Woher nimmt Gott/Allah sich das Recht über die Menschen (unter anderem mich) zu richten?

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38 Antworten

Die Frage ist in der Tat spannend. Kein Glaeubiger wuerde so eine Frage stellen, eben deswegen, weil es dem Glaeubigen selbstverstaendlich ist, dass Gott alle Macht und alles Recht hat.

Gott hat uns nicht gefragt, ob wir ueberhaupt leben wollen. Gott hat uns nicht gefragt, ob wir Junge oder Maedchen sein wollen. Gott hat uns nicht gefragt, ob wir ausgerechnet im 21. Jahrhundert leben wollen. Gott hat uns nicht gefragt, ob wir im reichen Deutschland leben wollen. Gott hat ebenso nicht gefragt, ob wir gesund oder krank, intelligent oder geistig behindert sein wollen.

Wenn man aufwaechst in einer Familie, wo die Eltern das Sagen haben, und in einem Staat, wo die Herrschenden Macht ausueben, erscheint es als selbstverstaendlich, dass man sich dem unterordnet.

Wenn man antiautoritaer oder gar nicht erzogen wird, ist man es nicht gewohnt, von anderen Menschen bewertet zu werden, geschweige denn verurteilt. Da erscheint es einem wohl als Anmassung, dass eine voellig fremde Person, Gott, sich da einmischt und den Richter spielen will.

Verstehen kann man die Rechte Gottes nur dann, wenn man sich klarmacht, dass wir uns nicht selbst geschaffen haben, und dass wir uns nicht selbst am Leben erhalten koennen. 

Auch wird das Gericht Gottes nicht willkuerlich sein, sondern im Menschen ist ein Gewissen. Glaeubige Menschen gehen davon aus, dass das Urteil Gottes und das Urteil unseres Gewissens identisch sind. Aber ich bin ja noch nicht mal gefragt worden, ob ich so ein Gewissen haben will. 

Und ich bin nicht gefragt worden, ob ich ein Mensch sein will - und nicht viel lieber ein Adler oder ein Engel, weil Fliegen frei macht. Und welche Fragen mich beschaeftigen oder welche Fragen mich nicht interessieren, welche Antworten ich gut finde und welche nicht, all das bin ich nicht gefragt worden.

Letztlich kann man solche Fragen also nur beantworten, wenn man sich ueberlegt, was fuer ein Bild ich vom Menschen ueberhaupt habe. Wo liegt unsere Freiheit und Selbstbestimmung? Und was ist uns einfach mitgegeben worden?

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Recht erwächst aus Souveränität, und Souverenität erwächst aus dem Einfluss auf exekutive Macht. Das ist in jedem Rechtsystem auf der Welt zu, egal wie gerecht oder ungerecht es ist: Wer die Macht hat, das Recht durchzusetzen, hat auch das Recht, zu richten.

In Deutschland ist die höchste Rechtsinstanz der Bundesgerichtshof, aber auch alle untergeordneten Rechtsinstanzen haben das Recht, über dich zu richten. Ihr Recht dazu nehmen sie durch die von der staatlichen Souverenität gewährten Macht: Wenn du dem Urteil eines Gerichts nicht Folge leistest, schalten sie die Exekutivbehörden ein und du wirst - im letzten Mittel mit Gewalt - dazu gezwungen. Wenn ein Richter dich verurteilt, kann er dich von einem Polizisten zum Beispiel abführen lassen. Wenn du ein Mordsochse von 230cm Körperhöhe und 190kg Kampfgewicht bist, dann werden es eben fünf Politisten sein, die dich abführen, aber letzten Endes hast du keine Chance, dich gegen die Macht des Staates zu wehren und bist ihr vollkommen unterworfen.

Überträgst du dieses Souveränitätsbewusstsein auf die Religion, so ist Gott in dieser Vorstellung der oberste Richter. Er braucht jedoch keine Polizisten, um dir seine Macht zu zeigen, sondern könnte durch seine göttliche Allmacht jedes Recht höchstpersönlich (bei Annahme eines personifizierten Gottes) durchsetzen. Daher hat er also das Recht: Er hat es, weil er es einfach selbst durchsetzen kann. Ein naiver Mensch könnte dir nun mit Hölle und Verdammnis oder damit drohen, dass dich irgendwann Gottes Blitz trifft, wenn du dich weiter so verhältst.

