Woher wussten die Evangelienschreiber das?

... komplette Frage anzeigen

24 Antworten

Das sind nur Geschichten, keine Bereichte. Ob das Ganze zumindest einen wahren kern hat,lässt sich nach heutigem Stand nicht herausfinden. Wie oft in der Antike haben auch die Verfasser der Evangelien wohl  Einiges dazu gedichtet und bei anderen Mythen abgeschrieben. Es gibt viele Parallelen zu anderen Mythen.

Sollte es Jesus den Prediger gegeben haben, sind die ganzen Wundergeschichten höchstwahrscheinlich nur die Dichtung derer die die Geschichten mündlich überliefert und später niedergeschrieben haben. Die kannten immerhin das alte Testament, wussten also, welche Bedingungen der Messias erfüllen muss. So ist seine Abstammung aus dem Hause Davids eine der Voraussetzungen.
In der Bibel wird an zwei Stellen erwähnt, wie die Abstammung Josefs auf das Haus David zurückzuführen sei. Nun hatten die Leute damals nicht die Möglichkeit, Stammbäume so zurück zu verfolgen, es gab ja kein Geburtsregister oder Ähnliches, Geburten wurden nur bei den Mächtigen dokumentiert. So ist es nicht verwunderlich, dass die Stammbäume in den Evangelien fast keine Übereinstimmungen zeigen, sie sind außerdem unterschiedlich lang und Josef war (sofern man der Jungfrauengeburt Glauben schenkt) nicht mal ein teil der Blutlinie. 

Irgendwie mussten die Leute damals die  Stellen auffüllen, die fehlten, um Jesus zum Messias zu machen. Die Mythen sind einfach erfunden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Kommt ein bisschen darauf an, wen Du fragst. Die Wissenschaftliche Seite (auch die Bibelwissenschaft) sagt, dass das vor allem literarische Elemente sind. Lukas zB wollte klarmachen, dass Jesus von Geburt an Gottes Sohn war, und nicht erst seit der Taufe o.Ä. Deshalb stellt er die Geburt Jesu bereits als magisches Ereignis dar.

Traditionellerweise geht man stattdessen davon aus, dass diejenigen, die dabei waren (also vor allem Maria, die Hirten, Jünger,...) das alles später weitererzählt haben. Das Problem - wie hier ja bereits angesprochen - ist aber, dass die Geschichten erst Jahrzehnte später aufgeschrieben wurden, und dazwischen ist viel "Stille Post" gewesen.

(Übrigens muss man deshalb nicht aus der Kirche austreten - historisch-kritische Bibelwissenschaft gibt es auch in den Kirchen schon länger...)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du erhältst hier auf solche Fragen viele Antworten, wonach jeder nach seinem Wissen oder nach seiner - in der Regel bereits vorfabrizierten Meinung - antwortet. Amüsant finde ich, dass keiner aus dem Matthäus- und Lukasevangelium (diese beiden berichten von der Geburt des Jesuskindes) selbst herauslesen will, wie zuverlässig der jeweilige Autor seine Quellen einschätzt. Da kommen Engel vor, der spätere Johannes der Täufer hüpft im Mutterleib, als er die Nähe des ebenfalls ungeborenen Jesus spürt u.s.w. Ich denke, es ist  klar, was die Aurtoren damit sagen wollen: "Vorsicht, hier ist die Quellenlage unsicher, ich berichte zwar nach bestem Wissen und Gewissen aber ich weiß von den Umständen der Geburt fast nichts".

Dieses wird auch noch gestützt durch historisch bekannten Eckpunkte. So war Quirinius Statthalter ab 6 nach Christus. Nach Lukas wurde Jesus unter Quirinius geboren, aber nach Matthäus unter Herodes dem Großen also etwa 12 Jahre vorher. Nach Lukas war Jesus etwa 30 Jahre alt, als er öffentlich zu wirken begann (ca. im Jahre 28), also muss er nach seinen eigenen Angaben vor der Amtszeit von Quirinius geboren sein.

