­čî▒ Woher wissen die Knollen, das Fr├╝hling ist?

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5 Antworten

Das ist mal eine gute Frage...nie Gedanken dazu gemacht, aber was interessantes gefunden...

Quelle: National Geographic

http://www.nationalgeographic.de/aktuelles/woher-wissen-die-pflanzen-wann-es-fruehling-wird

Die Tage werden l├Ąnger, die Temperaturen steigen - allm├Ąhlich wird es Fr├╝hling. Jetzt erwacht auch die Natur bald wieder aus ihrem Winterschlaf: Die ersten Spitzen frischen Gr├╝ns schieben sich aus dem Boden, die Knospen vieler Str├Ąucher und B├Ąume werden dicker und Krokusse, Schneegl├Âckchen und Narzissen scheinen nur darauf zu warten, endlich aufzubl├╝hen. Aber woher wissen sie, wann die richtige Zeit daf├╝r gekommen ist? Und warum bl├╝hen einige Blumen sp├Ąter als andere?

"Es gibt eine ganze Batterie verschiedener Ausl├Âser, die alleine oder in Kombination wirksam sind", sagt Thomas St├╝tzel, Professor f├╝r Evolution und Biodiversit├Ąt der Pflanzen an der Ruhr Universit├Ąt Bochum. Neben ├Ąu├čeren Faktoren wie der Tagesl├Ąnge und der Umgebungstemperatur k├Ânnen auch innere Faktoren wie Pflanzenhormone, Gene oder schlicht eine bestimmte Mindestgr├Â├če der Pflanze beeinflussen, ob und wann diese bl├╝ht.

Winterk├Ąlte bereitet Bl├╝tenbildung vor

Bei vielen Zwiebelpflanzen geben fallende Temperaturen die Initialz├╝ndung. Narzissen, Krokusse und Tulpen beispielsweise ben├Âtigen mindestens einige Wochen der K├Ąlte im Winter, um in ihren Zwiebeln die Vorstufen der Bl├╝te anzulegen. Erst wenn es dann im Fr├╝hling wieder w├Ąrmer wird, werden diese Vorstufen aktiviert und die Blume treibt aus. "Das Schieben der Bl├╝te kann aber durch besonders niedere Temperaturen auch wieder gestoppt werden", erkl├Ąrt der Biologe. Bei einem pl├Âtzlichen K├Ąlteeinbruch nach den ersten warmen Tagen bleibt die Knospe dann noch im sch├╝tzenden Boden.

Viele Obstb├Ąume besitzen sogar eine Art inneren W├Ąrmez├Ąhler: "Die Pflanzen k├Ânnen warme Tage summieren und so recht genau ermitteln, ob es schon passt", sagt St├╝tzel. Erst wenn eine bestimmte Anzahl w├Ąrmerer Tage verstrichen sind, beginnen die B├Ąume auszutreiben. Das verhindert, dass schon ein paar ungew├Âhnlich warme Tage im Winter die Bl├╝te ausl├Âsen. Ohne diesen W├Ąrmez├Ąhler kommt die Haselnuss aus: "Sie 'begl├╝ckt' die Pollenallergiker daher auch im Winter, wann immer es ein paar Tage warm genug ist", sagt St├╝tzel.

Zunehmende Tagesl├Ąnge aktiviert Bl├╝hprogramm

Viele Pflanzen reagieren auf die im Fr├╝hling k├╝rzer werdenden N├Ąchte und l├Ąngeren Tage. "Sie beginnen zu bl├╝hen, sobald das Tag-Nacht-Verh├Ąltnis einen bestimmten Schwellenwert ├╝berschreitet", erkl├Ąrt St├╝tzel. Auch Nutzpflanzen wie Kopfsalat oder Spinat geh├Âren zu den Arten, die ausschlie├člich ├╝ber das Licht aktiviert werden. Aber wie messen diese Pflanzen die Tagesl├Ąnge? M├Âglich wird dies, weil auch sie, ├Ąhnlich wie wir Menschen, eine innere Uhr besitzen. Diese tickt ungef├Ąhr im 24-Stunden-Takt und gibt damit quasi einen internen Vergleichsma├čstab vor. In ihren Genen ist zudem festgelegt, wie lange es innerhalb dieser 24 Stunden mindestens hell sein muss, damit sie zu bl├╝hen beginnen.