Doch von so einer Vorstellung bist du - wie ich hoffe und auch einmal stark annehme - weit entfernt. Vielleicht gehst du von Gott lnicht als Person, sondern lieber als eine rein moralische Größe aus. Dann hat Gott das Recht, über dich zu richten, weil du es ihm selbst - ob bewusst oder nicht - gewährst: Dein Gewissen sagt dir (in diesem Fall als Stimme Gottes), was richtig und falsch ist. Tust du etwas Falsches und bist dir dessen bewusst, dann quält dich dein Gewissen und du machst dir selbst, oder vielleicht machen dir auch andere Menschen so lange Vorwürfe, bis du die Sache, die du angestellt hast, wieder gut gemacht und dir die Menschen, die es betraf, verziehen haben. Dann wird Gott als moralische Größe, die in dir selbst wohnt, ebenfalls verzeihen. Somit bist es am Ende du selbst, oder viel mehr dein Unterbewusstsein, durch den Gott wirkt - also seine Exekutive.

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Obwohl in den Schriften steht, dass der jeweilige Gott über die Menschen richtet, würde ich das eher so sehen, dass eher das jeweils eigene Gewissen uns verurteilt. 

Ich sehe das so, dass man im irdischen Leben vielleicht noch lernen kann, das eigene Gewissen zu unterdrücken, wenn man schlechte Handlungen begeht oder begehen will, aber dass eben diese Unterdrückung des eigenen Gewissens im Leben nach dem Tod nicht mehr möglich ist. Wer dann im irdischen Dasein nicht gelernt hat, anderen ehrlich zu vergeben und damit auch sich selbst, wird dann im Leben nach dem Tod echte Schwierigkeiten haben, Frieden zwischen Bewusstsein und Gewissen zu finden. Dahingehend finde ich beispielsweise das Gleichnis vom unbarmherzigen Gläubiger sehr interessant. (Vgl. http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus18,23-35)

Wenn man also ehrlich zu vergeben lernt und darauf aus ist, von seinen Fehlern umzukehren, was hat man dann noch zu befürchten? Laut der Bibel ist der Glaube ohne Taten tot (vgl. http://www.bibleserver.com/text/EU/Jakobus2,14-26) und selbst die besten Taten ohne die Liebe nutzlos (vgl. http://www.bibleserver.com/text/EU/1,Korinther13,1-3), also ist vermutlich weniger relevant, an welchen Gott man glaubt, vor allem wenn diese sich ohnehin auf dieselbe Grundlage aus der Vergangenheit des Volkes Israel beziehen, als vielmehr das, was man in seinem Leben durch seine Handlungen bewirkt. 

Vielleicht siehst Du darin keine Antwort auf Deine Frage, aber vielleicht hilft Dir in diesem Fall dann weiter: Wer wenn nicht derjenige, der uns erschaffen hat, hätte eher das Recht dazu, über diejenigen zu urteilen, die er erschaffen hat? Der jeweiligen Schrift nach hat JHWH/Gott/Allah alles, einschließlich der Menschen erschaffen. Wer sollte dann eher als der Schöpfer seiner Schöpfung das Recht haben, über das, was Teil seiner Schöpfung ist, zu urteilen?

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Woher nimmt also Gott/Allah sich das recht über mich zu richten obwohl ich dem nie zugestimmt habe

Das tut er nicht, wenn du dem nicht zustimmst. Den sobald man nicht (mehr) an einen Gott glaubt, können Gläubige zwar noch viel quatschen, aber es kann einem alles völlig egal sein, weil man in der Überzeugung lebt, das es sowieso nur Märchen sind.

Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet Gott/Allah dich/ einen richtet, im Anbetracht das es noch über 3000 andere Götter gibt, sehr gering.

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Kommentar von danhof
16.08.2016, 08:05

Ihr immer mit euren 3.000 Göttern. Das ist wie "sonstige" bei den Wahlen.

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Gott richtet überhaupt nicht. Wenn er der Schöpfer ist und es außer ihm nichts gab, dann nahm er alles von sich selbst. Er hat aber keinen Grund, sich selbst zu verlobhudeln oder zu verdammen, auch nicht Teile von sich selbst.