Ein Problem mit der Glaubwürdigkeit sehe ich allerdings nicht, da die Autoren ja selbst auf diesen Kenntnismangel hinweisen. Weitaus zuverlässiger sind die Berichte über das öffentliche Wirken von Jesus und die Passionsgeschichte und hieraus ergibt sich: Jesus ist Gottes Sohn und ist  auferstanden. Dass die Umstände seiner Geburt nur ungenau und über die meiste Zeit seines Lebens gar nichts bekannt ist, spielt dabei keine Rolle.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Da gibt es viele Unstimmigkeiten, eine "Jungfrau" gebärt ein Kind und es tauchen 3 fremde mit Geschenken zur Geburt auf, ich weiß ja nich. Die Geschichten Stammen aus Briefen und Erzählungen die über viele Jahre und viele Personen wiederholt, angepasst und geändert wurden (Jeder hat mal als Kind Stille Post gespielt und weiß wie das läuft). Man sollte das nicht alles so ernst nehmen. 

Die Bibel sollte man nicht als die Warheit hinstellen, viel mehr als eine Sammlung von Geschichten und Moral die einem im Leben helfen können (wenn man es braucht). Stell es dir ein bißchen vor wie Harry Potter, eine Geschichte die sich jemand ausgedacht hat und die anschließend von mehreren Autoren jeweils nach den eigenen Vorlieben niedergeschrieben wurde.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Garfield0001
23.05.2016, 12:03

du weisst das die 3 fremden Sterndeuter waren und dass irgendeine Konstellation für sie Anlass war für diese Reise? was meinst du wie viele heute Horoskope lesen und danach handeln? nix anderes. nur das die 3 Typen Profis waren. und warum soll das mit der Jungfrau (spätestens bei der Geburt war sie keine mehr und Jesus hatte noch einige Geschwister) nicht möglich sein wenn ein gott im Spiel ist?

1
Kommentar von hoax59
24.05.2016, 22:12

¨Man sollte das nicht alles so ernst nehmen!¨ Kann man so halten, ist aber wirklich echte Glaubenssache. Die Bibel ernst zu nehmen oder nicht, ist eine rein persönliche Entscheidung. Sie haben sich für ¨Nein¨ entschieden. Ich habe mich für ¨Ja¨ entschieden. Was mag der Unterschied sein? Ich bewerte die Bibel nicht mit dem Kopf. Dann hätten Sie Recht - es wäre nicht mehr als ein Märchenbuch. Ich lasse die Bibel das sein, was ihr eigener Anspruch dazu ist: das Buch Gottes. Die Buchstaben liest man mit den Augen, verstehen tut man sie mit dem Herzen. Die Bibel ist kein Einmalartikel, sondern verlangt nach Beziehung. Logisch, weil sie als Autorität für Gottes Wort Beziehung zu unserem Schöpfer herstellt. Und wie in einer guten, auf unbefristet angelegten Beziehung erschließt sich erst mit den Jahren mehr und mehr das Wesen in diesem Buch. Langsam entdeckt man kleine Kostbarkeiten darin, die einem selbst das eigene Wesen erklären helfen. Es ist kein Buch für Narren. Es ist ein Werk für Geduldige.

0

Die Wahrheit beschränkt sich nicht auf historisch feststellbare Tatsachen. Wahr ist auf jeden Fall das in den Texten überlieferte Zeugnis der ersten Christen (der Evangelisten) über Jesus Christus. Unser Glaube gründet auf diesem Zeugnis und nicht auf angeblichen historischen Rekonstruktionen. Vor der schriftlichen Abfassung der Evangelien gab es bereits  die mündliche Überlieferung. Deshalb kann man annehmen, dass Lukas die Berichte über die Kindheit Jesu bereits vorgefunden hat, denn er hatte sich ja entschlossen, „allen Ereignissen von ihren ersten Anfängen an sorgsam nachzugehen“ (Lk 1,3)

Die Frage, woher diese Geschichten stammen, wer sie dem
Evangelisten übergeben hat und von wem sie erstmals mündlich fixiert worden sind, wird sich zwar nie mit voller Sicherheit beantworten lassen, aber es spricht vieles dafür, dass die Berichte von Lukas direkt oder indirekt auf die
Mitteilungen Marias zurückgehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Woher weißt Du eigentlich, ob alles genauso ablief bei DEINER Geburt, wie es Dir erzählt wurde? o.O

Ich meine, Du warst ja hoffentlich dabei und kannst sofort erkennen, wenn was einfach erfunden wurde... ;)

Beschäftige Dich mal mit dem Thema unzuverlässiges Gedächtnis und Du verstehst, daß man nicht mal seinen eigenen Erinnerungen trauen darf, geschweige denn denen anderer Leute.

