Woher stammt Rassismus?

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8 Antworten

Im wesendlichen stammt er vom Arterhaltungstrieb.

Der Grund für Rassismus ist also evolutionär bedingt und Rassismus kann aus dem natürlichen Bestreben dem eigenen Genpool Vorteile zu beschaffen entstehen.

Es ist ein natürliches Bestreben, jedes Lebewesens seine Gene weiterzugeben und die Weitergabe von Genen, die den eigene ähnlicher sind zu fördern.

Dieser existiert bei jeder Spezies.

Bei Bienen führt er beispielsweise dazu, dass die Bienenarbeiterinnen evolutionär auf eigene Nachkommen verzichten und stattdessen die Reproduktion der Königin fördern, da aufgrund der Chromosome der Bienen, eine Schwester ähnlicher ist als ein Tochter.

Bei Menschen führt er dazu, dass Eltern ihre Kinder drängen, selber Kinder zu bekommen.

Selbst die Liebe wird von Trieb beeinflusst,

Hast du dich schonmal gefragt, warum viele Ehepartner einander z.b. eine Niere spenden können obwohl das statistisch absolut unwahrscheinlich ist

Ganz einfach, weil es ein Phänomen gibt, dass sich genetisch sexuelle Anziehung nennt und dafür sorgt, dass bei der Partnerwahl eher einem selbst ähnlichere Partner gewählt werden.

Es kann sogar soweit gehen, dass ein Vater sich seine Tochter verliebt, wenn er sie nie gesehen hat und sie nicht wissen, dass sie Vater und Tochter sind.

Dieses Phänomen begründet sich ebenfalls durch den Arterhaltungstrieb.

Dieser Trieb bildet auch die psychologische Grundlage für unter anderem Rassismus, da er in Sozialsystemen die Bevorteilung von einem selbst genitisch ähnlichen Personen bewirkt, was in letzter Konsequenz auch zur Ablehnung von einem selbst genetisch fremden Personen führen kann aber nicht muss.

Das ist im wesendlichen die Wisschenschaftliche Begründung von Rassismus

Fremdenfeindlichkeit ist unter Garantie älter als die Evolutionstheorie und baut auch nicht zwingend auf Sozialdarwinismus auf (der die Evolutionstheorie eigentlich sogar missversteht). Fremdenfeindlichkeit ist sogar älter als die Menschheit selbst, auch bei anderen Menschenaffen kommt sie vor. Schimpansen zum Beispiel stehen neuen Gruppenmitgliedern milde gesagt sehr kritisch gegenüber. Oft endet so eine Begegnung in einem Blutbad.

Bei Fremdenfeindlichkeit handelt es sich also wahrscheinlich um einen relativ alten, evolutionär erworbenen Instinkt. Welchen Nutzen er genau bringt, kann man aus der Lebensweise von Menschenaffen schließen.

Menschenaffen leben in Gruppen zusammen, damit sich die Mitglieder gegenseitig das Leben erleichtern können. Bei einer solchen Kooperation handelt es sich eigentlich auch um eine egoistische Strategie. Indem man anderen hilft, stellt man sicher, dass diese einem ebenfalls helfen können. Letztlich sind auch Gebote wie "Du sollst nicht töten (wer zu deiner Gruppe gehört)" egoistisch.

Der springende Punkt ist jetzt, dass Gruppen sich als Kollektiv gegen andere Gruppen abschotten. Dies war bei vormenschlichen Gesellschaften durchaus sinnvoll, denn eindringende Fremde konnten einem Ressourcen streitig machen, so wie man es selbst auch tat, wenn es nötig war.

Diese Kooperation innerhalb und die Feindseligkeit außerhalb einer Gruppe bauen auf der Verwandtenselektion auf. Verwandtenselektion bedeutet, dass die Aufopferung für nahe Verwandte ein evolutionärer Vorteil sein kann. Das beste Beispiel sind Insektenstaaten, in denen die unfruchtbaren Arbeiterinnen schuften, um das Überleben ihrer fruchtbaren Schwestern zu gewährleisten. Aufgrund der hohen genetischen Ähnlichkeiten zwischen Arbeiterinnen und Königinnen sorgen sie indirekt dafür, dass ihre eigenen Gene an die nächste Generation vermacht werden.

