Woher weiß ich in welche Richtung der Strom fließt?

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3 Antworten

Mein Lösungsvorschlag

Die Größen der Urspannungen (E)  und der Widerstände  (R) sind in der Regel gegeben, die Größen und Richtungen der Ströme (I) sollen berechnet werden. Zur Bestimmung einer bestimmten Anzahl  n є N unbekannter Ströme sind mindestens genauso viele voneinander unabhängige Gleichungen nötig, die sich mit Hilfe von Knotenpunkt- und  Maschensatz (1. und 2. KIRCHHOFFsches Gesetz) bilden lassen.

Der Lösungsweg umfasst die Arbeitsschritte in folgender Reihenfolge:

1    Kennzeichnung der Knotenpunkte mit großen Buchstaben  ( A, B, C, … );

2    Kennzeichnung der Maschen mit römischen Ziffern (I, II, III … );

3    Bezeichnen der Urspannungen mit  En  ( E1, E2, E3, … En );

4    Bezeichnung der Widerstände mit Rn  ( R1, R2, R3, … Rn );

5    Einzeichnen der gewählten Stromrichtungen mit jeweils einem Pfeil für jeden Strompfad zwischen zwei Knotenpunkten und bezeichnen der Ströme mit  In   ( I1, I2, I3, … , In

6    Einzeichnen der Richtungen für die Urspannungen mit je einem Spannungspfeil; diese Richtungspfeile zeigen vom Pluspol zum Minuspol;

7    Einzeichnen der Spannungsabfälle an den Widerständen mit je einem Spannungspfeil; diese Richtungspfeile zeigen in die gewählte Stromrichtung des Zweiges, in dem sich der betreffende Widerstand befindet;

8    Einzeichnen einer gewählten Umlaufrichtung (Umlaufsinn) für jede Masche;

9    Aufstellen des Gleichungssystems aus Maschen- und Knotenpunktgleichungen;

zu 5    Weil sich die tatsächlichen Stromrichtungen nicht in jedem Fall voraussagen lassen, werden sie willkürlich gewählt. Für Ströme, die gegen die angenommene Richtung fließen, liefert die Rechnung ein negatives       Vorzeichen. 

zu 9    Beim Aufstellen der Gleichungen für die Ströme sind die zum Knoten hin fließenden Ströme positiv, die vom Knoten weg fließenden Ströme negativ einzusetzen. In den Maschengleichungen werden alle Spannungen, deren Richtung mit dem Umlaufsinn in der Masche übereinstimmt positiv, im umgekehrten Fall negativ gezählt. Die Spannungsabfälle  (Um)  haben in den Gleichungen die Form  Um = I∙ Rm  (m; n ε N). Das bestätigt die Richtungsbeziehung, die zwischen dem Spannungsabfall  Um  und der Stromstärke In  (Pkt. 7) und stellt den Bezug zur Zählweise (positiv bzw. negativ) der Spannungen in den Maschengleichungen her.

LG

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Im Prinzip musst (und kannst) du das nie "wissen", sondern du darfst es selber festlegen.
(Und üblicherweise nimmt man die technische Stromrichtung, vom Plus der Quelle durch die Schaltung zum Minus, solange das noch bekannt ist.)

Dies bedingt aber, dass man alle Ströme, die man bestimmen will, am Anfang der Rechnerei mit Pfeil anschreibt/einzeichnet!

Wenn du dann die Ströme berechnest und negative Werte bekommst, dann fliesst er eben in "falscher" Richtung, also dem Pfeil entgegen.

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Wenn du ein Netzwerk hast, und du willst irgendwelche Ströme / Spannungen berechnen, dann malst du dir die Pfeile so hin, wie es dir spaß macht! Damit rechnest du..und wenn du mit einem Pfeil nach oben angenommen hast, und dein Ergebnis ist positiv, dann hast du alles richtig gemacht :)
Wäre dein Wert negativ, dann hast du auch alles richtig gemacht, da du nun weißt, dass der Strom halt gegen die Richtung deines Pfeils geht :)

schau dir mal ein paar Videos an..über die Z. u. Pf. systeme ;)  z.B.

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Kommentar von PeterMensen
10.04.2016, 12:17

ja aber was ist denn mit den Spannungen in meiner Maschenregel, ich muss diese, doch dann auch richtig zeichnen oder? Und bei zwei oder mehreren Spannungsquellen weiß ich eben nicht, ob von der 2 Quelle auch die Ströme dann in Richtung Mitte laufen.

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