Woher kommt unsere sexuelle Orientierung?

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22 Antworten

Guten Tag fans4beyonce,

wie andere Antworten verraten, gibt es viele Meinungen. Ich bin 76 Jahre und habe mir die meinige erarbeitet. Die Genetiker haben festgestellt, dass alle überlebenswichtigen Voraussetzungen bei Lebewesen genetisch fixiert sind. Die Fortpflanzung ist für die Erhaltung der Art unabdingbar. Das geht aber nur über die Vermehrung aller einzelnen Individuen dieser Art. Damit ist auch die Festlegung auf ein bestimmtes sexuelles Verhalten eine in den menschlichen Genen festgelegte Vorgabe.

Tiere haben für solches abweichendes Verhalten keine uns bekannte Bezeichnung. Wenn unser Rüde versucht, weil in der Nähe die Duftspur eine läufigen Hündin zu wittern ist, einen anderen Rüden zu bespringen, ist das für die Vermehrung unsinnig. Wer mal gesehen hat, wie in einer Rinderherde von nur Kühen die eine oder andere auf eine gleichgeschlechtliche aufsteigt, wird verstehen, dass da kein Kalb gezeugt werden kann. Die genannten Erscheinungen signalisieren nur Paarungsbereitschaft.

Weil wir Menschen gewöhnlich denkende Wesen sind, suchen wir Begründungen. Für mich gibt es eine im Zusammenhang mit deiner Frage. Allmutter Natur hat eine in allen Bereichen ihrer Schöpfungen zu findende Eigenheit: es gibt die Möglichkeit zur Veränderung, zur Mutation. Homosexuelle und Lesben sind seit Jahrtausenden bekannt. Sie haben auch schlimmste Verfolgungen erduldet. Weil sie - lieben! Sie lieben Personen vom gleichen Geschlecht! Nur die Umgebung hat dafür Begriffe festgelegt, welche sich an der damit verbundenen sexuellen Orientierung festklammern!

Meine Meinung: diese Personen, unter ihnen auch bekannte Persönlichkeiten - haben von Allmutter Natur den nirgends aufgeschriebenen Auftrag, die Menschheit zu verändern, zu verbessern. Bei anderen gibt es andere genetische Abweichungen - auch mit diesem Ziel. Mal kommt etwas besseres dabei heraus - häufig auch nicht. Mit allen den genetischen Versuchen "spielt" Allmutter Natur wahllos. Denn jede/r anders Fühlende kommt aus dem Schoß einer Mutter, welche selbst nicht Lesbe war und sie hatte zumindest im Moment der Zeugung einen nicht homosexuellen Partner.

Es gibt hier auch Zwischentöne. Lesben, die sich haben schwängern lassen, weil sie Mutter werden wollten. Homosexuelle, welche sich gegen ihre Gefühlswelt auf eine Ehe mit einer Frau eingelassen haben und mit ihr Kinder zeugten, weil das gesellschaftliche "Norm" ist. Das ändert aber nichts an meiner Meinung. Die dem Veränderungsstreben der Natur zum Opfer gefallenen "anders Fühlenden" existieren, haben Recht darauf, als Personen anerkannt zu werden. Was ich mir wünsche: weniger Rummel darum mit Love-Paraden und so. Denn, obwohl daran unschuldig, sind sie mit dieser Art zu leben für den Bestand der Gesellschaft unproduktiv.

Bleibe recht gesund!

Siegfried

Hier: http://www.welt.de/wissenschaft/article111946147/Forscher-erklaeren-Mysterium-der-Homosexualitaet.html Die Studie ist relativ neu, stammt aus dem Dezember. Ob das noch aktuell ist/nicht widerlegt wurde, kann ich nicht sagen, es ist aber das Letzte, was ich zu dem Thema mitbekommen habe. :) So oder so glaube ich, dass das was rein genetisches bzw. durch den Mutterleib beeinflusstes ist. Wenn es von der Erziehung käme, würde mich das doch sehr wundern.

Die sexuelle Orientierung entwickelt sich zum größten Teil von ganz alleine im Laufe des Lebens. Durch Erziehung, durch die Normen der Gesellschaft bzw. sozialen Gruppe in der man lebt, wird zwar eine gewisse Richtung vorgegeben.... aber das bedeutet noch lange nicht das der einzelne Mensch auch genauso empfindet wie es ihm/ihr vorgeschrieben wird.

