Woher kommt die Tradition an Weihnachten Kartoffelsalat und Bockwürstchen zu essen?

7 Antworten

Ich vermute, diese Tradition hat heute so viele Anhänger wie nie zuvor. Es passt einfach in unsere Zeit, wie ich finde. Der 24. Dezember ist nicht wirklich ein Feiertag. Die meisten Menschen sind tagsüber im Endspurt für Heiligabend.

Vormittags machen viele ihre Hamsterkäufe für die Feiertage, dann stellen sie den Baum auf, schmücken ihn und sich. Da gibt es genug zu tun und es bleibt keine Zeit, um ein Mehrgänge-Menü zu kochen. Kartoffelsalat und Würstchen lässt sich beides fix und fertig aus dem Glas zaubern. Das ist praktisch.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Kartoffelsalat und Würstchen lässt sich beides fix und fertig aus dem Glas zaubern.

Schmeckt dann auch dementsprechend bescheiden...

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Früher war der Heilige Abend noch kein Feiertag. Also musste sowohl gearbeitet werden, dann wurde der Festtagsputz gemacht. Der Baum wurde geschmückt und eigentlich war die ganze Familie richtig beschäftigt. Weihnachten begann mit der Christmette, die ursprünglich um Mitternacht stattfand. Die Tradition mit Kartoffelsalat (den man gut vorbereiten kann) und die nur heiss zu machende Bockwurst ist darin begründet, dass keiner Zeit hatte, was aufwendiges zu kochen - und am nächsten Tag gab es das Festessen!

Heiligabend ist auch heute noch kein Feiertag sondern ein normaler Arbeitstag

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Es gibt verschiedene, sehr plausible Theorien. Und eigentlich hängen alle irgendwie zusammen. Der Heilige Abend war früher noch ein ganz normaler Arbeitstag, da das richtige Weihnachtsfest erst mit dem Morgen des 25. Dezembers begann. Weil also die Bauern den Tag auf dem Feld verbrachten musste vor der Christmette am späten Abend ein schnelles, sättigendes und vor allem billiges Essen auf dem Tisch stehen. Der erste Weihnachtstag war dann einer der ganz wenigen Tage, an denen nur das Nötigste gearbeitet wurde, so dass Zeit für ausgiebige Feierlichkeiten und ein Festmahl blieb. Außerdem, im Gegenteil zu heute, wo die Adventszeit eine Zeit des Schlemmens ist – war früher die Vorweihnachtszeit eine strenge Fastenzeit. Da diese erst am ersten Weihnachtstag zu Ende war musste man eben an Heiligabend noch ein „fastenkompatibles“ Essen zu sich zu nehmen. In der Weihnachtsgeschichte beruht der Brauch darauf das die Hirten auf dem Feld die ersten waren die von Jesu Geburt erfuhren und als Bezug darauf gehört ein möglichst einfaches, „bäuerliches“ Essen zum Heiligen Abend.

ich denke das diese tradition daher rührt das in der nachkriegszeit noch nicht viel geld da war und man sich sehr über so ein gericht zu weihnachten freute so hat es mir jedenfalls meine oma erzählt

Heiligabend ist ja nicht der eigentliche Festtag. Das eigentliche Fest ist Weihnachten.

Auch die Bescherung war früher erst am 1. Weihnachtstag.

Der Heiligabend war ein Tag, an dem man noch einiges vorzubereiten hatte - da sollte es halt was auf die Schnelle geben. Außerdem sollte es preiswert sein. Kartoffelsalat, Bockwürstchen - das war billig und ließ sich gut vorbereiten. (Gab's bei uns allerdings nie.)

Seit wir an Heiligabend ein schönes Essen machen, gibt es bei mir jedenfalls in jedem Jahr was anderes: einen feinen Braten, ein gut zubereitetes Gemüse, einen ausgefallen Nachtisch...

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