Woher kommt es, daß sich Räder anscheinend gegen die Fahrtrichtung drehen?

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Ein Film besteht bekanntlich aus dem Ablichten von vielen Bildern mit 24 Bilder pro Sekunde. Wenn ein Rad 24 Speichen hat und eine groessere Winkelgeschwindigkeit (Umdrehungen pro Sekunde) als die Filmrolle, dann sieht es so aus, als kaeme eine vordere Speiche vor der hinteren und das Rad scheint im Film rueckwaertz zu drehen.

Wenn das Rad die gleiche Winkelgeschwindigkeit hat wie die Filmrolle (Umdrehung pro Sekunde = Bllder pro Sekunde), scheint das Rad still zu stehen. Das Rad macht dann von einem Bild auf das naechste eine volle Umdrehung.

Indem man die Bildgeschwindigkeit variert, kann man die Geschwindigkeit eines Rades mit einem Blitzlichtgeraet (Stroposkop) messen. Diese Messtechnik nennt man Stroposkopie.

Frequenz des Blitzlichts (Blitze pro Sekunde) ist Winkelgeschwindigkeit (Umdrehungen pro Sekunde) des Rades, wenn das Rad unbeweglich scheint.

optische Täuschung.................das Auge ist nicht unfehlbar

Als Stroboskopischen Effekt bezeichnet man den scheinbar verlangsamten oder umgekehrten Ablauf von periodischen Prozessen, die nur zu bestimmten, regelmäßig aufeinanderfolgenden Zeitintervallen beobachtet werden, zum Beispiel mittels Lichtblitzen (Stroboskop) oder durch eine rotierende Scheibe mit Fenstern, die den Blick nur zeitweise freigeben. Wenn die Frequenz, mit der die Zeitintervalle aufeinanderfolgen, mindestens etwa 16 Hz beträgt, dann verschmelzen die beobachteten Phasen des Prozesses wegen der Nachbildwirkung bzw. des Phi-Effekts zu einem scheinbar kontinuierlichen Ablauf.

Wenn der Abstand der Zeitintervalle gleich der Periodendauer des Prozesses (oder ein Vielfaches davon) ist, dann wird der Prozess immer in der selben Phase des periodischen Ablaufs beobachtet, und er scheint still zu stehen. Ist der Abstand der Zeitintervalle ein wenig größer, dann wird der Prozess immer in einer etwas späteren Phase beobachtet als im vorhergehenden Zeitintervall, und der Prozess scheint langsam vorwärts abzulaufen. Ist hingegen der Abstand der Zeitintervalle ein wenig kleiner als die Periodendauer, dann ist die Phase immer etwas früher, und der Prozess läuft scheinbar langsam rückwärts. Aus WIKI

Ich hab leider nichts davon verstanden, Wiki ist nicht immer eine Lösung.

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Dieser Eindruck tritt praktisch nur im Film auf, denn er ist an eine schnelle Abfolge von Einzelbildern gebunden, die erst im Gehirn zu einem Bildfluss zusammengesetzt werden. Ein Film besteht aus 24 bis 25 Einzelbildern pro Sekunde. Vollzieht in dem Bruchteil einer Sekunde, der zwischen zwei Einzelbildern vergeht, das Rad zum Beispiel eine Dreivierteldrehung, wird davon nur der Anfangs- und der Endpunkt festgehalten. Das Auge hat aber aus Gewohnheit die Neigung, bei Bewegungen stets den kürzesten Weg zwischen zwei Punkten als den wahrscheinlichsten anzunehmen. Deshalb schickt es nicht eine Dreiviertelbewegung vorwärts ans Gehirn, sondern eine Viertelbewegung rückwärts. Der Bildfluss, der im Gehirn entsteht, ist dann nicht der einer schnellen Vorwärts-, sondern der einer langsameren Rückwärtsdrehung des Rades. Am besten ist das in alten Westernfilmen, an den Bewegungen großer Wagenräder mit dicken Holzspeichen zu sehen.

Quelle: http://www.mdr.de/mdr1-radio-thueringen/4932651.html

Das tritt auch in der Realität auf und nicht nur im Film. Das liegt daran, dass unser menschliches Auge nicht jedes Bild getrennt wahrnehmen kann. Also das jedes Bild nicht aus einer beliebig kleinen Zeiteinheit besteht.

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@boriswulff

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du Dich da irrst, Boris.

Der Link, den Du angegeben hast, zeigt ja wieder nur Einzelbilder.

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