Woher nehmen deutsche Medien ihre vermeintliche moralische Überlegenheit?

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24 Antworten

Sofort nach der Wahl wurden Feindbilder geschaffen. "Der böse alte Mann, der die Jugend die Zukunft versaut"

Das ist zwar ein sehr plastisches Bild, aber deshalb wird es nicht unwahrer: 

  • Mehr als 70% der älteren Wähler haben sich für den "Brexit" entschieden. Je ländlicher, desto häufiger.
  • Mehr als 65% der jüngeren Wähler haben sich für "Bremain" entschieden. Je städtischer, desto häufiger.
  • Aber rund 45% der U25 sind gar nicht zur Wahl gegangen, weil ihnen das Abstimmungsergebnis völlig egal war. Und diese Gruppe stellte in Summe runde 10 Prozentpunkte.

Du siehst: Das Bild, dass die älteren die Zukunft für die Jungen festlegen, stimmt durchaus.

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Bleibt noch das "versauen":

Vor der Wahl wurden schon im Stundentakt Artikel mit Weltuntergangsszenarien bei Brexit veröffentlicht.

Nun, dann hast du jetzt Gelegenheit, diese Szenarien gründlich zu prüfen: 

  • Steuererhöhung? Check!
  • Rating-Abwertung? Check!
  • Keine Sonderregelungen mit der EU? Glaubt man Frau Merkel und einigen anderen in der EU-Kommission: Check! 
  • Arbeitsplatz-Abbau? Check!

Die ersten Konzerne, die - wie zu erwarten - in Großbritannien Arbeitsplätze abbauen werden, haben sich bereits geäußert:

  • Airbus
  • Ford
  • Visa
  • RyanAir
  • EasyJet
  • Virgin
  • JP Morgan
  • Morgan Stanley
  • Deutsche Bank
  • Goldman Sachs
  • CITY Group
  • SIEMENS
  • Lloyds
  • Vodafone

(Weitere werden folgen, denn BMW und verschiedene Hersteller prüfen derzeit noch die Lage.)

Warum ist unvorstellbar dass Menschen in anderen Länder auch glücklich leben und eine andere politische Sichtweise haben?

Hier gebe ich dir durchaus Recht. Es ist problematisch, wenn Dritte jemandem Vorschriften machen wollen, wie man zu leben hat; oder was man zu denken hat.

Doch das befreit nicht vom "Selbst Denken". Und wenn es allerdings wie ein Hase aussieht, wie ein Hase läuft und wie ein Hase riecht ... dann kann man wohl auch sagen, dass es ein Hase ist. Denkst du nicht?!

Insofern ist es - und hier muss ich die Medien wohl mal in Schutz nehmen, auch, wenn ich sonst gern und oft draufhaue - einfach schwer vorstellbar, dass jemand freiwillig sagt: 

"Hey, dieses ganze EU-Gedöns geht mir so sehr auf den Kranz, dass ich lieber arm und arbeitslos bin, als weiter in der EU zu bleiben."

Und wenn sich dann noch rausstellt, dass die Rechts-Populisten mit einem Haufen Lügen (350 Mio NHS) und falscher Versprechungen (Sonderregelungen für UK) die Wähler betrogen haben, ... nun, dann erwacht in manchen Menschen (und auch Journalisten sind Menschen) tatsächlich sowas wie Mitleid...

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Naja, wie sich zeigte, sind die Briten, selbst große Teile der Brexit-Befürworter, nun doch nicht so ganz glücklich mit dem Ausgang des Referendums. Nennen wirs doch beim Namen.

Das war der Versuch, ein möglichst knappes, Pro-Europa-Ergebnis zu erhalten, um mit Hinweis darauf, wie eng es doch war, weitere Extrawürstchen und Boni für GB durch zu drücken. Ging halt in die Hose.

Nur Wenige sind wirklich fanatische EU-Gegner und rechnen nicht nach, welchen Zugewinn die Mitgliedschaft im europäischen Binnenmarkt darstellte, zumindest wirtschaftlich.

Die Schwarzmalerei wurde von den einheimischen Brexitgegnern betrieben und ist auch nicht völlig haltlos. Das unsere Medien das so wiedergeben ist Berichterstattung. Sie denken sich ja nichts aus (zumindest nicht in diesem Falle) Was ich aus den Medien über das:

"Der böse alte Mann, der die Jugend die Zukunft versaut"

erfahren habe war, dass 65% der Jugend überhaupt nicht wählen war, damit also selbst an der Misere Schuld ist. Ich finde, da sind die Medien doch ziemlich treffsicher und überhaupt nicht einseitig? Sehe dein Problem nicht.

da war das ganze Land plötzlich von Nazis bewohnt

Also ein österreichischer Bekannter hat mir erst vor 2 Wochen mitgeteilt, das es Ihm ob der unverhohlenen Toleranz rechten Gedankengutes in ÖR Angst und Bange wird.