Die Sache mit dem "Gott richtet" ist eine menschliche Erfindung, geschaffen von den Religionsfanatikern.

Als Christ sollte man auch gelesen haben, was Jesus dazu sagt, nämlich daß weder er richtet noch der Vater, sondern daß die Menschen schon gerichtet sind.

Jeder richtet sich selbst, entweder durch sein Gewissen oder dadurch, daß er sich infolge eigener geistiger Verirrungen seine Hölle selbst erschafft - was natürlich auch in Gemeinschaft mit anderen funktioniert.

Ebenso kann sich jeder auch seinen "Himmel" selbst schaffen, also ein erfülltes Leben, das zufrieden macht.

Gewisse Krankheiten, Folgen von Katastrophen usw. sind ein anderes Ding. Aber deswegen einem Gott Vorwürfe zu machen, ist zumindest so lange daneben geraten, wie wir nur nach dem urteilen, was wir alles noch nicht wissen im Vergleich zu dem wenigen, was wir zu wissen meinen.

Es gibt aber auch eine Gegenfrage. Angenommen, es werden intelligente Roboter gebaut, bei denen jeder Besitzer selbst auswählen darf, welche Programme in diesem Ding laufen. Hätte so ein Roboter das Recht, dem Benutzer Vorwürfe wegen der  Programme zu machen? Oder hätte der Anwender einen Grund, den Roboter zu verdammen, weil der Programme ausführt, die der Anwender dort installiert hat?

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Kommentar von MarkusKapunkt
16.08.2016, 09:38

Beim letzten Punkt musste ich kurz schmunzeln, weil ich meinen Computer tatsächlich schon oft verdammt habe, wenn er wieder mal nicht das gemacht hat, was er sollte. :-) Aber eine gute Antwort!

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bei dieser Frage geht es nicht darum ob ein Gott existiert

Ohne diese Frage geklärt zu haben, sind aber alle Fragen und Diskussionen (in)halt(s)los.

  • Wenn kein Gott existiert, ist die Frage sinnlos
  • Wenn Gott existiert, ist die Frage unzulässig

In anderen Ländern oder Zeiten kostete dich schon diese Frage das Leben.
Der Mensch macht sich gern mal zum Vollstrecker göttlicher Gesetze, selbst wenn's nicht so ganz exakt in der Heiligen Schrift steht. Macht aber Spasss, mal Menschen zu verbrennen.

Religionen sind halt so gestrickt, dass der Gläubige sich freiwillig in die Obhut Gottes begibt, und ihm zu dienen geneigt ist.
Klar, das gilt wohl eher für die abrahamitischen, bei anderen ist das ein bisschen anders, aber sinngemäß das selbe.

Wenn man gut über sie denkt und gut von ihnen redet, wird es dem Verehrer gut tun.

So funktioniert Religion.

Da kannst du nicht mit Argumenten rangehen.
Selbst wenn deine Eltern dich "erschaffen" haben, dann doch nur, weil Gott die Menschen erschaffen hat.
Da kannst du endlos im Kreis argumentieren.

Gott kann nichts nehmen, weil ihm alles gehört, oder er alles geschaffen hat, und alles mehr oder weniger geplant.
Du bist schon sein Schaf, und bist es immer gewesen. Oder Lamm, ist auch egal.

Mal den virtuellen Modus ausgeschaltet wirst du hier nur Beiträge von Menschen lesen, Gläubigen und Atheisten.
Und zwischen deren Beiträgen kann es keinen Kompromiss geben.

Ein Gott nimmt nicht, er hat alles, sogar geschaffen.
Dagegen kannst du nicht argumentieren.

Du kannst allerdings das Argumentieren lassen.
Und sogar das auf 2 Weisen, wenn ich das richtig überblicke.

Entscheide dich!

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Kommentar von danhof
16.08.2016, 08:19

Also der Antwort würde ich als Christ glatt zustimmen.

Nur dass der Christliche Gott kein Problem damit hat, wenn man ihn hinterfragt, anklagt und vielleicht sogar schon mal seine Zweifel hat. Jedenfalls nach allem, was ICH über ihn in der Bibel gelesen, in Predigten gehört, von anderen gehört und in Hauskreisen erlebt habe.

