gesagt, ich bin nur selten in der Kirche und habe bisher dort noch nie einen Rollstuhlfahrer gesehen, daher habe ich auch keine Ahnung, wo ich meine Oma am besten parken kann. Ich möchte aber auch nicht unangenehm dort auffallen.

Die Kommunion wird an diesem Mittelgang ausgeteilt. Da kann einfach kein Rollstuhl stehen. Also habe ich nur die Wahl zwischen vorne und hinten.

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Hexe121967 25.11.2016, 15:04
@supersuni96

dann bleib mit oma hinten wo platz ist. man kann in einer kirche überall beten.

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Ganz nach vorne!

Im Gang ist eigentlich genügend Platz. Du könntest dich ganz aussen hinsetzen. Sie könnte dann neben dir im Rollstuhl sitzen.

supersuni96 25.11.2016, 15:01

Nein, leider nicht. Sonst hätte ich nicht die Frage gestellt, ob vorne oder hinten.

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Erdbeerman82 25.11.2016, 15:03
@supersuni96

Das geht aus deiner Frage nicht 100 Prozentig hervor. Weisst du was, schieb einfach ab ; )

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Hi.

Bei uns stehen oft Rollstuhle neben den Bänken ich denke das ist kein Problem.

LG

supersuni96 25.11.2016, 15:01

Deshalb meine Frage, ob vorne oder hinten. Im Gang ist in dieser alten Kirche definitiv kein Platz.

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1. vor die erste Bank oder

2.neben die erste Bank .....nicht im Hauptgang ....

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