Seine Nachbarn meinten wohl auch, "so ein kleiner Adolf wäre in der jetzigen Situation gar nicht so verkehrt." 

Und Ihm begegnen wohl öfter solche Äußerungen in letzter Zeit. Das heisst natürlich nicht, das ÖR voll von Nazis ist, aber zumindest ist das Thema dort auf dem Tisch.   Wie auch bei uns, wir nennen es nur nicht Nazi, sondern "besorgter Bürger".

und meinen nur wir in Deutschland machen alles richtig?

Naja, den Schuh kann sich ganz Deutschland anziehen, nicht nur die Medien (und da gibt es durchaus welche, die deiner Aussage wehement und berechtigt widersprechen würden)

Aber alle Bürger hier "wussten" doch, wie faul und unfähig der Grieche sei, weil er Pleite ist und auch noch selbst daran schuld. 

Fast alle Deutschen glauben, wir wären die Einzigen die wissen wie es richtig geht. Keiner schaut, das wir Ursächlich für die Probleme in den anderen Mitgliedsstaaten sind.

Nur ein Beispiel von unzähligen.

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Die "Bösen" sind immer die anderen. Die Medien wollen gekauft werden und mit Berichten, die besagen "Wir Deutsche (ich und du) sind Sche!sse" wird das nix. Das will kaum einer lesen/sehen. "Wir sind toll und die anderen doof" verkauft sich viel besser.

Wenn du die englischen, türkischen, russischen, polnischen, etc. Medien anschaust wirst du feststellen, dass da ganz oft die Deutschen die Bösen sind, die ganz Europa z.B. mit ihrer Flüchtlingspolitik in den Abgrund reißen. Es ist überall das gleiche. Das ist kein rein deutsches Problem. Immerhin kann man hier aber noch kritisch schreiben, was manche auch machen. In anderen Ländern sieht es da anders aus. Da kann man gar nicht mehr schreiben wie man will.

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Wo ist da eine vermeintliche moralische Überlegenheit?

Wenn ich über den Brexit berichte und von den Meinungsforschern die Auswertung sehe, dass unter den älteren der Anteil der Brexit Befürworter höher ist udn unter den jüngeren der Anteil der Brexit Gegner höher ist, dann ist das eine Darstellung von Tatsachen. Kein Urteil.

Der Rechtsruck in Polen bei der letzten Wahl, die Folgen für Fernsehen, Verfassungsgericht usw. sind doch Tatsachen.

Natürlich gibt es dann auch Kolumnen, oder Meinungen von Redakteuren.

Wenn ich in die britischen, spanischen und weiteren Zeitungen sehe, oder das dortige Fernsehen, ist es nciht anders.

Auch die türkischen Zeitungen sollen ziemlich scharf berichten (da muss ich mich auf andere verlassen, die die Sprache können.

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Es geht hierbei weniger um moralische Überlegenheit - so moralisch geht es im realen Leben garnicht zu - sondern um Schuldzuweisung, als Ablenkungsmanöver, um so die Herrschenden  mit all ihren Fehlern und Gebrechen, aus der Schußlinie rauszunehmen. Aufgabe der Medien ist es, wie in der Politik eben auch, bestimmte Interessen zu artikulieren, auf dass diese ideologisch untermauert werden. Da die Interessen von "Krupp" andere als die von "Krause" sind, muß eben manipulierend nachgeholfen werden. Die allgemeine Taktik: stets das Allgemeine, stets die Allgemeinheit meinend vortragen, dabei die Partikularinteressen verschwigen, damit`s nicht auffällt, wie windig und herrschaftskonservierend alles doch ist. 

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Im Grunde ist es ganz einfach:

Fast die ganze Presse ist in den Händen von Springer und Burda. Beide Häuser haben Merkel größtmögliche Unterstützung zugesagt. Hier ist also von freier Presse kaum zu schreiben. 