Habe gerade in einer Studie zu dem Thema gelesen das es viel mit den Genen zu tun hat. Also das es dann doch der Anfang findet im Mutterleib.

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@fans4beyonce

viel mit den Genen zu tun hat.

Wie sollen "Homosexuelle" Gene denn weitergegeben werden?

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@xD4v1dx3

Über die heterosexuellen Geschwister, Du Intelligenzbestie. Ist doch ein alter Hut.

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Die Ansätze sind ja, wie in der Frage schon eingangs beschrieben, biologische/genetische Disposition vs. Sozialisation oder beides. Ich würde sagen, dass beides die sexuelle Orientierung beeinflussen kann, gebe dem sozialen Umfeld und den Erfahrungen, die ein Mensch (zufallsabhängig) macht, aber tendenziell etwas mehr Bedeutung.

Ich bezweifle, dass die Frage entweder genetische Veranlagung oder soziale Prägung durch Studien abschließend geklärt werden kann.

Vermutlich wird es Studien geben, die aber meiner Ansicht nach nichts aussagen können, weil die, die uns wirklich Auskunft geben könnten, nicht befragt werden bzw. nicht wahr antworten würden.

Ich habe Vierjährige kennengelernt, die sexuell so aktiv waren, dass ich rot geworden bin und ich habe 30jährige kennengelernt, die sogar schon Kinder geboren hatten, aber sexuell noch überhaupt nicht erwacht waren.

Was die sexuellen Vorlieben betrifft, so glaube ich, dass es sich um eine Mischung handelt. Teils aus früheren Leben, teils aus Erlebnissen, wobei ich Letzterem den Hauptgrund gebe. Wir werden ja denkbar schlecht auf den Umgang mit dem anderen Geschlecht vorbereitet, wodurch es nur selten zu einer harmonischen Beziehung kommt. Also fühlt man sich zu der Art, die einem bekannter ist mehr hingezogen. Oder was die körperliche Nähe betrifft, so kann diese ja beim gleichen Geschlecht eher zustande kommen als beim anderen. Im Grunde genommen muss man sich wundern, dass es überhaupt noch Beziehungen zum anderen Geschlecht gibt, so gründlich, wie man uns dies vermiesen will. Hinzu kommt noch die Werbung, die uns beibringt uns mit künstlichen Duftstoffen einzustäuben, damit auch wirklich keinerlei Eigenpersönlichkeit mehr da ist.

Bei mir ist das einfach. Ich bin so auf das Weibliche fixiert, dass ich jahrzehntelang gar nicht gemerkt habe, wenn sich ein Mann für mich interessiert hat. Ich mag den Duft der Frauen, was nichts mit dem Parfum oder der Seife, die sie benutzen zu tun hat und ich hatte das Glück Partnerschaften mit wirklichen Frauen zu haben, die keine Emanzipation brauchten um ihre Weiblichkeit voll leben zu können, weil sie mit ihrer Weiblichkeit alles beherrschten ohne zu herrschen. Es war schön für diese Frauen der männliche Teil sein zu können, sie zu beschützen, obwohl sie keinen Schutz brauchten, sich zu ergänzen und ihren wunderbaren Duft zu genießen. An dieser Stelle noch einmal Dank an alle wirklichen Frauen, dass es euch gibt, dank an die Schöpfung, die euch geschaffen hat.

Ich glaub, die steht schon recht früh fest. Bei meinem Cousin hat sich das schon sehr früh abgezeichnet. Zumindest glaube ich das, denn er hat schon immer seine feminine Seite gehabt.

Meines Wissens nach ist der neueste Stand der Forschung, dass die geschlechtliche Orientierung teils in den Genen liegt, und aber zusätzlich noch wichtig ist, wann welche Hormonausschüttung während der Schwangerschaft den Fötus trifft. Je nachdem, welchem Hormoncocktial der Fötus in welchem Reifungsabschnitt besonders ausgesetzt ist, bestimmt später über Geschlecht und sexuelle Orientierung.

Der Vergleich mit der Lieblingsfarbe hinkt daher, denn Lieblingsfarben sind anerzogen und nicht angeboren und es gibt dementsprechend auch garantiert keine genetische Affinität zu Rosa bei Mädchen und Homosexuellen.

