Woher nimmt sich die Institution das Recht Josef K. zu verurteilen und was hat Josef K. genau verbrochen?

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3 Antworten

Kafka zeigt eine undurchschaubare, anonyme Macht, die in das Leben von K. einbricht. Recht und Gesetz werden aufgehoben, es regiert Willkür. Der Mensch wird zum hilflosen Objekt der Macht. 

Das "Gericht" kann allerdings nur an denjenigen Menschen erfolgreich ansetzen, die schon zuvor durch ein verfehltes Leben und durch Schuldgefühle geschwächt sind. Josef K. lebte ein entfremdetes, steriles Leben ohne menschliche Nähe. Er vernachlässigt seine Mutter, hat nur flüchtige Kontakte zu einem leichten Mädchen und lässt sich von seiner Karriere auffressen. Deshalb kann er Opfer des Gerichts werden. 

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Es ist ja gerade das Beängstigende, dass man nicht weiß, welchen Verbrechens sich Josef K. schuldig gemacht hat und ob es  ein solches überhaupt gab. Damit ist dieser Roman eine Parabel, die auch gerade heute Gültigkeit hat. Alle haben Angst, keiner blickt durch. Die Globalisierung überfordert uns alle.

Kafkas paranoider Fantasie wird man mit Logik nicht gerecht, mit juristischen Fragestellungen schon gar nicht.

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Bei Kafka geht es doch gerade um den Irrsinn der undurchschaubaren Bürokratie.

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