Woher weiß ich, ob ich hochbegabt bin?

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6 Antworten

Wie alt bist du? Es ist von außen schwer zu bewerten, inwiefern die Probleme mit deinen Mitschülern und Lehrern von ihnen ausgehen. Du hast eben eine andere Art, deine Welt und dich selbst wahrzunehmen, als es bei vielen anderen in deinem Alter der Fall ist. Du scheinst recht wenig selbstsicher und sozial eher verschlossen zu sein, hast aber dafür viele andere Fähigkeiten in außergewöhnlicher Ausprägung. Du hast eine hohe Sensibilität und Reflektionsfähigkeit bezüglich deinem eigenen Auftreten sowie der Art und Weise, wie andere dich wahrnehmen. Das ist Stärke und Schwäche zugleich, denn einerseits bedeutet es, dass du kritikfähig bist und gewillt bist, an deinen Problemen zu arbeiten, aber andererseits bedeutet es auch, dass du dich manchmal zu sehr von der Meinung anderer abhängig machst.

Du solltest lernen, für das einzustehen, was dich wirklich ausmacht und die grundlosen Anfeindungen der anderen als das anzusehen, was sie wirklich sind: nämlich von Neid und Unwissenheit geprägte, grundlose Anfeindungen. Du bist ihnen eben in vielen Bereichen weit voraus, aber dafür in einigen wenigen Bereichen noch hinterher (z.B. im sozialen Umgang), weil du dort ein "Spätentwickler" bist. So geht es vielen klugen Menschen. Deine Mitschüler greifen dich genau deswegen an, weil sie wissen, dass es dir weh tut. Lass es dir einfach nicht anmerken und bleib cool. Dass sie glauben, das nötig zu haben, spricht Bände über ihre Persönlichkeiten. Du bist da viel erwachsener, spätestens in ein paar Jahren hast du mit deiner Einstellung große Vorteile und sehr gute Zukunftschancen. Manches von den Anfeindungen ist sicher auch nicht so negativ gemeint, wie du es wahrnimmst, sondern eher ein Staunen als eine Beleidigung. Noch fallen dir Gruppenarbeiten schwer, aber in höheren Stufen werden deine Klassenkameraden froh sein, wenn sie eine so intelligente Person wie dich in ihrer Gruppe haben.

Deine schulischen Leistungen kannst du in den Griff bekommen, indem du zuhause den Stoff nacharbeitest und dich vor allem auf die Klausuren besonders gut vorbereitest, um die schlechten mündlichen Noten auszugleichen. So habe ich das damals auch immer gemacht. Spätestens in der Oberstufe ist der Unterricht viel systematischer und inklusiver und das mündliche Mitarbeiten ist viel einfacher. Du scheinst Unterrichtsstoff nur dann gut lernen zu können, wenn er Schritt um Schritt aufeinander aufbaut. Deshalb immer zuerst die Anfänge wiederholen, bevor du dich an den fortgeschrittenen Stoff wagst. Viele Schüler machen das vollkommen falsch und fokussieren sich vollständig auf das Auswendiglernen von Methoden, ohne die Themen wirklich verstanden zu haben. Im Unterricht einfach trotzdem melden und mitmachen, egal ob deine Mitschüler meckern oder deine Lehrer dich selten drannehmen, dann verpasst du auch keinen Einzelschritt.

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Kommentar von KathrinaMarie
06.02.2017, 22:28

17. Also schon längst in der Oberstufe. Ich war was den sozialen Umgang angeht eigentlich  nie wirklich hinterher und würde es so auch jetzt nicht bezeichnen. Ich habe mit dem Lernen absolut keine Probleme. Ich drifte eher aus Langeweile ab. Ich arbeite sowohl nach als auch vor, was den Stoff angeht, kann dies aber in Klausuren nicht zum Ausdruck bringen. Das läuft wohl eher unterbewusst ab. Anmerkungen von den Lehrern unter den Klausuren drücken oft Lob aus was meine fachgerechten Formulierungen und meinen guten Sprachgebrauch angeht. Des weiteren bemängelt jedoch fast jeder Lehrer, dass ich wichtige Punkte von denen er weiß, dass sie mir bekannt sind (mündliche Mitarbeit) einfach auslasse. (Auch unterbewusst? Ich weiß es nicht.)

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Die anderen Antworten geben bereits viele gute Hinweise. Ich möchte aber noch etwas ergänzen: Versuche Dich nicht an ,,schludriges Lernen" zu gewöhnen. Die Gefahr ist gross: Einmal durchlesen und Du weißt es! Wenn Du wirklich gut studierst, dann ist ein Universitätsstudium durchaus sinnvoll. Und dort bekommst Du sicher nichts geschenkt, sondern es braucht Knochenarbeit. Der Vorteil der Universität ist, dass es noch viele zusätzliche Möglichkeiten zum Erwerb von Kenntnissen und spannende Erfahrungen gibt.

An Deinem Text in der Frage sehe ich, dass bei Dir sprachlich differenzierte Formulierung noch etwas verfeint werden muss. Wenn Du Dich darauf konzentrierst, wird Deine Fähigkeit noch breiter und die Chance später Erfolg zu haben und dadurch zufrieden, ja sogar begeistert im Leben zu stehen, wird steigen.

Und wenn mündliche Prüfungen Dir Probleme machen; versuche einen Kurs in Rhetorik zu machen. Das hilft enorm; besonders gegen Prüfungs-- und Sprechangst!  
 Kleine Episode: Als ich im 3.Studienjahr eine Prüfung ablegen musste, sagte der Prüfer nach 1/2 Stunde ,,Es ist vorbei" Und ich sagte spontan: ,,Schade es war gerade ein interessantes Gespräch!"

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Ein Intelligenztest ( Dauer etwa 2-3 Stunden) hilft da weiter.

Manchmal kommt dann außer des IQs noch eine Zusatzdiagnose heraus.

Eines unserer "hochbegabten" Kinder hat einen unauffällig normalen IQ von 105,  aber seitdem offiziell ASS, und auch darum wurde dieser Test überhaupt von der Krankenkasse bezahlt. (Kosten sonst 400 Euro)

Da ist vieles denkbar, in diesem Spektrum, wenn ich deine Sätze so lese....

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1 Alles was du  schon früher getan hast zeigt an das du hochbegabt sein kannst und das nicht nur in einem Fachgebiet.

2 Es gibt Test  wo man das herausfinden kann.

3 Deine Lehrer sind nicht fähig dich so zu fördern wie es notwendig ist wen du zb  den nach weiß für die Hochbegabung hast dann muss die schule dir auch helfen zb

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Hochbegabte würden nie in einem solchen Forum eine Frage nach ihrer Hochbegabungstellen, denn die sind in der Lage, diese Frage eben auf Grund ihrer Hochbegabung durch eigene Recherche zu beantworten. Auch wenn du offensichtlich nicht hochbegabt bist, solltest du in der Lage sein, die von dir gestellte Frage zu beantworten.

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Am besten du machst einen IQ-Test bei einem/deinem Psychologen. Wenn dein IQ über 130 ist, bist du Hochbegabt. So einen Test bietet auch Mensa an. Wenn dein IQ über 130 ist kannst du dort beitreten und vielleicht findest du Gleichgesinnte.

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