Aufgrund seiner stammesgeschichtlichen Entwicklung ist es für Menschen ein grundlegendes Bedürfnis, einer Gruppe anzugehören. Da solche Gruppen in der heutigen Zeit gewaltige Ausmaße annehmen können, erreichen auch die fremdenfeindlichen Neigungen extreme Auswirkungen, z.B. Kriege und Genozide.

Letztlich ist es dem evolutionär erworbenem Gruppendenken und dem Misstrauen gegen Fremdes geschuldet, dass es auf der ganzen Welt Diskriminierungen gibt.

Fußballfans sind stolz, wenn ihr Verein ein Spiel gewinnt, auch wenn sie selbst nichts dazu beigetragen haben. Anhängern konkurrierender Vereine wird mit Verachtung gegenüber gestanden. In vielen Fällen kommt es dann zu gewaltsamen Eskalationen gegen Menschen, die man nicht einmal kennt.

Menschen fühlen sich einem Volk zugehörig und sind bereit, in Kriegen auf den Befehl von Anführern, die ihnen unbekannt sind, aber zur selben Gruppe gehören, Angehörige anderer Völker zu töten, gegen die sie keinen persönlichen Groll hegen. Der Tod für das Vaterland wird als Ehre wahrgenommen, weil es sich dabei um einen Dienst für die Gruppe handelt.

Aufgrund ihrer Verwandtschaft fühlen sich Leute mit ihnen unbekannten Menschen derselben Hautfarbe verbunden, während andere Ethnien als fremd empfunden und ausgestoßen werden. Andere Ethnien werden reflexartig mit Vorurteilen behaftet und gegenseitig stachelt man sich zum Hass gegen sie auf.

Religionen besitzen das Potenzial, Angehörige verschiedener Volksgruppen zu einen, daraus folgt allerdings auch, dass die Gläubigen sich noch aggressiver gegen andere Religionen abgrenzen und bereit sind, für die Ausbreitung der eigenen Glaubensgemeinschaft zu sorgen, entweder durch Auslöschung oder gewaltsame Integration Andersgläubiger.

Im Kalten Krieg folgten ganze Staaten, die sich zuvor bekriegten, einer gemeinsamen politischen Ideologie, was zur Folge hatte, dass Angehörige anderer Ideologien angegriffen wurden. In der westlichen Welt wurde die Angst vor kinderfressenden Kommunisten geschürt, während sowjetische Propagandaapparate die kapitalistischen Staaten und ihre Bürger als Feindbilder darstellten.

Man könnte also durchaus begründet sagen, dass sämtliche Rassisten, Nationalisten und Extremisten sich von vorsintflutlichen Instinkten anstatt von ihrer Vernunft leiten lassen. Normalerweise hat das P-Wort in der seriösen Evolutionsbiologie keinen Platz, aber ich finde, man kann hier durchaus von primitiven Verhaltensweisen sprechen.

Das ist die Angst vor dem Fremden. Und die gab es schon immer.

rassismus ist angewandtes unverständnis der evolutionstheorie kombiniert mit einem unausgewogenen moral- und gerechtigkeitsgefühl!

dazu kommt natürlich das bestreben der selbsterhaltung also schutz des eigenen clans usw. ...

Vorurteile. Vorurteile sind evolutionstechnisch gesehen wichtig, und Rassismus ist einfach die schlimme Form davon.

Lass uns doch lieber über etwas positives diskutieren, nämlich das Gegenteil von Rassismus, die Xenophilie.

https://de.wikipedia.org/wiki/Xenophilie

Nach dem Institut für Interkulturelle Kompetenz und Didaktik ist Xenophilie eine Präferenz, die wie ihr Gegensatz Xenophobie darauf basiert, „dass Menschen ihr Umfeld in Kategorien einteilen und auf dieser Basis Entscheidungen treffen und Einschätzungen über Personen abgeben“.[2] In den Sozialwissenschaften definierte Gerhard Maletzke xenophil, diejenigen „Stämme, Völker, Nationen, die Fremden freundlich und aufgeschlossen begegnen, während xenophobe Gruppen allen Fremden misstrauisch, ablehnend, feindlich gegenüberstehen“ und zur Abschottung neigen.