Hinzu kommt, dass manche Chefredakteure in Aufsichtsräten und so sitzen. Bei Wirtschaft, die gerne zur Rüstungsindustrie gehört. - Lässt sich recherchieren. - Hauptinteresse der Rüstungsindustrie ist es, Unfrieden zu schaffen und damit potentielle Absatzmärkte. Ein Zerbrechen der EU gehört sicherlich mit dazu. 

Weiter ist niemals auszublenden, dass sehr früh nach Ende unseres letzten Blutrausches die Westalliierten sich einig waren, Russland als Feindbild aufzubauen. Woraus der sogenannte Kalte Krieg entstand. Die amerikanische Paranoia gegenüber allem Sozialen ist ja bis heute sehr stark politikbeeinflussend. Und danach richtet sich gerne auch eine Mehrheit in unserem Land. 

ARD und ZDF wagen nur selten, ihrer tatsächlichen Aufgabe nachzukommen. Zu sehr sitzt ihnen wohl noch der in den Knochen, welch massiven Schaden Politik in ihren Aufsichtsräten anrichtete. Aber immerhin: Hier und da traut sich die ARD, Arte ist da eh freier, 3Sat kann auch hier und da

und unter dem Strich ist und bleibt dradio das neutralste und empfehlenswerteste Medium. 

Davon abgesehen ist ratsam, nicht nur diese Medien zu nutzen. Die BBC hat auf alle Fälle auch Beiträge in Deutsch. Dann haben wir die Schweiz und Österreich, welche in unserer Sprache ausstrahlen. 

Sender in anderen Sprachen lassen sich online tatsächlich mit kostenlosen Hilfsmitteln nutzen. Davon gibt es verschiedene. 

Allgemein scheint nach meinem Erleben der gemeine Deutsche in einer Wahnvorstellung gefangen die schon älter ist. ABER, wir sind auch eines jener Länder, wo eine starke und aktive sogenannte Wurzelbewegung nachgewiesen werden kann. 

Aus dieser sprießen dann sogenannte digitale Kanäle. Manche sind auf youtube zu finden, weitere als einzelne Seite, Blog und so fort. Nimm Dir gerne mal die Zeit und durchstöbere das Netz danach. 

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Es gibt halt überall einzelne "Nestbeschmutzer", nicht nur in Deutschland. Du machst es mit deiner pauschalen Beurteilung nicht anders. Es wäre gut, wenn du dir Gedanken machst, weshalb die jüngere englische Generation mehrheitlich gegen "Brexit" gestimmt hat, statt die Schlussfolgerung z. Bsp. der deutschen Presse gleich zu verteufeln.

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ich denke, dass es nicht um moralische Überlegenheit geht sondern um Geld - die Medienvertreter glauben, dass sich Schlagzeilen wie "Brexit - das Ende Europas" besser verkauft als "Großbritannien geht - niemanden interessiert's"

es geht immer darum, einen Weltuntergang zu zeichnen, aber die "alternativen Medien" im Netz machen ja das selbe. Pausenlos steht bei Ken Jebsen ein nächster Atomkrieg bevor. Selbst beim Brexit hat er jetzt gesagt, dass der Austritt von GB aus der EU ein Hinweis auf einen baldigen Krieg in Europa sein werde. Dann holt er sich einen "Experten", der dann immer ja und amen sagt und schon stehen wir kurz vor einem riesigen Krieg. ich bekomme sowohl bei den klassischen als auch bei den alternativen Medien pausenlos Kopfschmerzen, weil man deren Argumentation jederzeit zerpflücken kann...

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Die Medien sind nicht Moralisch überlegen. Die Medien sind eine Ablenkung um das Volk bei Laune zu halten. Egal ob Migranten, Wahlen, Schweinepest, Griechenland, Terroranschläge alles wird ausgeschlachtet um von den Wirklichen Problemen abzulenken.

24000 Menschen verhungern Täglich, 19000 Menschen sterben in Deutschland durch Behandlungsfehler (pro Jahr), 1,5 Mio Analphabeten zwischen 19 und 29 in Deutschland, die HRE ( Bank) wird mit 45 Milliarden gerettet aber für Schulen haben wir kein Geld, u.s.w.

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Medien dienen vor allem auch zur Unterhaltung. Man will Quoten erreichen und dafür übertreiben sie und versuchen interessante Schlagzeilen zu machen. 

Die Artikel müssen spannend gestaltet werden usw. Das ist keine moralische Überlegenheit sondern einfache Vermarktung. 

Es gibt im Internet ein sehr breitgefächertes Angebot an guten Seiten, die ihre Nachrichten etwas objektiver als die "deutschen Medien" senden, wenn man Interesse hat dann sucht man sich eben genau die aus. 

