Woher stammt das Wort Hinduismus und was bedeutet es?

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4 Antworten

Kommt von dem Persichen Wort Hindu was der Name eines Flusses ist an dem die Religion gegründet wurde.

Wikipedia:

Zum Begriff



Der Indus, von dem sich das Wort „Hindu“ ableitet.

Der Hinduismus ist keine einheitliche Religion. Indologen und Religionswissenschaftler verwenden häufig den Begriff Hindu-Traditionen oder Hindu-Religionen. Der Begriff Hinduismus umfasst einen Komplex religiöser Traditionen und gesellschaftlicher Phänomene, die teilweise sehr unterschiedliche sozioökonomische, historische und geographische Bedingungen haben.[5]


Das Wort „Hindu“ stammt aus dem Persischen und bezeichnet im Singular den Fluss Indus (der im Sanskrit wiederum Sindhu heißt). Als geographische Bezeichnung kommt dieses Wort somit schon in den altpersischen Inschriften der Achämiden vor. Als die Griechen unter Alexander dem Großen
326 v. Chr. in den indischen Subkontinent vordrangen, bezeichneten sie
den Fluss „Indos“ und die Bewohner des Landes „Indoi“, wovon sich das
Wort Inder ableitet.


Mit dem Vordringen der Muslime in den Sindh ab 711/12 n. Chr. wurde die einheimische Bevölkerung Hindus und das Land als „Al Hind“ genannt. Dies hatte auch steuertechnische Gründe, da Nicht-Muslime eine zusätzliche Steuer zu zahlen hatten, die sogenannte Kopfsteuer.
Somit gab es im westlichen Teil Indiens ab dem 8. Jahrhundert zwei
Steuerkategorien: Muslime und Hindus. Diese aus der Steuerverwaltung
entsprungene Bezeichnung wurde von allen nachfolgenden
Herrscherdynastien weitergeführt, zuletzt von den Engländern, die die
Strukturen der Mogulverwaltung
übernahmen. Die Hindu-Identität konstruiert sich damit besonders durch
ihr Verhältnis zu den herrschenden Muslimen als Nicht-Muslime.[6]


In der englischen Kolonialzeit entstand die künstliche Unterscheidung zwischen „Inder“ im säkularen
und „Hindu“ im religiösen Sinn, im Unterschied zu Muslimen und
Christen. Davon abgeleitet entstand „Hinduismus“ als Sammelbegriff für
indische Religionen.[7]
Man bemerkte anfangs nicht, dass es sich um mehrere Religionen mit sehr
verschiedenen Vorstellungen handelte, da die Anhänger dieser Religion
absolut selbstverständlich und friedlich miteinander lebten.[6]


Innerhalb des Hinduismus gibt es monotheistische, dualistische und polytheistische
Richtungen, Gottheiten erscheinen als persönliche oder unpersönliche
Wesen. Die Hindu-Religionen verfügen weder über ein gemeinsames Glaubensbekenntnis
noch über eine zentrale Institution, die Autorität für alle Hindus
hätte. Nur einzelne Richtungen gehen auf einen bestimmten Gründer
zurück. Die Ausprägung der indischen Philosophie
und sogar die Gottesvorstellungen sind in den einzelnen Strömungen sehr
verschieden, auch die Ansichten über Leben, Tod und Erlösung (Moksha) stimmen nicht überein. Der Priesterstand kann sowohl dem Brahmanentum als auch niedrigeren Kasten angehören, teilweise besteht er auch aus sogenannten Unberührbaren. Für den persönlichen Glauben haben religiöse Lehrer (Gurus)
oft einen großen Stellenwert. Trotz aller Unterschiede können Hindus
der verschiedenen Richtungen weitgehend gemeinsam feiern und beten.
„Einheit in der Vielfalt“ ist eine oft verwendete Redewendung im
heutigen Hinduismus.



Vinayak Damodar Savarkar, der den Begriff Hindutva prägte

Als Gegenbewegung zum säkularen Staatsmodell, das von Mahatma Gandhi
als Lösung für die religiösen Konflikte, hauptsächlich zwischen
Muslimen und Hindus, gesehen wurde, zeigte die Entwicklung des
hinduistischen Nationalismus Ansätze einer Ideologisierung
des Begriffs, besonders zur Abgrenzung zu den Muslimen. Die
ideologischen Wurzeln dieses „politisierten Hinduismus“ liegen in der
neo-hinduistischen Bewegung des indischen Unabhängigkeitskampfes. Dieser
wurde mit dem Begriff Hindutva verbunden, der indischen Aneignung des Begriffs „Hinduismus“. Zu den führenden Ideologen zählt Vinayak Damodar Savarkar,
ein radikaler Befreiungskämpfer, der 1910 von den Briten
gefangengenommen wurde. Ziel der Hindutva-Bewegung ist die
(Wieder-)Erschaffung einer einzigen Hindu-Nation. Savarkar bediente sich
dabei des Rückgriffs auf eine „konstruierte“ gemeinsame Vergangenheit
aller Hindus.[8]


Artikel 25 der indischen Verfassung, welcher der Religionsfreiheit
und den diese einschränkenden Rechten des Staates gewidmet ist, enthält
in einer Zusatzbestimmung zu Absatz 2b die Präzisierung, dass der
Hinduismus auch Jainismus, Buddhismus und Sikhismus
umfasst. Damit folgt die Verfassung durchaus Savarkars Forderung, unter
Hindutva alle Religionen und Weltanschauungen zusammenzufassen, die auf
indischem Boden entstanden sind und Indien als ihr Heiliges Land
betrachten. Ursprünglich ging es vor allem darum, im Kampf um die
Unabhängigkeit und die künftige Machtverteilung eine möglichst große
Mehrheit von „Hindus“ gegenüber den Muslimen zu erreichen. Gegen diese
„Vereinnahmung“ als „Hindus“ haben sich bisher nur die Sikhs vor dem
Verfassungsgericht erfolgreich gewehrt.[9]


Selbst auf der zweiten von der Vishva Hindu Parishad
organisierten Welt-Hindu-Konferenz von 1979 konnten sich die Vertreter
verschiedener hinduistischer Gruppierungen, Kasten oder religiösen
Richtungen nicht auf eine gemeinsame Definition einigen. Immerhin
entwickelte man einen Sechs-Punkte-Kodex für alle Hindus: Wer Gebete (suryapranama und prarthana) spricht, die Bhagavad Gita liest, eine persönliche Wunschgottheit (Murti, wörtlich „Götterstatue, Bild“) verehrt, die heilige Silbe Om verwendet und das heilige Kraut Tulsi („Indisches Basilikum“) anbaut, der darf sich „Hindu“ nennen.[10] Doch diese Definition bleibt oberflächlich und wegen des Tulsi-Strauches zudem vishnuitisch gefärbt.[11]

Es gibt keinen Hinweis auf das Wort "hindu" in der alten vedischen Schriften. Der Begriff entstand aus den Versuchen der Perser, "Sindhu" auszusprechen, ein Fluss, der später von den Westlern als "Indus" ausgesprochen wurde. Es fließt durch das nordwestliche Indien und Teile von Pakistan

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