Woher weiß ich, welche Therapieart zu mir passt und mir hilft?

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6 Antworten

Üblicherweise wirft man/frau während der probatorischen Sitzungen einen kurzen Blick in die Werkzeugkiste der Therapeutin. Sie erklärt, wie sie arbeitet und häufig werden gewisse Ziele und Ansprüche formuliert.

In vielen Städten gibt es mittlerweile auch Frauengesundheitszentren und andere Anlaufstellen, die neben der Grundtherapie z.B. Körperarbeit, Tanz- oder Kunsttherapie anbieten. Beispiel: Amanda e.V. in Hannover  http://www.amanda-ev.de

Ein weiterer Vorteil sind feste telefonsche Sprechzeiten und verschiedene Therapieansätze innerhalb eines Hauses, neben den Klassikern zunehmend Traumatherapie oder systemische Ansätze.

Auch ein Klinikaufenthalt sollte mit einbezogen werden und nicht wie so häufig laufen, wenn der Leidensdruck schon sehr hoch ist.

Gute Einrichtungen (http://www.traumhaus-bielefeld.de/traumatherapie/klinik-bielefeld) haben monatelange Wartezeiten.

Wenn die Gelegenheit besteht, solltest du mindestens die beiden Hauptrichtungen, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Verhaltenstherapie testen. Auch sind weitergehende Optionen (Stichwort: Auswilderung) wichtig, auf die manche TherapeutInnen keine Lust haben, nämlich eine Gruppentherapie als Begleitung.

Alle Begrifflichkeiten werden hier sehr gut erklärt.

https://www.therapie.de/psyche/info/fragen/wichtigste-fragen/unterschied-psychotherapeut-psychologe-psychiater/

Pass auf Dich auf....

Also vom Prinzip her sollte dir dein Therapeut darauf eine Antwort geben können. Theoretisch denke ich hilft alles auf seine ganz eigene Art. Und praktisch würde ich vermuten, je tiefer die Wunden desto eher weg von Verhaltenstherapie hin zu tiefenpsychologischer.
Diese ist fundierter - allerdings auch langwieriger.

Ich kenne allerdings nicht alle Arten - für mich sind diese beiden allerdings im Bereich der Therapie die "Endpunkte" in die jeweilige Richtung. Und helfen tun denke ich alle - weil alles an dir mit allem zusammenhängt und im Gleichgewicht sein sollte irgendwann. Also egal an welcher Ecke du was änderst es wird sich auch etwas am Gleichgewicht tun. Versteht man das ? ^^

Die Entscheidung hierfür solltest Du den Therapeuten oder einem Psychologen überlassen, denn nur die können feststellen wo Dir geholfen werden muss. Deine Beschreibung über Dein Verhalten weist auf verschiedene mögliche Ursachen hin. Auf jeden Fall benötigst Du weitere Therapien die Du auf jeden Fall durchführen solltest. Alleine kommst du aus diesem Verhalten nicht heraus. Hier müssen Fachleute ran. Dann wird Dir auch geholfen. Noch ein Hinweis, bei Deinen Auffälligkeiten wird es eine Therapie von längerer Dauer werden, also über einige Monate hinweg. Gute Besserung.

Danke! Dann wende ich mich einfach an Therapeuten, die diese verschiedenen Arten anbieten und hoffe darauf, einen zu finden, der mir sagt, welche die beste für mich ist?

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@Soulbottle93

Da Du schon Probesitzungen hattest liegen dann ja auch Erkenntnisse vor. Diese Erkenntnisse sollten in Deine Entscheidung eingebunden werden. Nicht dass Du zum falschen Therapeuten gehst.

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Normalerweise wird dir das von deiner therapeutin schon mitgeteilt, welche Therapie für dich die Passende ist. Frag sie also, wie es mit dir weitergehen soll.

Mein Gott, Tiefenpsychologie, Kindheit aufarbeiten usw...... Das kann Jahre dauern. Man ist davon auch schon ganz abgekommen.

