woher stammt eigentlich die Redewendung?

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2 Antworten

Klingt leicht nach Soldatensprache. Da wurde glaub ich früher mit Türke eine gedrillte Gefechtsübung gegen den nahenden Feind so genannt. Ähnlich dem "türken" * also was vortäuschen, vorspiegeln, als echt hinstellen.

umgangssprachlich; Diese Redensart hat eine solche Vielfalt an Deutungen erfahren, dass ihre genaue Herkunft wohl immer unklar bleiben wird. Historisch gesehen ist der Türke der Prototyp des Fremden. Dies basiert auf seinem moslemischen Glauben einerseits und auf der jahrhundertelang währenden Furcht vor der türkischen Eroberung des Abendlandes andererseits. Die ständige militärische Bedrohung brachte den Türken in die Soldatensprache. Gefechtsübungen gegen einen angenommenen Feind und das parademäßige Vorexerzieren erhielten den Beinamen "Türken". Hier liegt wohl eine der Quellen der Bedeutung "Täuschung". Eine andere liegt in den vielfachen Steuern, die zwischen dem15. und dem 17. Jahrhundert unter Ausnutzung der verbreiteten Türkenfurcht für einen angeblichen Heereszug gegen die Türken ausgeschrieben und später dann für ganz andere Zwecke ausgegeben wurden. Häufig liest man, dass die Redensart sich auf einen Schachautomaten bezieht, der im Jahre 1769 von Wolfgang Ritter von Kempelen konstruiert wurde. Eine Puppe in türkischer Tracht saß dabei vor dem Schachbrett und spielte (angeblich unschlagbar) mit jedem beliebigen Gegner eine Partie. Spiegel erzeugten die Illusion, dieser mechanische Automat spiele selbst. In Wirklichkeit saß ein buckliger Zwerg unter dem Schachbrett, der meisterhaft Schach spielte und die Hand der Puppe unsichtbar lenkte

Quelle: http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=~~etwas%20tuerken&suchspalte%5B%5D=rart_ou

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