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Wenn dir Meinungs- und Pressefreiheit nicht passt und die sich in der bloße bestätigung deiner eigenen Ansichten erschöpft, dann kannst du doch gerne nach Russland oder in die Türkei auswandern oder wo immer du glaubst, besser informiert zu werden.

"Deutsche Medien" nehmen gar nichts. Es berichten immer noch einzelne Journalisten, eben auch über problematische und kritische Aspekte von Entscheidungen.

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Ich springe nicht auf den "Brexit"-Zug auf, sondern warte erst einmal ab.

Nachrichten schaue und lese ich seit langem nur nebenher.
Aus dem Grund lasse ich mich auch nicht von irgendwelchen "moralischen Dingen" (groß) beeinflussen.

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Tut mir leid, aber ich kann deiner Einschätzung nicht folgen.

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Ich finde deinen Beitrag, in Ermangelung eines besseren Wortes, rassistisch! Es ist eine Frechheit, das, was du "vermeintliche moralische Überlegenheit" nennst, nur auf deutsche Medien zu reduzieren.

Schon mal einen Blick in eine englische Zeitung geworfen? Oder kannst du kein Englisch?

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Kenne kein deutsches Berichte erstattendes Medium welches solch eine Einstellung an den Tag legt. (Stichwort Moralische "Überlegenheit"...)

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Die deutsche "Medienlandschaft" stellt in Verlogenheit und Selbstzensur jede Diktatur a la Nordkorea in den Schatten. Wenn man von der veröffentlichten Meinung das Gegenteil nimmt, dann kommt man der Realität ziemlich nahe.

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earnest 29.06.2016, 23:00

Was für ein Unfug.

Von vorn bis hinten. 

Nicht, dass ich dir wünschen würde, die Verhältnisse in Nordkorea kennenzulernen, aber ...

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Mit Chi-Chi und heile Welt ist nunmal nichts auszurichten.
Bissl "haudrauf"-Journalismus sorgt für Auflage und damit Umsatz.
Nichts ist so alt wie eine Nachricht von gestern.

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Woher kommt bloß das moralische Unterlegenheitsgefühl, das du hier an den Tag legst?

So schlimm ist es doch gar nicht. OK, deine Feindbilder sind etwas lächerlich, und deine Gefülsstürme gelten anderswo schon als paranoid, aber du darfst doch hier alles sagen! Im Rahmen der Gesetze, versteht sich, aber das lernst du dann später auch noch.

Die meisten Menschen, wenn sie beginnen zu lesen und dann sogar erste Anzeichen für ein Interesse an Politik zeigen, fangen übrigens mit kindgerechten Medien an.

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Kometenstaub 28.06.2016, 10:34
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karapus001 28.06.2016, 12:52
@Kometenstaub

Die meisten Menschen, wenn sie beginnen zu lesen und dann sogar erste
Anzeichen für ein Interesse an Politik zeigen, fangen übrigens mit
kindgerechten Medien an.

Da fragt man sich dann, ob den Kindern auch nicht die Meinung und Ideologie reingesteckt wird? Bei ZDF tivi z.b. habe ich schlechte Erfahrungen gemacht und wird genauso Gehirnwäsche betrieben, wie bei ihren ARD, ZDF Kanälen. So wirklich neutral ist ZDF tivi nicht.

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Mich wundert vielmehr, woraus Menschen wie Du die "moralische Überlegenheit" des (angeblichen) Besserwissers nehmen. 

Das halte ich für eine der wenig erträglichen Tugenden, die in Deutschland hin und wieder anzutreffen sind.

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Vierjahreszeit 28.06.2016, 09:32

Aber "wenig erträgliche Tugenden" gibt es sicherlich nicht nur in Deutschland.

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CamelWolf 28.06.2016, 09:41
@Vierjahreszeit

Da hast Du 100%ig recht. 

Aber wir Deutschen (auch die Jüngeren) sind auch die Meister der Übertreibung. Entweder Links-Autonom oder auf AfD-Wutbürger-Niveau, wenig in der Mitte. 

Beispiel: Unsere Bundeskanzlerin, die unaufgeregt und besonnen handelt, wird von den Einen als "Aussitzerin", und im selben Augenblick von den Anderen als "EU-Diktatorin" geschimpft.

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Unsinkable2 28.06.2016, 10:29
@CamelWolf

Aber wir Deutschen (auch die Jüngeren) sind auch die Meister der Übertreibung. Entweder Links-Autonom oder auf AfD-Wutbürger-Niveau, wenig in der Mitte. 

