Woher wissen die Kontrolleure der Bahn wer schon kontrolliert wurde und wer nicht?

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In kleinen Nahverkehrszügen (kurze Triebwagen o. ä.) ist alles so überschaubar, dass das Zugbegleitpersonal schon sieht, wo Leute ein- und aussteigen. Außerdem kann man sich beim Durchgehen durch einen Zug sehr gut merken, welche Plätze/Platzgruppen schon belegt sind. Und Veränderung bedeutet dann in der Regel auch neu zugestiegene Fahrgäste.

Bei längeren Zügen im Nahverkehr (z. B. 5 Doppelstockwagen) ist das mit dem Überblick schon schwieriger. Andererseits gibt es auf etlichen Nahverkehrsstrecken auch übliche Regelmäßigkeiten, z. B. "am Bahnhof X steigen meist nur 3-5 Leute ein, und die dann meist direkt vorn" (weil gerade da der Abgang vom Bahnsteig ist). Entsprechend positionieren sich die Zugbegleiter dann teilweise auch so, dass sie die Leute schnell "abfischen" können.

Im Fernverkehr gibt es zwei Strategien, wie die Züge kontrolliert werden:

Üblich bei Fernverkehren ist es normalerweise, dass der Zug in Wagengruppen aufgeteilt wird, und jeder Zugbegleiter ist dann z. B. nur für die Kontrolle in 2-3 Wagen zuständig.

Bei manchen Sprinterzügen geht das Personal auch anders vor: alle zusammen pflügen den Zug einmal von vorn nach hinten als Gruppe durch. Wird z. B. manchmal im Morgen-Sprinter Berlin-Frankfurt/M so gemacht. Der Zug fährt 3.5 Stunden ohne planmäßigen Zwischenhalt.

cold reading. Spaß.

Bei einem Dienstwechsel wird nochmal jeder kontrolliert im Normalfall.

Wenn der selbe Kontrolleur nachprüft dann sieht er ja wer neu da ist.

Brain 2.1 - entweder merken sie sich die bereits kontrollierten Personen oder sie beobachten im Bahnhof, wer zusteigt.

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