Heute wird viel mit "Integrativer Psychotherapie" gearbeitet. Das bedeutet im Grunde:

1. Stärken des Patienten nutzen

2. Aktuelle Probleme real erleben lassen

3. Aktive Hilfe z. B. Vermittlung und Einübung von Bewältigungsstrategien

4. Einsicht und Verstehen fördern.

Damit wurden gute Erfolge erzielt. Doch du musst den richtigen Therapeuten dafür finden. Ich würde genau danach suchen bevor ich mich jemanden anvertrauen der mich in gewisser Weise manipulieren kann, denn das ist im Grunde genommen die Aufgabe des Psychologen, dein Denken zu richten und dich zu heilen. Ich weiß von zwei Suiziden während einer herkömmlichen psychotherapeutischen Behandlung. Also aufpassen.

Es gibt zur Zeit 3-4 Therapieverfahren, die von gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden: Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Verhaltenstherapie, die Analyse und mit gewissen Abstrichen die Traumatherapie v. a. nach Luise Reddemann.

Daneben zahlen private Krankenkassen systemische Therapieansätze. Mit anderen Worten: die Patientin zahlt Deinen durch keine externe Quelle untermauerten Vorschlag selbst.

Deine sonstigen Aussagen über Therapieziele und Gesprächsführung, manipulative Elemente und andere Buzzwords sind fragwürdig, um mich sehr zurückhaltend auszudrücken.

Man ist davon auch schon ganz abgekommen.

Du bist vielleicht davon abgekommen, sonst werden immer noch 95% aller Therapien nach den oben genannten Verfahren durchgeführt. Als neues Verfahren ist einzig die systemische Therapie zu einer wissenschaftlichen Evaluierung nach §11 Psychotherapeutengesetz (https://www.gesetze-im-internet.de/psychthg/BJNR131110998.html) in der Lage gewesen und steht unmittelbar vor der Kassenzulassung.

http://www.wbpsychotherapie.de/page.asp?his=0.113.134.135

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@toomuchtrouble

Da hast du Recht, dass ich von der herkömmlichen, besonders von der "Tiefenpsychologie, abgekommen bin. 

"Ich kann es nicht ändern wenn meine Mutter mich falsch auf den Pott gesetzt hat".

Diese Aussage ist sehr zutreffend, schon deshalb, um Therapien zu vermeiden die dem Probanden nur schaden und absolut nichts nützen und nicht helfen. Die Erfahrung (z.B. eine Statistik) würde sicher ein dem entsprechendes Ergebnis zeigen.

Umso mehr freut es mich, dass die "Systemische Therapie" unmittelbar vor der Kassenzulassung steht.

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@Nirakeni: Ein Psychiater oder ein Psychotherapeut der noch nie einen Patienten durch Selbstmord verloren hat, hat möglicherweise bisher nur Gesunde behandelt:

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@extrapilot350

 ...."nur Gesunde behandelt?" - Nein, das glaube ich nicht. Wir wissen dass es viele "Kunstfehler" in der Medizin gibt, deren Verantwortung genauso groß ist wie die eines Therapeuten. Aber in der Psychotherapie sind so viele, die m.E. selbst krank sind und oft auch Tablettenabhängig. Es gibt bei weitem nicht so eine Kontrolle wir bei promovierten Ärzten. Es ist unglaublich was sich alles in dem Psychobereich tummelt. Du solltest deine Aussage noch mal überdenken.

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@Nirakeni

nein, das brauche ich wirklich nicht. Kein Psychiater oder Psychotherapeut kann ausschließen dass sich ein Patient in einer Therapie, ja selbst in einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung das Leben nimmt. Trotz der besten psychiatrischen Maßnahmen kann das passieren, sogar unter den Augen von Pflegern und Spezialisten. Was willst Du machen wenn einer in der Klinik auf das Dach rennt und springt?

Suizide in Therapien oder in psychiatrischen Kliniken sind Erscheinungen die sich keiner wünscht, dennoch kann man sie niemals ausschließen. Gerade bei depressiven Personen. Ich selbst habe erleben müssen dass ein promovierter Psychologe der an starken Depressionen gelitten hat, sich in der geschlossenen Psychiatrie das Leben nahm.

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@extrapilot350

Traurig. - Sich ständig mit seinem "Selbst" zu beschäftigen macht krank. Es ist wie eine Falle in die man durch Psycho-Therapien geraten kann. - Danke für deine Antworten. War gut deine Antworten zu lesen.

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