Natürlich ist es furchtbar, was Menschen zu allen Zeiten aus der Kostbarkeit Bibel und Neues Testament machen (Kreuzzüge, Hexenverbrennungen etc.)

Und sogar das auf 2 Weisen, wenn ich das richtig überblicke.

Welche denn? *neugierig*

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Gott richtet immer nur über die jeweiligen Gläubigen.  In den ganzen heiligen Schriften steht immer nur, für welche Sünden durch Gläubige jene gerichtet werden.

Dass Gott auch Ungläubige richten würde, steht nirgends. Da steht überall nur, Ungläubige seien sowieso ohne Gericht zur Hölle verdammt. Laut Katholiken trifft dies alle Nichtkatholiken und laut Islam trifft das alle Nichtmoslems. Ich vermute, beide haben recht.

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Salue Golem

Ich glaube, Deine Fragestellung ist falsch. Es ist nicht Gott/Allah, der über uns richtet, sondern seine "Fan-Clubs" auf Erden, egal ob dieser katholisch, evangelisch, jüdisch oder islamisch ist.

Die Mitglieder dieser "Fan-Clubs" glauben sich anmassen zu können, Gottes Willen genau zu kennen und an seiner Stelle ihre Auslegung auf andere Menschen anwenden zu können.

Wir Menschen wissen eigentlich ganz genau, was richtig oder falsch ist. Wenn wir dem Christlichen Glauben angehören, nennen wir es den "Heiligen Geist", wenn wir Atheisten sind, nennen wir es schlicht das gute oder das schlechte "Gewissen".

Es grüsst Dich

Tellensohn

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Kommentar von Mondlachen
15.08.2016, 17:02

Gott braucht die Religionen nicht, aber die Menschen brauchen sie (meistens). Menschen brauchen etwas wo nach sie sich richten können, wie ein Baugerüst. Trotzdem meinen sie die Alleswisser zu sein. Sogar Gottes Entscheidung zu wissen. Besonders wenn es den anderen betrifft. Gottes Entscheidung ist für uns kleine Menschen nicht vorsehbar oder gar erfassbar. Was für Kleingeister sind wir eigentlich. Trotzdem tönen wir laut und bringen uns gegenseitig um. Der einzige Trost ist, das wir nicht tiefer fallen können als in Gottes liebende Hände.

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Kommentar von danhof
16.08.2016, 08:11

Die Mitglieder dieser "Fan-Clubs" glauben sich anmassen zu können, Gottes Willen genau zu kennen

Na sicher, wie soll man denn sonst etwas von Gott erfahren? Gott hat sich bemerkbar gemacht durch die Bibel. Die können wir lesen. Und darin steht Gottes Wille.

Wir selbst sind keine Richter, das stimmt. Wir sollten uns also nicht anmaßen, über andere Menschen zu urteilen.

was richtig oder falsch ist [...] wenn wir Atheisten sind, nennen wir es schlicht das gute oder das schlechte "Gewissen"

Wie stellst Du dir das vor? (Das ist ehrlich gefragt, absolut keine Trollerei, nur Interesse) Heißt das, das gute oder schlechte Gewissen ist (Atheisten) angeboren? Hat sich das Unterscheidenkönnen von Gut und Böse evolutionär entwickelt? Sind das absolute, immer gleiche Erkenntnisse?

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Da liegst du völlig falsch mit deinen Überlegungen und deinem Konzept über Gott und du redest unverschämt über Gott. Woher nimmt er das Recht zu richten? Er ist der größte, gerechteste Richter. Er hat dich erschaffen. Er hat dich in schönster Gestalt erschaffen. Du gehörst zu den Geschöpfen der höchsten Stufe. Er hat dir das Augenlicht gegen. Würdest du es verlieren, könnte es dir niemand wiedergeben, denn Gott alleine. Jeden Tag gibt er dir kostenlos Sauerstoff und Versorgung und du bist undankbar dafür. Er hat natürlich das Recht dazu, dich zu richten. Er hat dich den Engeln bevorzugt und dir einen freien Willen gegeben. Darum bist du aber auch für deine Wahl irgendwann verantwortlich. Das Leben ist eine einzige Prüfung.

