Woher kommt die Kraft die der Diesel motor für die ersten zwei Takte braucht wenn er selbst noch nicht im arbeitstakt gezündet hat, sprich auto eben angeschalt?

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6 Antworten

Der Anlasser dreht die Kurbelwelle über das Schwungrad beim Diesel/Ottomotor. Der Motor läuft an. Der Dieselmotor muss den Verbrennungsraum erst noch mit Glühkerzen vorheizen. Im Arbeitstakt treibt der Kolben (Durch eine Explosion die Im Verdichtungstakt ca 30 Grad vor OT gezündet wird, jedoch im Arbeitstakt erst Völlig explodiert -> Kolben ist am OT umgekehrt und bewegt sich wieder Richtung UT ) in einer Hubbewegung von OT nach UT das die Kurbelwelle und somit das Fahrzeug an, in den Restlichen 3 Arbeitstakten wird er durch die Kurbelwelle angetrieben. Dafür gibt es das Schwungrad an der Kurbelwelle das diese in Bewegung bleibt sonst würde der Motor wohl irgendwann stehen bleiben oder sehr ungleichmäßig laufen.

Bei kleinen Motoren, z.B. in Autos, werden die Motoren mit Handkurbel oder einem Elektromotor (Anlasser) angetrieben, bis die erste Zündung erfolgt.

Bei großen Dieseln, z.B. auf Schiffen, werden diese mittels Druckluft gedreht, bis die erste Zündung kommt.

Über den Starter das kann von Hand mit Kurbel über Druckluft , Kickstart oder E-Starter, Coffman-Starter und anschieben gehen kommt auf den Motor an .

Diese im Pkw fast ausschließlich verwendeten Starter haben ein kleines Zahnrad, das Starterritzel, das auf der Starterwelle axial stufenlos verschiebbar ist.

Der Starter ist häufig als permanent erregter Gleichstrommotor, seltener auch als Reihenschlussmotor ausgeführt. 

Besonders Reihenschlussmotoren können durch ihr maximales Drehmoment beim Anlaufen die Losbrechkraft des Verbrennungsmotors gut überwinden. 

So ein Schwungrad hat beim Pkw etwa 120 bis 150 Zähne, der Starter 8 bis 10. Daraus ergibt sich ein Übersetzungsverhältnis von etwa 15 : 1, das aber bei Motoren mit vielen Zylindern oder hoher Kompression noch etwas großer werden kann. 

Auch nach 1945 wurden noch Fahrzeuge mit Anlasskurbel (als Reserve und zur Wartung) hergestellt: VW-Käfer und Derivate, Renault R4, Dauphine, Citroën 2CV.

Als Energieträger dient Druckluft aus einem Speicher statt einer Starterbatterie. Druckluftanlasser werden zum Starten von Dieselmotoren bis 10.000 kW Leistung verwendet und bieten wesentliche Vorteile zum Beispiel bei niedrigen Temperaturen.


Der Coffman-Starter wurde in den 1930er Jahren hauptsächlich in Flugzeugmotoren eingesetzt. Das Funktionsprinzip beruht auf einer mit einer pyrotechnischen Treibladung gefüllten Kartusche.

Naja für das gibt es den Anlasser.

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