Woher kommt weiberfastnacht? :) Und was hat es mit Karneval zu tun?

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Es gibt zwei verschiedene Erklärungsversuche. Manche behaupten, dass dieses Brauchtum von den Waschfrauen aus dem Bonner Vorort Beuel stammt. Die Frauen nutzten den „schmutzigen Donnerstag“, die heutige Weiberfastnacht, um zu feiern. Die Bezeichnung „Schmutziger Donnerstag“ kommt nicht von unserem Wort „Schmutz“, sondern aus dem hochalemannischen „Schmotz“, was soviel bedeutet wie „fetter oder feister Donnerstag“. Dieser Ausdruck entstand, weil der Donnerstag vor dem Karnevalswochenende die letzte Möglichkeit war, vor den österlichen Feiertagen war noch einmal Fleisch zu essen. An diesem Tag schlossen sich alle verheirateten Frauen zusammen. Aufgrund ihres Familienstandes waren sie ehrbar und „ratsfähig“ und wurden Möhne genannt. Ausschließlich Möhnen hatten Zutritt zum Damenkomitee. Die Frauen beschlossen, Feste zu veranstalten, bei denen sie, zwar befristet, aber dennoch das Recht hatten, über die Männer zu bestimmen. Die Waschfrauen beschlossen, zum ersten Mal « nicht nur Ihre Wäsche sondern auch ihre Männer in die Mangel zu nehmen ». Seitdem dürfen die Frauen an diesem Tag die Macht über die Männer ergreifen und zum Zeichen ihres Aufbegehrens den symbolischen Kastrationsakt begehen. Einen Tag lang, nur einen Tag lang.

Andere meinen, dass es den Brauch, wie wir ihn heute kennen, erst seit 1945 gibt. Denn erst zu dieser Zeit fingen die Sekretärinnen in den Ministerien der damaligen Hauptstadt Bonn an, den Männern die Krawatten abzuschneiden.

In einem Punkt sind sich aber beide Parteien einig: Die Krawatte ist ursprünglich ein Zeichen der Männlichkeit und das Abschneiden der Krawatte soll zeigen, dass die Frauen an diesem Tage die Macht inne und das „Sagen“ haben. In diesem Sinne, liebe Frauen: Es lebe Weiberfastnacht!

http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20070214234724AA27S3v

Ich bin aus Beuel und kann es bestätigen.

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„Die Vorfeier des Carnevals begann mit dem sogenannten Weiberfastnacht am Donnerstag vor demselben. Dann herrschte die ganz eigentümliche Sitte, dass Frauen und Mädchen sich untereinander die Hauben abrissen, was man Mötzenbestohl nannte. Nachmittags bewegte sich der Bellegeck, eine echt kölnische Maske, mit vielen Schellen behängt, in den Straßen herum […]“

– Abschnitt „Der Carneval in Köln vor 1823“ aus Köln Walters Werk

http://de.wikipedia.org/wiki/Weiberfastnacht

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