Nun kommst du und sagst: Ich habe ja nicht gesagt, dass ich geboren werden will und ich habe keiner Prüfung zugestimmt.
Doch hast du. Wir alle.
Vor der Schöpfung hat Gott die Engel und Tiere und Berge usw. gefragt, ob sie sich der Prüfung unterziehen wollen. Alle haben aus Ehrfurcht verneint, weil sie wussten, sie könnten diese nicht bestehen. Nur der Mensch in seiner Arroganz hat zugestimmt.

Du wirst sagen: Nein, ich habe nicht zugestimmt, ich kann mich daran nicht erinnern, zugestimmt zu haben. Ja, das kannst du auch nicht. Die Erinnerung daran wurde uns genommen. Erst am jüngsten Tag werden wir uns wieder daran erinnern können. Würden wir uns jetzt daran erinnern können, dann wäre es keine Prüfung.
Wenn du in einer Schule eine Prüfung machst, dann darfst du während der Prüfung keine Lehrbücher und Aufzeichnungen benutzen. Du musst dein Wissen im Kopf haben. Erst, wenn die Prüfung zu Ende ist, dann darfst du deine Mitschriften wieder öffnen und wenn du die Ergebnisse bekommst, dann kannst du sie vergleichen mit dem, was du vorher aufgeschrieben hast, aber während der Prüfung darfst du nicht nachsehen, was du aufgeschrieben hast.

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Kommentar von Cengiz21
16.09.2017, 10:57

Würde Gott sein Geschöpf quälen, würde Gott in diesem Moment mitleiden und auch sich selber quälen. Doch man könnte Gott trotzdem nicht böse sein. Und man könnte Gott auch nicht zur Rechenschaft ziehen, weil Gott die Gerechtigkeit in Reinform ist. Und würdest du Gott fragen, weshalb er das getan hat, würde er antworten: Einfach nur so! Er hat keine niedere Triebseele. Du bist sein Eigentum. 

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Meine Frage woher nimmt sich Gott bitte das recht dazu über mich zu richten obwohl ich dem nie zugestimmt habe.

1. Also das, was du gelernt hast, solltest du vllt. noch mal überdenken ...du kannst zwar daran glauben aber , es muss nicht so sein, ( das ist alles Auslegungssache ) ...Bibel ,Koran usw...

2. kein Gott richtet  über dich, nach deinem irdischen Tod , sondern du selbst wirst es tun, weil du einen eigenen Willen hast ( Übrigens haben  Tiere den auch )... , denn du hast dein Leben so gelebt  und nicht Gott... oder hat er dir gesagt ; du sollst dies tun und das lassen ?

Es wird auch gelernt das Gott manchmal direkten einfluss auf das Leben der Menschen auf der Erde nimmt.

Das bedeutet das es keinen Zufall gibt und die Dinge so laufen , wie sie nun mal laufen..., denn wir leben hier in der 3 dimensionalen Welt der Materie , die ihre eigenen Gesetze hat, ...alles was darüber hinaus geht ( Immateriell ) , führt uns  zu neuen Wegen der Erkenntnis und Entscheidungen...

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Das Recht, über Dich zu richten, kannst Du Gott nur selbst verleihen, ggfs. mit spiritueller Unterstützung von anderen Gläubigen. In der profanen Demokratie geschieht das über die kollektive Willensbildung. 

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Gott ist absolut und nicht von der Zustimmung Seiner Geschöpfe abhängig  .  Er ist das ewige Sein, aus dem du und jedes Lebewesen existierst - ob es dir passt oder nicht. Aus reiner Güte hat Er  dich auch für das ewige Leben mit Ihm bestimmt - ob es dir passt oder nicht. Und: Er wagt es, dich zu lieben - ohne dich vorher zu fragen! Liebe fragt im Allgemeinen nicht vorher, Liebe gibt.....

Weil das so ist, wird dich die Ewige Liebe, die Gott ist, nicht richten. Gott hat seinen Geschöpfen die Freiheit gegeben, ihn wiederzulieben oder nicht. Er zwingt nicht, er drängt sich nicht auf - obwohl er es könnte. Jemand, der Gottes Liebe begriffen hat, wird eine solche Frage wie die deine erst gar nicht stellen.