Wenig in der Mitte? Die deutsche Mitte ist die radikalste Extreme überhaupt.

Und sie lässt es auch gern mal so richtig krachen (s. Hitler, der nur dank ihrer Hilfe möglich war).

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CamelWolf 29.06.2016, 13:37
@Unsinkable2

Da kann man jetzt natürlich einige Totschlagargumente draus ableiten. 

Am Ende gilt für mich nicht nur die Lehre aus der Geschichte sondern auch die der Gegenwart. Und da tut sich mancher leicht, seine Wahrnehmungsstörungen als politisches Statement zu verkaufen.

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Das Moralisieren ist eine der Untugenden der öffentlichen Debatte in Deutschland. Es wir oft nicht sachlich-kühl argumentiert, sondern das Thema unter dem Gesichtspunkt "gut-böse" abgehandelt. Beispiel ist auch die Einwanderungsfrage. Fast nie wird mit Argumenten gearbeitet, warum es z. B. sinnvoll sein soll, hunderttausende unqualifizierte junge Moslems ins Land zu lassen. Kritiker werden schnell als unmoralisch, böse, dumm etc. abgestempelt. Dass fast alle anderen Länder ganz bewusst und mit einigen recht guten Argumenten einen anderen Weg gehen, wird ignoriert oder als "böse" hingestellt. 

Wie die veröffentlichte Meinung auf den Volksentscheid in GB reagiert, zeigt dasselbe Muster. "Wir" wissen, was gut für GB ist, das dumme britische Volk nicht. Da wird aus Moralisieren ein klarer Angriff auf demokratische Grundsätze. Das Volk hat entschieden, Punkt. Dass die EU-Größen das nicht akzeptieren wollen, zeigt, dass die EU genau so ist, wie die Kritiker sie dargestellt haben.

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atzef 28.06.2016, 08:33

Inwiefern wollen die "EU-Größen" den Brexit "nicht akzeptieren"? Wer hat gesagt, man solle die Briten nicht aus der EU lassen? Welcher EU-Politiker stellt das Ergebnis des Brexit in Frage? Haltloses Geschwafel. Falsche tatsachenbehauptung. Vo Petry lernen, heißt offensichtlich falsche Tatsachebehauptungen aufstellen z lernen. :-/

Und natürlich gibt es auch Argumente für die Aufnahme von Flüchtlingen. Nur eben andere, als du sie hören möchtest. Bei der Aufnahme von Flüchtlingen geht es nämlich nicht um irgendein betriebswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Kalkül, sondern um Hilfeleistung angesichts einer humanitären Katastriophe.

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AalFred2 29.06.2016, 09:27
@hutten52

Mann, dass ist ja ungefähr das beste Argument, was mir seit langem unter gekommen ist.

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hutten52 29.06.2016, 15:13
@AalFred2

Anhänger der Willkommens-Sekte sind durch Argumente nicht erreichbar. 

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AalFred2 30.06.2016, 08:27
@hutten52

Anhänger der Willkommens-Sekte

Wer soll das sein?

Argumente

Wenn die Menschenfeinde denn welche hätten, ausser ich will vom meinem Wohlstand Menschen in Not auf keine Fall etwas abgeben.

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hutten52 30.06.2016, 09:51
@AalFred2

Nun, eine Sekte ist eine Glaubensgemeinschaft, die 

a. ein klares Feindbild des "Teufels" hat, hier: "die Menschenfeinde" genannt, oft auch unter den Namen "Rassist", "Nazi", "Islamophober" oder "Fremdenfeind" bekannt,

b. einem Propheten folgt, hier: Mutter Angela,

c. von der eigenen moralischen Überlegenheit tief durchdrungen ist,

d. für rationale Argumente von z. B. Helmut Schmidt, dem Dalai Lama, den Professoren Sinn, Raffelhüschen, Heinsohn, Paul Collier nicht mehr erreichbar ist,

e. ihre eigenen Glaubenssätze und Symbole hat. Hier: "Kein Mensch ist illegal", "Refugees welcome", "Unsere Stadt ist bunt", "Wir schaffen das". Diese Glaubenssätze sollen möglichst täglich mehrfach aufgesagt werden, evt. mit einem Rosenkranz als Hilfe. 

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AalFred2 30.06.2016, 10:06
@hutten52

Okay, dann gehöre ich nicht dazu und warte auf deine Argumente.

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