Egal, ob es sich um etwas religiöses oder ganz banal Alltägliches handelt.

Jede Erzählung ist fehlerhaft. Aber das macht das Thema einer Erzählung als Ganzes noch lange nicht unglaubwürdig.

In Bezug auf Jesus ist es nunmal so, daß die Einzelheiten seiner Geburt nun wirklich nicht sonderlich relevant sind für seine Funktion im allgemeinen.

Selbst wenn es den einen Jesus nicht gegeben hätte wäre es unwichtig.

Die Lehre, die auf dieser einen Person aufbaut, wäre auch dann noch glaubwürdig, wenn Jesus nicht Jesus heißen und sogar ein Mädchen gewesen wäre. XD

Weil eine ausgesprochene Wahrheit sich nicht ändert, nur weil der Aussprechende anders ist, als man allgemein gerne glaubt. ;)

warehouse14

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Zicke52
23.05.2016, 16:19

Ganz egal, wie die Geburt des FS abgelaufen ist, das Resultat ist wohl unstrittig: er ist ein Mensch. 

Bei Jesus ist diese Frage aber DER wesentliche Punkt. Wenn es nicht so war wie in der Bibel beschrieben, dann war er Mensch, nicht Gott. Dann wäre das Christentum keine Religion, sondern eine philosophische Strömung wie jede andere. Das Christentum (und alle anderen Religionen) steht und fällt also mit der Frage des Wahrheitsgehaltes der "heiligen" Bücher.

1

Was erwartest Du denn? Ein Jesus-Video oder eine Autobiographie?

Die Evangelien berichten von Überlieferungen. Nachdem schon eine Weile vergangen war in der frühen Christenheit war es nötig, die Fundamente des Glaubens schriftlich zu sichern um sie auch den nächsten Generationen zugänglich zu machen. 

Die Literatur der Antike kannst Du mit der heutigen nicht vergleichen und vor allem nicht Maßstäbe von heute an sie anlegen, die sich erst vor ein paar Jahrzehnten entwickelt haben. Freie Journalisten gab es zur Zeit Jesu noch nicht. Die Menschen schrieben für die Leser IHRER Zeit, deren Perspektive sie kannten.

Wenn Du die Evangelien nicht nur einfach abtun sondern etwas genauer hinsehen willst, um DIr ein seriöses Urteil zu bilden, dann lies ÜBER die Evangelien und verfolge ein wenig die Forschung zu diesem Thema. Aber eine Warnung: das macht etwas Mühe und ist nicht so einfach wie ein Pauschalurteil. Gruß, q.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Frage ist eigentlich ganz einfach zu beantworten:

Wenn jemand eine Geschichte erfindet, kann er sich ausdenken was immer er will. Stammt eine Erzählung aus mündlichen Überlieferungen/Erzählungen und wurde von ihm lediglich aufgeschrieben, kann man natürlich eigene künstlerische Freiheit und Fantasie einbeziehen oder die seiner Quellen.

Fakt ist nämlich, dass diese Geschichten frei erfunden wurden. Eventuell sind einige Passagen tatsächlich passiert, wurden aber zusammengebastelt und in einen neuen Kontext gepackt. Denn mit dem NT wurde versucht das Judentum zu reformieren. Diverse Alttestamentarische Inhalte wurden mir jüdischen Mythen (u.a. Messias-Myhtos) verbunden und in eine einigermaßen lineare Geschichte verpackt.

Die Autoren der Evangelien waren in jedem fall Aussenseiter und keine Zeit/Augenzeugen. Sie sammelten lediglich Geschichten aus dem Volk und formten damit ihre eigene Ideologie.

Jesus hat nie gelebt! Zumindest nicht die biblische Figur. Eventuell gab es einen oder mehrere Wanderprediger, deren Geschichte(n) als Basis genommen wurden. Aber das werden wir wohl nie erfahren.