Das "Gericht" Gottes, das sich nach dem Tod vollzieht, ist die Akzeptanz der menschlichen freien Entscheidung. Wenn der Mensch in die Ewigkeit eintritt und im Lichte Gottes erkennt, wer Gott ist und wer er ist, wird er sich selbst das Gericht sprechen, das er in aller Klarheit als gerecht erkennt. Das kann ihm zur Freude und Seligkeit gereichen oder zur ewigen Gottesferne. Den Demütigen gehört das Reich Gottes, die Hochmütigen richten sich selbst.

Im übrigen: Deine Eltern haben dich nicht erschaffen. Sie haben wohl Anteil gehabt an der Schöpferkraft Gottes, deinen Eltern verdankst du dein irdisches Leben - allerdings auch nicht ohne die Zulassung Gottes. Gott aber gab dir eine unsterbliche Geistseele, die einmalig und einzigartig ist. Er gab dir das Leben und hat auch das Recht, es zurückzufordern, wenn die Zeit gekommen ist.

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Kommentar von earnest
15.08.2016, 19:27

Also, ich wurde meines Wissens ohne Zutun eines Gottes a) gezeugt und b) geboren.

Aber natürlich ist mein Wissen beschränkt. 

;-)

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Kommentar von Respawn618
17.08.2016, 17:05

Evolution, Kätzchen. 

Ob es Dir passt oder nicht.

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Weil er dich erschaffen hat (ob es dir passt oder nicht und auch egal, ob du das glaubst oder nicht) und deshalb erwartet er, dass du nach seinem Willen lebst. Aber du brauchst dir keine Sorge zu machen. Gott ist kein rächender Gott, denn er hat seinen Sohn auf die Erde geschickt, damit dieser unsere Schuld auf sich nimmt und Jesus ist für unsere Sünden am Kreuz gestorben. Deshalb ist er unser Bruder geworden und wir brauche keine Angst davor zu haben, nach unserem Tod im ewigen Fegefeuer oder ähnlichem zu landen.

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Hallo Golem999,

als Gott die beiden ersten Menschen, Adam und Eva erschuf, tat er das uneigennützig und sein Beweggrund war Liebe. Gott hatte Freude an seinem Leben. Daran wollte er nun irdische Wesen teilhaben lassen.

Diese wurden nicht instinktgesteuert geschaffen, wie die Tiere, auch nicht programmbestimmt roboterähnlich, sondern sie waren intelligent und konnten frei wählen, wie sie handeln wollten. Sie konnten tiefe Empfindungen verspüren, hatten Sinn für Humor und die schönen Künste, usw., usf., - eben Gott so ähnlich, dass Adam, wie die viel früher geschaffenen Engel, "der Sohn Gottes" genannt wurde (Lk 3,38).

Diese neuen Schützlinge Gottes mussten in die bestehende, von Gott bestimmte Ordnung eingefügt werden. Genauso wie die Engel im Himmel würden auch sie Gottes überragende Stellung im gesamten Weltall akzeptieren. Ihr Schöpfer wollte sie nicht als Verbrecher diskriminieren,  deshalb erließ er jetzt keine  Gesetzte  wie: Du sollst nicht lügen. Du sollst nicht betrügen. Du sollst nicht stehlen.  Du sollst nicht morden.

Die Respektierung seiner Weisungsbefugnis, besonders in der Frage, was gut oder böse sei, gut oder schlecht, Recht oder Unrecht, sollte gemäß 1Mo 2,17 durch den Gehorsam des Menschen gegenüber einem einzigen, leicht zu befolgenden Gebot bewiesen werden:   

16 Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen: Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, 17 doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon isst, wirst du sterben.

Warum sah  ein liebevoller, barmherziger Gott gleich die Höchststrafe für diese (wie viele sagen, banale Verfehlung, lässlichen  Mundraub) vor?

Gott wusste, dass ein vollkommener Mensch, der ein so klares Gebot übertritt, willentlich im Widerstand gegen Gottes Recht, "Der Gesetzgeber" in dem von ihm geschaffenen Universum zu sein, rebelliert und das auch weiterhin tun würde.