Bitte lies mal die kurzen Kapitel "Geschlechterzuordnung" und "Homosexualität" hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rosa_%28Farbe%29

Ich denke sexuelle Orientierung ist eine Zusammensetzung aus allen gegebenen Faktoren.Die Gene,die Familie aber auch biologische Prozesse die schon vorhanden sind spielen eine Rolle welchen Partner wir später wählen werden.Generell glaube ich nicht an eine feste Orientierung da diese sich im Laufe unseres Lebens noch ändern kann.Und von Gruppierungen halte ich auch nichts.Wie wir uns sexuell orientieren ist also ein sehr komplexer Prozess...

Aber man gerät da verdammt schnell auf dünnes Eis.Ob das noch aktuell ist/nicht widerlegt wurde, kann ich nicht sagen, es ist aber das Letzte, was ich zu dem Thema mitbekommen habe.Andere sagen das dass erst mit den Jahren kommen würde.

Klingt, als hättest du meinen Beitrag zitieren wollen -> der eine Satz. Problem an der Theorie, dass es erst nach einigen Jahren käme: manche wissen das schon im Sandkasten. Und wenn ich zurück blicke...Ich fand Frauen schon immer wesentlich interessanter.

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ich glaube das kommt auf die erfahrungen an, die man im leben macht. egal in welchem alter, denn bei kindern reicht oft schon wenig aus um ihre spätere einstellungsweise zu verändern. schlechte/traumatische erfahrungen zum beispiel. schließlich gibt es auch menschen die jahrelang als hetero glücklich waren, und später erst erkennen, dass sie mit einem anderen geschlecht besser zurecht kommen. ein beispiel ist ein bekannter von mir, er wurde von 2 frauen verletzt (betrogen), dann hat er es mit einem mann probiert und lebt seit dem glücklich mit diesem.

Wobei, nur durch schlechte Erfahrungen entscheidet man sich nicht für das eine oder andere Geschlecht. Eine Frau die lesbisch ist hat nicht automatisch in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht.

Manche Menschen entdecken ihre sexuelle Hauptorientierung erst im späteren Leben. Egal wen sie vorher bevorzugten, das Hier und Jetzt zählt... und nicht ob man in der Vergangenheit eher auf das eine oder andere stand.

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@Rockige

es können ja auch gute erfahrungen sein, keine frage. oder es kann sein, dass man einfach nicht glücklich mit mann/frau ist und einem bewusst wird, wie hingezogen man sich zu dem anderen geschlecht fühlt oder sogar zu beiden. egal in welchem alter oder zu welchem zeitpunkt. und das mit dem späteren leben hab ich ja auch erwähnt. ;) allerdings spielt die vergangenheit immer eine große rolle: von welchen menschen man gelernt hat, was man gesehen und erlebt hat. auch wenn es einem nicht immer bewusst wird/ist.

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Ich kenn jetzt keine professionelle Antwort, ich weiß nur dass manche Kinder schon in der Grundschulzeit anfangen sich klamotten des anderen Geschlechts anzuschauen und sie auch anziehen, weil sie eben eher zum anderen Geschlecht neigen... Ich persönlich denke nicht das es schon im Mutterleib feststeht. :) Naja, aber das hängt dann auch wieder vom Glaube ab, bei manchen Religionen sind die Menschen der Meinung dass alles von Gott schon vorgeschrieben ist wie sich ein Mensch entwickelt und so ^^ Bin mir nicht sicher wann sich das entwickelt

Mit den Klamotten hängt die sexuelle Orientierung allerdings nicht zusammen.

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Du hast ja schon einige interessante Anworten bekommen. Ich möchte hier mal eine Gegenfrage stellen:

Woher kommt unsere Lieblingsfarbe?

Es gibt Menschen die behaupten das sich unsere Orientierung schon im Mutterleib bilde. Also ob wir Rot, Grün oder Blauliebhaber sind. Andere sagen das dass erst mit den Jahren kommen würde. Gibt es eigentlich eine genaue Studie die sagt wann Lieblingsfarbe sich bildet, oder weiß man es nicht und jeder malt es sich so aus wie er es möchte?

Merkst Du was?

Gute Antwort! Und zugleich gute Frage!

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@R87B3

Merkst Du was?

Höchstens das es viele Fragen gibt ohne Antworten oder übersehe ich jetzt etwas?

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@fans4beyonce

Warum sollte es uns mehr interessieren, ob wir die sexuelle Orientierung von jemandem wissen oder dessen Lieblingsfarbe? Warum interessiert Dich nicht eine Studie zur Lieblingsfarbe?