Die Geburt Jesu wird in den Evangelien schon unterschiedlich dargestellt und passt zeitlich nicht zu dem Rest der Geschichten, da Jesus älter gewesen sein müsste, wenn er zu einem der geschilderten Ereignisse geboren worden wäre.

Falls sie tatsächlich dazu dienten, einen Wanderprediger als "Messias" auszuweisen, ist es möglich, dass diese Passagen zur Geburt und Kindheit dazu gedichtet wurden, um weitere "Prophezeiungen" als erfüllt darzustellen. Da zwischen dem 12. und 29. Lebensjahr Jesu nichts zu finden ist, ist dies sogar wahrscheinlich. Ein plötzlich auftauchender "Gottessohn" wäre für die Adressaten dieser Geschichten unglaubwürdig. Die Juden legten schließlich viel Wert auf ihre Ahnenfolge. Da die Geschichten um Jesus erst 60-120 Jahre nach den geschilderten Ereignissen aufgeschrieben wurden, war es möglich diese Lücke offen zu lassen. Wären es Zeitzeugenberichte gewesen, hätte man zumindest einige Hinweise geliefert, was in dieser Zeit geschehen ist bzw. was Jesus mit seiner Zeit angefangen hat. Da man im Judentum aber erst mit 30 als vollwertiger Mann angesehen wurde, ist es nicht verwunderlich dass die Geschichten sich um diese Lebensspanne drehten.

Also mach dir keine Gedanken! Die Bibel ist nur ein Märchenbuch!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auch ich könnte platzen, wenn hier wieder viele notorische Atheisten was zu sagen haben.ihre Berufung= Gebetsmühlenartig zu wiederholen dass der Glaube und die hl. SCHRIFT von Menschenhand ist, und für sie Quatsch ist.

Zum Thema*¥* Ausser Lukas waren alle Weggefährten von Jesus , sie waren Tag und Nacht um ihn und bei Jesu Familienangehörigen...die vielen Geschwister von Jesu und die Maria konnten einiges berichten..damals gab es noch keine Medien..somit waren die Infos und Kontakte viel enger..Jesus hat z.B. persönlich den Matthäus ausgesucht.

So sagte Paulus zu Zweiflern in Griechenland damals schon..wenn ihr das nicht glaubt, geht rauf nach Jerusalem da leben noch hunderte Augenzeugen die diese Dinge gesehen und bezeugen können.

und lesen schreiben konnte damals jeder Jude schon.,.dies war durch das Gesetz einmalig

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Keiner der vier kanonischen Evangelisten berichtet über die Kindheit Jesu!

Sonst hätten sie ja eventuell bestätigen müssen, dass er ein ganz normaler Mensch war! War der aber nicht - nach ihren Aussagen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Genau das ist es warum Menschen mit klarem Verstand aus der Kirche austreten. Evangelien wurden teilweise erst Jahrhunderte nach dem Tod Jesu geschrieben, die Evangelisten haben Jesu nie gesehen, gesprochen. All das wurde durch Mund zu Mund Propaganda weiter erzählt.

Auch die Entstehungsgeschichte der Erde ist nicht nachvollziehbar so wie die Kirche sie darstellt. Die Erschaffung unserer Erde würde auch folglich die Erschaffung unseres Universums bedeuten mit den Milliarden von Sternen, Planeten, Sonnen. Darüber hinaus auch die Erschaffung aller Universen um uns herum. Das nach religiöser Überlieferung im Zeitraum von 6 Tagen und am 7. Tag ruhte Gott. Nach all dem mussten auch noch alle Pflanzen, Tiere, Insekten erschaffen werden die dann 65 Millionen Jahre später alle durch einen Meteoritenanschlag getötet worden sind. Warum wurden die Dinosaurier, von Gott geschaffenen Wesen, umgebracht?

Beschäftige Dich mal mit den neuesten Erkenntnissen der Quantentheorie. Da werden Dir noch mehr Fragen beantwortet werden die Rückschlüsse auf die Existenz eines Gottes geben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Garfield0001
23.05.2016, 12:06

... und schon kommt der Seitenhieb: alles was in der Kirche ist, ist NICHT bei klarem Verstand. wie war das nochmal mit gegenseitigem Respekt und Intoleranz?