Lichtsensor registriert Helligkeit der Umgebung

Um ├╝berhaupt feststellen zu k├Ânnen, ob es um sie herum hell oder dunkel ist, besitzen die Pflanzen Lichtsensoren in ihren Geweben. Sie registrieren damit die Tagesl├Ąnge und gleichen diesen Messwert ├╝ber einen komplexen Mechanismus mit ihrer inneren Uhr ab. Ist dann im Fr├╝hling der kritische Schwellenwert ├╝berschritten, l├Âst dies eine ganze Kaskade von physiologischen Ver├Ąnderungen aus - und die Pflanze beginnt zu bl├╝hen.

Bei Blumen, die nicht im Fr├╝hjahr, sondern im Herbst oder Winter bl├╝hen, ist es umgekehrt: Bei ihnen muss die Dunkelphase der Nacht erst eine Mindestdauer erreichen, damit sie eine Bl├╝te bilden. Beispiele daf├╝r sind der Weihnachtsstern oder das Flammende K├Ąthchen. "Bei solchen Kurztagspflanzen gen├╝gt es bereits, wenn man nachts nur kurz das Licht einschaltet, um eine erneute Bl├╝te zu verhindern", sagt St├╝tzel. Im Gartenbau m├╝sse man solche Kulturen daher verdunkeln, weil bereits das Licht vorbeifahrender Autos die Bl├╝te beeintr├Ąchtigen w├╝rde.



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Kommentar von Garfield0001
20.03.2017, 18:53

Bitte aufpassen und Ursache und Wirkung nicht vertauschen. Pflanzen haben keine Sensoren um festzustellen, OB es hell oder dunkel ist. Sie können feststellen, ob es hell oder dunkel ist, WEIL sie Sensoren haben.

Trotzdem ist immer noch nicht geklärt - woher wissen die das alles? Die ganzen Schwellenwerte, Helligkeit, Dunkelheit, was gut ist für ihr Wachstum etc. Also wenn ich programmiere, kann ich sowas "eincodieren". Von selbst würde aber NIE so ein Programm zustande kommen.

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Weiß ich nicht wirklich. Jedenfalls biologisch kann ich es nicht erklären.

Einige Ur-Knollen müssen überlebt haben (eben die, die den 'richtigen' Zeitraum erkannten [also gentechnisch] und das an ihre Nachfahren weiter gegeben haben [eben über die Gene und die "angepassteten" haben überlebt]).
Es wäre natürlich reine Zufall dass bei so viel verschiedenen Knollen keine einzige dir richtigen Gerne gehabt haben können und somit hätten sie alle aussterben können, bevor sie die Gene weiter gegeben hätten.

Es könnte aber auch sein, das ein "Programm" eingebaut wurde, welches das erkennt. Also durch einen Schöpfer. So wie es eben auch "Programme" gibt, welches steuert dass die Blätter im Herbst abfallen etc.

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Kommentar von Garfield0001
04.03.2016, 15:15

ach ja - die "kleinen" gedeihen gern hinter Scheibenwischern und werden "Knöllchen" genannt ;-)

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die schauen atürlich immer mal wieder in den kalender  ,.-)))))))))))))))

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Kommentar von Garfield0001
04.03.2016, 15:14

gregorianisch?

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es ist wärmer also wachse ich
ui da ist auch noch licht oben
jetzt wachse ich erst recht

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Der marienkäfer ruft sie natürlich :)

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