Natürlich kann man diese Fragen mit einem akademischen Interesse verfolgen und versuchen, dem auf den Grund zu gehen. Aber man gerät da verdammt schnell auf dünnes Eis.

Die "Herkunft" der sexuellen Orientierung wird in den allermeisten Fällen von Homophoben thematisiert, die versuchen, Homosexualität auf diesem Wege als etwas Krankes und somit Therapierbares zu definieren.

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@realsausi2

Warum sollte es uns mehr interessieren, ob wir die sexuelle Orientierung von jemandem wissen oder dessen Lieblingsfarbe?

Ob jemand Hetero,Homo oder Bisexuell ist, ist mir ziemlich egal. Ich bewerte die Menschen nicht danach. Mich hat es wegen meiner letzten Frage einfach brennend interesiert wann wir unsere sexuelle Orientierung bilden.

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@fans4beyonce

Ich wollte Dir auch keine zweifelhafte Motivation unterstellen, sondern nur auf die Problematik hinweisen. Tatsächlich sind wir alle nicht davor gefeit, im Mainstream der Oberflächlichkeiten gelegentlich mit einem Bein auf einen Holzweg zu geraten :))

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Ich habe keine Lieblingsfarbe. Und ich bezweifle ernsthaft, dass es viele Menschen gibt, die eine Lieblingsfarbe haben.

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@WotansAuge

Geschenkt. Lieblingsgericht, Lieblingsmusik, Lieblingstier und und und. Du weißt, worum es hierbei geht, oder nicht?

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Der Fragesteller (m?/w?) hat sich aber eben nicht für die Entstehung der Vorstellung von Lieblingsfarben interessiert, sondern nach dem Ursprung/der Herausbildung unserer sexuellen Orientierung gefragt. Da darf man dann auch gerne mal unvoreingenommenes, neutrales Interesse am Sachverhalt unterstellen und braucht nicht gleich mit so 'ner "Merkst-du-was?"-Nummer zu kommen. :/

Ich finde die Ausgangsfrage jedenfalls (auch) interessant und nehme einmal an, dass die (eigene) sexuelle Orientierung für die meisten Menschen von größerer Relevanz ist, als die Frage nach einer Lieblingsfarbe. Warum ist das wohl so? ;)

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Ich bin davon überzeugt, dass unsere sexuelle Orientierung bereits im Mutterleib festgelegt wurde, also angeboren ist.

'Homosexuelle Männer haben Hirne, die denen von Frauen ähneln – und umgekehrt. Forscher schließen daraus, dass die sexuelle Orientierung biologisch angelegt und nicht erlernt ist.
Unklar sei aber nach wie vor, ob die Veranlagung genetisch bedingt ist oder durch bestimmte Hormonspiegel während der Schwangerschaft geprägt wird, beispielsweise durch hohe Testosteronwerte.'

Der obige Text wurde aus folgendem Link kopiert: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/news/hirnforschung-von-geburt-an-schwul_aid_311720.html

Die Gehirne entwickeln nach dem, was man denkt und fühlt. Es kann genauso als Ergebnis gesehen werden wie als Ursache.

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Vllt. war der/diejenige im früheren Leben ein Mann/Frau und die Festplatte ist nicht ganz gelöscht worden, Mozart konnte mit 4 Jahren schon komponieren, sicher ein Talent aus früherem Leben.

Wenn man danach geht waren manche Menschen ein Toastbrot in ihrem früheren Leben. ;-)

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Wenn du in der 3. Generation Hetro bist und bei deinem Verwandten 1. Grades bis dato keine Homosexuellorientierten gegeben hat. so kannst du davon ausgehen dass du Homosexuell bist und min. die nächsten 3 Generationen deiner Spezies auch bleiben. Was nach der Sommersonnenwende passiert kann man nicht absehen. :-)

Ich kann von mir sagen, dass ich Erektionen habe, so lange wie ich zurückdenken kann, und dass ich so lange wie ich zurückdenken kann in Frauen verliebt war. Während meiner Pubertät gab es eine kurze Phase in der ich auch Männer toll fand.

Es ist eine Frage des Geschmacks und der Lust, welche Art von Sex bevorzugt wird. Bei Studien dieser Art wir immer gelogen.

Die Entwickelt sich im Lauf des lebens einfach

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