1

Mannomann, wie mich die Antworten hier schon wieder aufregen.

Diese verdammten Atheisten, die, anstatt einfach die Frage zu beantworten, versuchen einem klar zu machen, dass man vollkommen verblödet ist, solange man an einen Gott glaubt. 

Die sind genauso schlimm wie die Christen, die sagen, dass das alles Gottes Werk gewesen und nicht zu hinterfragen ist.

Ich hasse es.

Wie auch immer, ich versuche dir mal eine distanzierte und objektive Antwort aus dem zu geben, was ich im Laufe der Zeit gelernt und mir selbst erschlossen habe:

Ganz wichtig ist zu Anfang, das jedem, egal ob Gläubiger oder nicht, klar sein muss, dass die Bibel ein von Menschen geschriebenes Buch ist. Das zu bestreiten wäre tatsächlich dämlich. Wenn einem das klar ist, muss man darüber nachdenken, wann die Bibel (oder speziell in diesem Fall das neue Testament) geschrieben wurde. Und natürlich, wie viel Zeit zwischen den tatsächlichen Ereignissen und den Evangelien liegt.

Alle läuft darauf hinaus, dass die Geschichten über Jesus viele Jahrhunderte lang per Mundpropaganda weitergegeben worden sind, bis sie irgendwann jemand aufgeschrieben hat. Da kann natürlich einiges durcheinander kommen und es ist nicht wirklich klar, was damals tatsächlich passiert ist und was nicht. 

Das erkennt man bereits daran, dass es vier Evangelien gibt, die sich alle ein wenig unterscheiden. Wenn man genau wüsste, was geschehen ist, dürfte dem ja nicht so sein.

Dazu kommt noch, dass die Wissenschaft vor 2000 Jahren einfach nicht so weit war wie heute und man sich manche Dinge, die damals unerklärbar waren, versucht hat, mit Gott zu erschließen.

Worauf ich hinaus will ist, dass in so einer langen Zeit, die originale Geschichte teilweise verändert wurde und man niemals wissen wird, wie es tatsächlich war. Daher hast du natürlich Recht, wenn du sagst, es sein unglaubwürdig. 

Meiner Meinung nach, geht es aber auch weniger darum ob Jesus nun von einer Jungfrau geboren wurde oder über Wasser laufen konnte, sondern vielmehr um die Intention mit der er gehandelt hat. Also Mitgefühl, Nächstenliebe und so weiter. Eben die christlichen Werte.

Also zusammengefasst:
Ja, die Geschichten aus der Bibel haben so wahrscheinlich nie stattgefunden.
Was sie jedoch bedeuten, musst du für dich selbst entscheiden.

Ich lasse meine persönliche Einstellung dazu mal außen vor :)

MfG, TheErdnuss

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Nadelwald75
23.05.2016, 09:42

Hallo TheErdnuss,

was du so hier anscheinend aus dem Bauch heraus schreibst, lässt sich sogar belegen:

Ich zitiere dazu mal auszugsweise einen Text von Anton Vögtle, katholischer Theologe. Er gilt als international anerkannter Exeget, Wissenschaftler und Wegbereiter historisch-kritischer Bibelauslegung, der über die Verfasser des neuen Testaments schreibt:

"Dem westlichen Menschen ist Wahrheit in ihrer vordringlichsten Bedeutung geschichtliche Tatsächlichkeit, bis zur Vernachlässigung des Sinnes. Sein Ideal der Wirklichkeit ist gewissermaßen „ein
Film der Ereignisse“….

Demgegenüber ist der Orientale auf den Sinn versessen, und das bis zur Vernachlässigung der geschichtlichen Tatsächlichkeit.

Sein Ideal ist deshalb eine tiefsinnige Erzählung, die den Sinn eines Faktums möglichst anschaulich und kraftvoll zur Geltung bringt.
…. Nach gut alttestamentlicher Manier bringen sie …eine Glaubenswahrheit auch durch eine veranschaulichende Erzählung zum Ausdruck. Um eine Glaubenswahrheit zu veranschaulichen, verwenden sie altbiblische Motive und Erzählschemata
.