Ein lässiges, sentimentales Handeln hätte Zweifel an Gottes Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit, an seiner Befähigung und Zuverlässigkeit bei den Engeln u. a. geweckt. So folgte Gott seiner vollkommenen Gerechtigkeit und ließ bei den beiden undankbaren Übertretern den Verfallsprozess, das Altern und Sterben beginnen. So verloren unsere Ureltern die Aussicht auf ewiges Leben, ihr Erbe, das sie - hätten sie Gott nicht verlassen, um dem Satan zu folgen - an ihre Nachkommen, also auch Dich und mich, hätten weitergeben können.

Nun denkt ja Gott nicht so kleinkariert wie wir Menschen und fand einen Weg, die eigentlich todgeweihten Nachkommen Adams mit sich zu versöhnen, sie dem Tod zu entreißen und zum ewigen Leben zu bringen.

Das erreicht Gott durch seinen Sohn, Jesus Christus, wie dieser selbst erklärt, in Joh 3, 16-18  und 36 (EÜ):

16 Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. 4 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. 18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.  36 Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.

Für mich ist Gottes Recht , alles und jeden zu richten, auch mich, völlig klar, sozusagen naturgegeben. Er hat es als Lebengeber, Lebenerhalter und als Loskäufer  durch Jesus.

Grüße, kdd

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Ich möchte dir aus evang.christlicher Sicht antworten. Gott mischt sich nur in unser Leben ein, wenn wir ihn darum bitten. Er hat uns Menschen in dieser Existens den freien Willen gegeben. Das mit dem Gericht stellt sich meines Erachtens etwas anders da. Wenn wir das Erdenleben beendet haben, ist unsere Seele wieder frei. Sie ist nicht mehr den körperlichen Gegebenheiten unterworfen. Wir erkennen in unserem Lebensfilm eigenständig unsere Fehler. Auch die Schmerzen die wir wissend und unwissend anderen Geschöpfen zugefügt haben, werden wir selber spüren und nachempfinden. Somit werden wir über uns selber zu Gericht gehen. Die leiblichen Eltern zeugen nur das Gefäß für unsere Seele für diese Erdenerfahrungen.

Das große Gericht über die Lebenden und Toten wird erst beim jüngsten Gericht erfolgen. Christen haben einen Glauben an die Gnade Gottes. Allerdings ist diese trotz vieler Annahmen nicht zu erbeten, erarbeiten oder zu ergaunern.

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Wenn er dich richtet hast du was wirklich böses getan, gute Menschen werden nicht gerichtet. Weißt du was du in den letzten Leben so alles getrieben hast. Warst du ein guter Mensch? Man hat in jedem Leben die Chance sich für das Gute zu entscheiden, dazu muss ich auch sagen keiner kann über seinen eigenen Schatten springen. Das bedeutet wenn du früher ein schlechter Mensch warst wird es dir schwer fallen heute den guten Weg zu gehen.

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In deiner Frage steckt Vermessenheit: du hast überhaupt nicht darüber zu entscheiden, ob Gott dich richtet oder nicht. Du erwähnst in deiner Frage deine Eltern: sie sind im Fall deiner Ermordung nicht in der Lage sind, der Polizei zu sagen, dass sie gerne nicht verurteilt werden möchten. Der Prozess findet auch ohne ihre Zustimmung statt.

Und das Jüngste Gericht findet ohne deine Zustimmung statt. Lebe also so, dass das Urteil milde ausfällt.

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Kommentar von earnest
16.08.2016, 12:35

Ist dir eigentlich nicht aufgefallen, omikron, welche Vermessenheit in deiner Antwort steckt?

Du beanspruchst offensichtlich, im Besitz der Wahrheit zu sein und anderen daher Vorschriften machen zu wollen, wie sie ihr Leben einzurichten haben.

Ob es tatsächlich Götter oder einen Gott gibt, ist nicht von deinem Urteil abhängig.

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Was meinst du, Golem999? Wenn du ein teures Auto hast, oder ein anderes wertvolles Gerät – wirst du dich dann nicht an die Betriebsanleitung halten?

