woher weiß man wann ein Beta-Plus-Zerfall bzw. Beta-Minus-Zerfall eintritt?

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2 Antworten

Beim Beta-Minus-Zerfall wird ein Neutron des Kerns zu einem Proton umgewandelt, wobei ein Elektron und ein entsprechendes Antineutrino entsteht. Dieser tritt also bevorzugt bei deutlichem Neutronenüberschuss auf.


Beim Beta-Plus-Zerfall wird dagegen ein Proton in ein Neutron umgewandelt. Es entsteht ein Positron und ein Neutrino. Daher tritt dieser bei protonenreichen Atomkernen auf bei möglichst keinem bzw. geringem Neutronenüberschuss.


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Kommentar von JTKirk2000
11.10.2016, 04:20

In ersterem Fall erhöht sich dadurch die Ordnungszahl und in letzterem verringert sich die Ordnungszahl um die Anzahl der umgewandelten Nukleonen (Protonen und Neutronen). Das wäre noch eine gute Ergänzung gewesen, aber trotzdem eine sehr gute Antwort. Daher DH und Danke.

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Kommentar von serienjunkie246
11.10.2016, 14:51

DANKE :) und wannkann man von einem deutlichen Neutronenüberschuss reden? einfach wenn es mehr neutronen als protonen gibt oder nicht?

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Das hängt davon ab, ob Protonen oder Neutronenzahlen überwiegen und ist in der Nuklidkarte aufgetragen. Eine phänomenologische Erklärung liefert dir die Beethe Bloch Formel, die die Bindungsenergie des kerns unter gewissen Annahmen berechnet und da gibt es einen Paarungsterm, der aussagt, das der Kern instabiler wird, wenn entweder die Protonenzahl oder die Neutronenzahl überwiegt. Zudem gibts da einen Coulombterm, der die elektrostatische Abstoßung der protunen berücksichtigt. Ein Kompromiss dieser beiden Terme liefert dir die tatsache, dass die stabilen Nuklide leicht unterhalb der Ursprungshalbgeraden in der Nuklidkarte sind, sodass Atome mit einem gewissen Neutronenüberschuss am stabilsten sind. Atome oberhalb dieser Geraden zerfallen mit Betapluszerfall und Atome unterhalb dieser Geraden mit Betaminuszerfall.


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