Solche teilweise höchst spektakulär klingenden Lehrerzählungen, zu denen auch gewisse Wundergeschichten zählen, lassen nun
einmal im Hörer keineswegs unbegründete Zweifel aufkommen, ob er hier wirklich an ein so erfolgtes, sicht- und hörbar wahrgenommenes Geschehen glauben muß."

.

0
Kommentar von Garfield0001
23.05.2016, 12:01

nur weil 4 verschiedene Leute etwas andere Texte schreiben (wichtig ist ja dabei zu wissen aus welchem Hintergrund die kamen bzw welchem Zweck sie damit verbanden), heißt es nicht dass es nicht so gewesen ist :-)

2
Kommentar von Zicke52
23.05.2016, 12:02

Na, du bist mir ja ein unwirscher Christ.

Zuerst gibt du den "verdammten Atheisten" recht, indem du zugibst, dass die Bibelgeschichten auf Legenden beruhen ("haben so nie stattgefunden"). Nichts anderes behaupten Atheisten ja. 

Und dann nimmst du eine erstaunliche Kurve: es gehe weniger darum, ob Jesus von einer Jungfrau geboren wurde oder über Wasser laufen konnte - doch, genau darum geht es! Ohne diese Details liesse nichts auf seine Göttlichkeit schließen, und der Inhalt seiner Lehre hätte somit keinen größeren Wert als der jeder menschlichen Weltanschauung, nämlich den, den man ihm bemisst. Aber genau hier unterscheidet sich Religion von Philosophie und daraus bezieht sie ihren Anspruch auf Höherwertigkeit: durch ihren Bezug auf Göttlicheit oder Überirdigkeit. Die christliche  (und jede andere) Religion steht und fällt also mit dem Glauben an das Unglaubliche.

Atheisten lehnen ja keineswegs alle religiösen Grundsätze ab, sie beurteilen sie nur wie alle anderen Regeln auch, daß heisst nach ihrer Sinnhaftigkeit. Also: die guten ins Töpfen, die schlechten in den Müll. So halte ich es jedenfalls.

1
Kommentar von nowka20
28.05.2016, 10:55

@The!

du schriebst:



Diese verdammten Atheisten, die, anstatt einfach die Frage zu beantworten, versuchen einem klar zu machen, dass man vollkommen verblödet ist, solange man an einen Gott glaubt. 





von den heinzies braucht man sich nicht beeinflussen zu lassen, denn die sind krank in ihrer seele, so daß sie das göttliche in sich nicht spüren können.






1

Tja, das ist die Frage. Ich habe mich auch immer gefragt, woher die Evangelisten wussten, dass Maria Jungfrau war. Da hätten sie sie ja ab der Pubertät auf Schritt und Tritt begleiten und in Maria und Josefs Schlafzimmer gewohnt haben müssen.

Mit einer Antwort kann ich leider nicht dienen (das heisst, ich hab schon eine, aber die würden die Gläubigen mit "kannst du es beweisen?" quittieren. Gesunder Hausverstand ist für sie nämlich kein ausreichender Grund).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung


Woher wussten sie zum Beispiel, wie Jesu Kindheit und Geburt ablief. 


Sie kannten seine Mutter Maria und die wußte über seine Geburt und Kindheit genau Bescheid. ^^