Gott ist der Schöpfer dieses ganzen Universums und auch von uns Menschen. Er allein weiß, wie alles gut funktioniert und wie wir gut miteinander leben können. Das sagt er uns in den Geboten, die er uns gegeben hat und auch durch unser Gewissen, vorausgesetzt, dass wir es nicht verbilden, weil wir selber bestimmen wollen, was gut und was böse ist.

Wir Menschen sind als die einzigen Geschöpfe mit Freiheit begabt. Freiheit bedeutet aber auch Verantwortung. Der Schöpfer hat uns gesagt, wir sollen nur ihn und keine Götzen anbeten. Warum? Gott allein garantiert unsere Freiheit. Die Götzen z.B. Macht, Besitz, … herrschen über uns. Sie nehmen
uns die Freiheit. Dann zählt nur mehr, was der Götze uns eingibt
und nicht mehr unsere Würde als freie Menschen. Weiters sagt er uns,
dass wir einander achten und gut zueinander sein sollen. Wir sollen
uns auch kein Bild über ihn machen, denn unsere Bilder stimmen
nicht, da wir begrenzt sind und er unbegrenzt. Er selbst sagt uns ja
und zeigt es uns auch wie er ist: er ist gut und wahrhaftig, er ist
Liebe. Unsere Gottesbilder sind aber häufig bedrohlich oder sie gaukeln uns einen harmlosen Opa vor.

Gott ist gut und barmherzig, aber er ist auch gerecht. Wenn nun jemand seine Mitmenschen (oder auch sich selbst) ausbeutet, die menschliche Würde mit Füßen tritt, sich und andere missbraucht, wenn nur mehr Gewinnmaximierung zählt – ist er dann nicht nur berechtigt, sondern sogar auch verpflichtet, von einem solchen Menschen Rechenschaft zu fordern, dass er sich nicht an die „Gebrauchsanweisung“ für das Leben auf der Erde gehalten und Böses in seine Schöpfung hineingebracht hat?

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Kommentar von earnest
16.08.2016, 09:20

Das sind - von vorn bis hinten - lediglich Behauptungen.

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Er ist das Recht.
Stell dir vor.
Du machst dir eine Figur jetzt kannst du die Figur in dein Zimmer stellen wenn dir dann aber auffällt das die Figur kaputt gegangen ist dann kannst du sie in eine Kammer stellen oder was du willst du hast sie ja gemacht. Und Gott hat noch viel mehr liebe zu seinen Geschöpfen als einer der Figuren macht. Vlt. Dummer Vergleich aber besser vorstellbar.

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Kommentar von Respawn618
17.08.2016, 16:22

Sehr dummer Vergleich. Stimmt.

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Kommentar von MoseRosental
17.08.2016, 16:54

Trotzdem weiß man was ich meine.

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Kommentar von MoseRosental
17.08.2016, 17:00

Dann stell dir vor du hast 10 Hunde und einer beißt dich ohne Grund. Der Hund der dich beißt muss erzogen werden. Bessere Vergleich?  

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Kommentar von MoseRosental
17.08.2016, 17:51

Hast du einen besseren Vergleich? Finde den Vergleich auch dumm weil Gott mit keinem zu vergleichen ist. Ich habs versucht...

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Wer glaubst du eigentlich vor Gott zu sein, dass du diese hochmütige Frage stellst? - Gott nimmt sich als dein Schöpfer ganz einfach das Recht des Stärkeren. Er ist seinen Geschöpfen und auch dir keine Rechenschaft schuldig und kann dich jederzeit zertreten wie einen Wurm. Auch dazu muss er dich nicht fragen. Du bist ihm ganz einfach ausgeliefert.

Ich habe bei der Antwort deinen Wunsch beherzigt, nicht darüber zu sprechen, ob es Gott gibt oder nicht. Dir scheint das aber selbst auch nicht klar zu sein, denn sonst hättest du so gar nicht fragen können. 

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Kommentar von earnest
15.08.2016, 19:32

Der Mensch als Wurm? Was hast du für ein Menschenbild?

Gott als Zertreter der menschlichen "Würmer"? Was hast du nur für ein Gottesbild?

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Kommentar von Respawn618
17.08.2016, 18:35

Abermals kann man hier gut sehen, wie sich die unverstellte Menschenverachtung der Gläubigen ihre Bahn bricht.

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