Menschen die mit ihrem Leben zufrieden sind, wollen möglichst alles so lassen wie es ist (never change a winning team) und neigen deshalb zu Rasissmus, bzw. Xenophobie, während die Menschen die mit ihrem Leben unzufrieden sind, etwas ändern wollen und ständig auf der Suche nach Neuem sind, und deshalb zur Xenophilie neigen. 

Unsere Gene wollen natürlich vor allem sich selbst erhalten und haben deshalb alle Lebewesen darauf programmiert, im Normalzustand gleich und ähnlich aussehende Individuen wie die Eltern zu bevorzugen und das eigene Revier für den eigenen Nachwuchs zu verteidigen. 

 

Unsere Gene wollen natürlich vor allem sich selbst erhalten und haben deshalb alle Lebewesen darauf programmiert, im Normalzustand gleich und ähnlich aussehende Individuen wie die Eltern zu bevorzugen.

Was allerdings völlig natürlich und auch keinesfalls schlecht ist

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Deine Einschätzung über die Ursachen von Xenophobie widerspricht allen wissenschaftlichen Forschungen zu dem Thema. Es ist ganz im Gegenteil so, dass gerade unzufriedene bzw. unglückliche Menschen zu Feindlichkeit gegenüber anderen Gruppen neigen. 

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@Lennister

Es ist ganz im Gegenteil so, dass gerade unzufriedene bzw. unglückliche Menschen zu Feindlichkeit gegenüber anderen Gruppen neigen.

Nein, diese Menschen tragen ihre Xenophobie nur mehr nach außen, während die xenophoben Konservativen die treibende Kraft im Hintergrund sind. 

Es ist lediglich so, dass die Neoliberalen eine vorgetäuschte Xenophilie wie eine Monstranz vor sich hertragen, um mit viel Einwanderung die Arbeitseinkommen drücken zu können.  

 

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Ich meine gehört zu haben, dass das häufig mit der Angst vor etwas Unbekanntem, zusammen hängt, oder entsteht, weil die Leute einen Sündenbock brauchen, wenn ihr Leben nicht läuft.

Rassentrennung. Wenn du z.b. zwischen angora kaninchen und mischling unterscheidest bist du auch rassistisch

Was soll das denn bedeuten ?

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@Xboythehidden

Man unterscheidet dabei zwei Rassen, das ist doch nicht rassistisch. Man ist doch auch als Moslem nicht gleich Islamist. Der Vergleich mit den Kaninchen hinkt auch ziemlich, da sich verschiedene Kaninchenarten genetisch voneinander deutlich unterscheiden. Beim Menschen ist es aber so, dass sich Afrikaner untereinander oder Asiaten untereinander viel mehr unterscheiden als wenn man Afrikaner und Asiaten im allgemeinen vergleicht. 

Es gibt also im Gegensatz zu den Tierrassen innerhalb der von den Rassisten bezeichneten Menschenrassen eine viel größere Variation, als wenn man diese Menschenrassen genetisch vergleichen würde. Du dir soviel deines Genmaterials, mit einem x-beliebigen anderen Menschen, dass man schlecht von Rasse sprechen kann. Früher hat man auch in der Wissenschaft die Menschen noch in Rassen unterteilt, aber die Übergänge sind viel zu fließend und die Unterschiede zu klein, so dass man das aufgegeben hat. Das liegt auch teilweise daran, dass die Menschen durch einen genetischen Flaschenhals gegangen sind (https://de.wikipedia.org/wiki/Genetischer\_Flaschenhals#Genetischer\_Flaschenhals\_beim\_Menschen)

Natürlich macht es auch nicht viel Sinn, eine Person anhand der Kleidung zu beschreiben, obwohl sein Alleinstellungsmerkmal seine Hautfarbe ist, aber genetisch sind die Unterschiede viel kleiner als man vermuten würde.

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@kloogshizer

Ähh... ja die Unterschiede sind im Falle der Person mit anderer Hautfarbe einfach nur offensichtlich, während die Variation innerhalb einer Population äußerlich unauffälliger, aber genauso stark ausgeprägt ist. 

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