(Lukas 2:41-51)
41 Seine Eltern pflegten nun Jahr für Jahr zum Passahfest nach Jerusalem zu gehen. 
42 Und als er zwölf Jahre alt geworden war, gingen sie der Festsitte gemäß hinauf 
43 und vollendeten die Tage. Als sie aber zurückkehrten, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem zurück; und seine Eltern bemerkten es nicht. 
44 In der Annahme, er befinde sich bei der Reisegesellschaft, gingen sie eine Tagereise weit und begannen dann, bei den Verwandten und Bekannten nach ihm zu suchen. 
45 Da sie ihn aber nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten eifrig nach ihm. 
46 Schließlich, nach drei Tagen, fanden sie ihn im Tempel, wie er mitten unter den Lehrern saß und ihnen zuhörte und sie befragte. 47 Alle aber, die ihm zuhörten, staunten immer wieder über sein Verständnis und seine Antworten. 
48 Als sie ihn nun sahen, waren sie höchst erstaunt, und seine Mutter sagte zu ihm: „Kind, warum hast du so an uns gehandelt? Sieh, dein Vater und ich haben dich ganz verzweifelt gesucht.“ 
49 Er aber sprach zu ihnen: „Wie habt ihr mich nur suchen können? Wußtet ihr nicht, daß ich im [Haus] meines Vaters sein muß?“ 
50 Sie begriffen jedoch das Wort nicht, das er zu ihnen redete.
51 Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nạzareth, und er blieb ihnen untertan. Auch bewahrte seine Mutter alle diese Worte sorgfältig in ihrem Herzen. 

-----------------------------------------

Kurz vor seinem Tod hatte Jesus den Apostel Johannes gebeten, sich seiner Mutter anzunehmen.  Die Apostel hatten die Informationen also sogar aus erster Hand.

(Johannes 19:26, 27)
26 Als nun Jesus seine Mutter und den Jünger, den er liebte, dabeistehen sah, sagte er zu seiner Mutter: „Frau, siehe, dein Sohn!“ 
27 Darauf sprach er zu dem Jünger: „Siehe, deine Mutter!“ Und von jener Stunde an nahm der Jünger sie in sein eigenes Heim.

------------------------------------------------

Mindestens zwei der Halbbrüder von Jesus waren auch Jünger. Der Brief des Jakobus und der Brief des Judas werden Halbbrüdern Jesus zugeschrieben. Auch seine Halbbrüder kannten Jesus natürlich bereits als Kind.

(Apostelgeschichte 1:13, 14)
13 Als sie nun hineingekommen waren, begaben sie sich in das Obergemach hinauf, wo sie sich aufhielten, Petrus wie auch Johạnnes und Jakobus und Andreas, Philịppus und Thomas, Bartholomạ̈us und Matthạ̈us, Jakobus, [der Sohn] des Alphạ̈us, und Sịmon, der Eiferer, und Judas, [der Sohn] des Jakobus. 
14 Diese alle verharrten einmütig im Gebet, zusammen mit einigen Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.

(Matthäus 13:55)
55 Ist dieser nicht des Zimmermanns Sohn? Heißt seine Mutter nicht Maria und seine Brüder Jakobus und Joseph und Sịmon und Judas?

(1. Korinther 15:7)
7 Danach erschien er Jakobus, dann allen Aposteln; 

(Apostelgeschichte 15:13)
13 Nachdem sie ausgeredet hatten, antwortete Jakobus, indem er sprach: „Männer, Brüder, hört mich an.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Zicke52
23.05.2016, 16:27

Und du findest es nicht sonderbar, dass Maria und Josef nicht verstanden, was Jesus meinte, als er den Tempel von Jerusalem "das Haus meines Vaters" nannte? Wo sich doch der Engel Gabriel extra die Mühe gegeben hatte, jeden von beiden vor der Geburt Jesu zu informieren, wer sein Vater war. Sowas vergisst man doch nicht!

1

Jesus lebte das steht fest aber es war eine ganz normale Person wie jede andere 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Evangelienschreiber wussten dies m. E. vor allem deshalb, weil sie vom Heiligen Geist inspiriert wurden: "Die ganze Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit" (2. Timotheus 3,16).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Woher wusste Homer die Geschichten über Odysseus? Woher wussten die Germanen die Geschichten der Nibelungensage? Woher wussten die Römer die Geschichten über ihre Götter?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Alles was in diesem Märchenbuch (Bibel) steht ist von Menschen erdacht. Da ist so viel Wahrheit drin, wie bei Grimms Märchen. Wobei Grimms Märchen noch mehr Bezug zur Realität haben, als die Bibel.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

das waren eingeweihte in geistige prinzipien.

sie waren "diener des wortes", welches ja am anfang war.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das ganze ist eine Geschichte (ob Wahr oder nicht sei mal dahin gestellt)

Sie wurde erzählt, überliefert bis sie jemand aufgeschrieben hat!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?