Woher weiß man dass es den Erdkern gibt?

8 Antworten

Die Erdbebenwellen pflanzen sich in Materialien mit verschiedenen dichten unterschiedlich schnell fort und werden an Grenzflächen gebrochen, so wie du es an Wellen auf dem Wasser auch beobachten kannst. Man beobachtet mit einem Netzwerk seismischer Stationen wie sich die Wellen von Erdbeben in der Erde ausbreiten und über den zeitlichen Verlauf und die örtliche Verteilung herausbekommen wo sich Grenzflächen befinden. Je mehr Messungen durchgeführt werden desto präziser das Ergebnis. Da die Messdaten bis ins 19 Jahrhundert zurückreichen ist der Aufbau der Erde schon sehr genau bekannt. Die selbe Technik verwendet man auch um beispielsweise Erdöl- und Erdgaslagerstätten zu suchen, nur das man hierzu die Wellen mit Rütelwagen und Sprengungen erzeugt. Eine andere Variante davon ist das Sonar beispielsweise in der Seefahrt.

Wo seid ihr eigentlich im Physik-Unterricht gewesen?!?

Unsere gute Mutter Erde hat ein .... Magnetfeld. Applaus! Wie entsteht es?!?

Wir haben einen Eisenkern, der sich in einem flüssigen äußeren Erdkern bewegt, beide aber unterschiedlich schnell. Und da der Geodynamo der Physik folgt produziert er artig das Magnetfeld welches uns vor der kosmischen Strahlung - in erster Linie den Sonnenwinden - schützt. Ein indirekter Beweis, reingeschaut hat noch keiner. ;o)

Erdbebenwellen pflanzen sich je nach Beschaffenheit des Materials unterschiedlich fort. So kann durch gleichzeitige Messung des gleichen Bebens durch viele Beobachtungsstationen die Fortpflanzung durch die Erde zurückgerechnet werden.

Es ist ein bisschen wie Sonar unter Wasser.

Vermutlich kommen da mehrere Fakten, Messungen und Theorien zusammen und so entwickelt man ein in sich konsistentes Modell, bei dem alle bekannten Aspekte zusammen passen!

Die Dichte muss passen! Man kennt Masse und Volumen der Erde. Im Modell muss das zusammenpassen!

Die Erde besitzt ein Magnetfeld! Auch das mit dem Modell über den Aufbau übereinstimmen.

Je tiefer man kommt, desto heißer wird es! Aus dem Inneren kommt flüssiges heißes Gestein (Lava/Magma) und teilweise heiße Quellen!

Die Kontinente stehen nicht fest zu einander, sondern bewegen sich langsam. Fast seltsam, dass dies erst Mitte des 20. Jahrhunderts allgemein akzeptiert wurde!

Die detailliertesten Infos aus dem Erdinnern stammen wohl von ErdbebenMessungen. Die Schockwellen breiten sich nicht nur über die Oberfläche, sondern auch durch die Erde hindurch aus! An Verzögerungen, Abschwächung und Ausrichtungen der Wellen, kann man den Schichtaufbau erkennen, ihre Dicken und die Beschaffenheit des Materials bestimmen! (Fest/Flüssig, Gestein/Metall, ...).

Zusammen mit den anderen Infos ergibt sich ein ziemlich gutes Bild über den Aufbau der Erde!

Das Ausrufezeichen ist an sich sparsam zu verwenden und kein häufiges Satzende :-) Aber sonst eine gute Antwort.

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Durch die Auswertung von seismischen Wellen bei Erdbeben.

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