Woher kommt die Intuition? Woher hat sie ihren Ursprung?

4 Antworten

Intuition ist die Wirkung aus den gesammelten Erfahrungen, die als bewährt im Unterbewußtsein abgelegt sind, wo sie gleichzeitig mit den Emotionen verbunden sind, die zum Zeitpunkt der betreffenden Ereignisse vorlagen.

Erfahrungen sind aber mehr als nur bloße über unsere Sinnesorganen registrierte Ereignisse. Es gehören auch sämtliche Körperfunktionen dazu, so daß man sagen kann, daß schon im Embryo die Tätigkeit der ersten entwickelten Nervenzelle eine Erfahrung ist.

Bewußtes Denken halte ich mehr für ein gedankliches Ausprobieren möglicher Alternativen zu ehemaligen Erfahrungen, die nicht perfekt zu einer neuen Problemstellung passen, so daß bewußtes Denken hier eher ein Hilfsprogramm zur Mitbearbeitung von Sonderfällen darstellt, ohne selbst zum Entscheider zu werden.

Die letzlich getroffene Entscheidung kommt meiner Ansicht nach immer aus der Intuition, obwohl es uns wegen der Mitbeteiligung des bewußten Denkens meinstens wie eine bewußt getroffene Entscheidung vorkommt. Die freie Willensentscheidung wird dadurch ziemlich fragwürdig.

Unklar bin ich mir noch bezüglich der gesetzten Prioritäten in den Fällen, wo eine Auswahl aus mehreren vermeintlich gleichwertigen Möglichkeiten getroffen wird. Ich meine zwar, daß die Prioritäten dabei durch die Wesensart des Menschen (den Charakter) getroffen werden, der sich auf solche Weise selbst verwirklichen will, aber ich habe dafür noch keine vollständige Kette passender Argumente gefunden, die diese Sache in sich stimmig erscheinen lassen.

Goethe bezeichnete Intuition als "exakte Phantasie". Kant beschreibt sie in der "Kritik der Urteilskraft“ als, "die ungesuchte, freie Übereinstimmung der Einbildungskraft mit den Gesetzen des Verstandes". Demnach ist es erstrebenswert, nicht nur über richtige Gedanken, sondern auch über deutliche Eindrücke zu verfügen. Beide, die Empfindungen der Wirklichkeit und die richtigen Vorstellungen von der Wirklichkeit, sind wichtige Informationsquellen für die Intuition.

Wer deutlich und klar denkt, hat die Chance, dass beide Fähigkeiten zusammentreffen und dass, wie bei zwei elektrischen Polen, der Funke zündet.

Hab keine Ahnung davon, ich denke aber, dass die meisten deiner Erfahrungen im Gehirn auf eine besondere Art und Weise gespeichert werden, welche dann in ähnlichen Situationen unterschwellig abgerufen werden um die Situation zu analysieren und damit die passende Reaktion zu ermitteln.

Das Ganze passiert sehr schnell und ich weiß nicht in welchen Teilen des Gehirn das passiert. Aber ich würde mir vorstellen, dass es so sein kann, wie ich es beschrieben habe. Nur das meine Erklärung sehr vereinfacht ist.

hätte ich nicht besser ausdrücken können :-)

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Intuition ist für mich doch etwas anderes, in vielen wenn nicht in den meisten fallen trifft die Intuition gerade dann zu Tage wenn man eine solche Situation noch nie erlebt hat. oft hat man davor keine Gedanken über eine bestimmte Situation doch plötzlich scheint man auf etwas hingewiesen zu werden..ein Einfall über den man sonst keinen Gedanken verloren hat wie ein geistesblitz.. es ist echt schwer zu beschreiben, ich habe viele Fall Beispiele dazu gelesen und für mich muss es eine anderen Hintergrund haben..

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@Psyllon

Ich schätze mal, dass du auch ein gutes Erinnerungsvermögen hast, nicht?

Lass mich das so sagen: Dein Gehirn ist wie ein Schwamm, der alle Informationen absorbiert um sie dann als Mittel für die Analyse spätere Situationen zu verwenden. Egal ob du daran aktiv gedacht hast oder etwas ähnliches im Fernsehen gesehen hast. Irgendwo hast du passiv Informationen aufgenommen, die dein Gehirn sortiert und abgespeichert hat. Dein Gehirn nimmt jetzt alles was es zur Verfügung hat um die Situation zu analysieren und du bekommst einen Geistesblitz. Es muss ja nicht einmal eine ähnliche Situation sein. Es könnte auch so sein, dass dein Gehirn verschiedene Puzzlestücke von Informationen zusammenfügt, die hilfreich sein könnten um sie dann zu analysieren um dir dann gegebenenfalls die passende Lösung bereitzustellen.

Wenn dein Gehirn diese Informationen sehr gut sortieren kann, du ein gutes Erinnerungsvermögen hast und dein Gehirn analytisch gut und schnell arbeitet, dann hast du auch diese Intuition.

Hoffe, dass dich meine jetzige Antwort zufriedenstellt :)

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Es hanelt sich um einen Prüfungsvortrag zum Thema aus der Überschrift.

Hier mein Kommentar:

Eine schöne Präsentation. Gut argumentiert und schlüssig.

Meiner Meinung nach hätte da aber noch eine detaillierte Definition kommen müssen. Was genau ist der "Freie Wille"?"Frei", das heißt ja unhabhängig, ohne äußere Einflüsse und Zwänge. Somit ist doch aber jede logische, rationale Entscheidung nicht frei, da sie immer von Grundlagen ausgeht, die nicht aus dem selbst kamen, sondern von außen. Eine Aktion erfordert eine Reaktion. Und diese ist mehr oder weniger zwanghaft. Wäre sie das nicht, würde sie nicht gemacht werden. Alles hat eine Ursache, oder einen Ursachenkomplex, ist also nicht frei, zufällig.

Das gleiche gillt für scheinbar irrationale, emotionale Entscheidungen. Sie sind alle Reaktionen auf Einflüsse.

Eine Außnahme bildet hier das zeitgleiche harmonische Interagieren, was nicht nach einem Aktions-Reaktions-Schema verläuft, sondern Ursache und Wirkung nicht trennt, sondern die Situation ganzheitlich betrachtet und sich selbst als Teil. Es kommt also zu intuitivem Handeln. Doch woher kommt die Intuition? Aus dem Sein, oder religiös betrachtet, von Gott. Ein Mensch, von Gott getrennt betrachtet, hat also somit keinen Freien willen.

Jetzt würde ich gerne eine andere Meinung dazu einholen, da ich sie unter dem Video wohl nicht mehr bekommen werde, da es so alt ist.

Wie seht ihr das? Würde mich über eine kurze aber auch gerne ausführliche Bewertung und Argumentation freuen.

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