Woher stammt der Name dieses Kartenspiels?

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quelle: wikipedia

Zum Ursprung des Wortes Schafkopf gibt es eine Reihe mehr oder weniger fundierter Theorien. Die - spärlichen - Quellen weisen allerdings darauf hin, dass weder Spiel noch Wort bayerischen Ursprungs sind.

Eine mögliche Erklärung geht davon aus, dass man ursprünglich die (gewonnenen oder verlorenen, Einzelheiten sind hier unklar) Spiele mit Kreidestrichen notierte, welche sich zum Bild eines Schafskopfs zusammenfügten[4]; Erwähnung findet diese Sitte beispielsweise bei Friedrich Wilhelm Grimme.[5]

Der Autor Wolfgang Peschel vertritt hingegen die Ansicht, dass in früheren Zeiten auf den Deckeln (= Köpfen) von Fässern (oberdeutsch Schaff, vgl. Schäffler/Scheffel) gespielt (geklopft) wurde und die korrekte Schreibweise somit Schaffkopf wäre.[2][6] Diese war in Bayern bis etwa 1970 tatsächlich nicht selten zu finden, in jüngerer Zeit hat sich allerdings die Form Schafkopf weitgehend durchgesetzt; der erwähnte Erklärungsversuch zur Wortherkunft lässt sich durch die Quellen nicht belegen.

danke für den stern, tedharris

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Hi, siehe Link. Gruß Osmond http://www.online-schafkopf-lernen.de/schafkopf-geschichte.html Zitat: Es gibt sehr viele unterschiedliche Theorien über die Entstehung des Schafkopfspiels, doch keine davon wurde wirklich ernsthaft erforscht und nachgewiesen. Es gibt auch eine Ableitung, dass das Spiel tatsächlich etwas mit einem echten Schafskopf zu tun haben könnte, weil erfolgreiche Spiele mit Kreidestrichen zu einem Schafskopf verbunden wurden. Prof. Rosenfeld, Leiter der Bayerischen Staatsbibiliothek, hält diese Theorie für unwahr. Er ist der Meinung, dass es keinen Sinn machen würde, einen Schafskopf hinzukritzeln, den niemand als solchen erkennen könnte. Außerdem werde Schafkopf sowieso seit jeher um Geld gespielt und was solle dabei ein Schafskopf bedeuten. Der allgemeinen Meinung nach irrt hier Prof. Rosenfeld jedoch vermutlich, da diese Skizzen, mit Kreide gezeichnet, vereinzelt in alten Wirtshäusern gefunden wurden.

Einige Aussagen beruhen darauf, dass sich Schafkopf früher mit zwei „f“, also „Schaffkopf“ schrieb. Hierüber konnten bislang jedoch keinerlei Nachweise vorgelegt werden. Franz Ringseis erwägt in seinem „Bayerischen Wörterbuch“ die Meinung, dass dies die einzig richtige Schreibweise des Kartenspiels sei, weil „Kartenköpfe ausgeschafft werden“, liefert jedoch keinen Beweis hierzu. In allen bisherigen Überlieferungen aus früheren Zeiten wird Schafkopf mit einem „f“ geschrieben. Aus dem Jahre 1895 stammen die ältesten nachgewiesenen Spielregeln für den Bayerischen Schafkopf, die sich im „Schafkopf-Büchlein“ aus Amberg wiederfinden. Auch Johann Andreas Schmeller (1785-1852), ein damaliger bekannter bayerischer Sprachforscher, betitelt in seinem „Bayerischen Wörterbuch“ das Wort Schafkopf mit einem „f“.

Selbst Professor Hellmut Rosenfeld lehnt diese Theorie ab, dass das Wort Schafkopf von „schaffen“ kommen soll. Diesen Ausdruck würde man wohl beim „Watten“ kennen, wo „ausgeschafft“ wird, beim Schafkopfen jedoch ergebe das Wort absolut keinen vernünftigen Sinn.

Ebenso schwierig ist es auch, so allgemein vom „Bayerischen Schafkopf“ zu sprechen, wurden und werden doch in verschiedenen Regionen Bayerns auch ganz unterschiedliche Schafkopf-Varianten gespielt.

Das Kartenbild des „Bayerischen Schafkopf“, wie es heute üblich ist, erschien erstmals um 1810 und wurde dem Kartenfabrikanten Joseph Fetscher (1792-1824) aus München zugeordnet. Es enthielt 36 Karten, wie sie auch für ein Tarock-Spiel benötigt werden.

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