Woher kommt der Spruch "Eine Hand wäscht die andere"?

3 Antworten

Eine Hand wäscht die andere...gib etwas und Du bekommst etwas - eine Gefälligkeit wird umso lieber erwiesen, je sicherer man auf eine Gegenleistung hoffen kann. Die Sentenz deutet gegenseitige Hilfe zum beiderseitigen Vorteil an - bedeutet aber auch, daß illegale Geschäfte oft ungesühnt bleiben, wenn sich die Täter gegenseitig decken und miteinander kungeln, sich kleine Gefälligkeiten in der Grauzone von Hilfe und Korruption leisten.
Ursprung ist die lateinische Übersetzung »Manus manum lavat« - (Eine) Hand wäscht (die andere) Hand - eines Verses des griechischen Komödiendichters Epicharmos (um 540-460 a.C.) durch Lucius Annæus Seneca (um 1-65) in seiner Schmähschrift »Apocolocyntosis« (Verwandlung in einen Kürbis, Veräppelung). Auch Titus Petronius Arbiter (um 14-66) nutzte die Wendung in seinem Schelmenroman »Satyricon«. Die Übertragung ins Deutsche findet sich 1827 in Johann Wolfgang von Goethes (1749-1832) Gedicht »Wie Du mir, so ich dir«, wo es heißt:
 »Mann mit zugeknöpften Taschen,
 Dir tut niemand was zulieb:
 Hand wird nur von Hand gewaschen;
 Wenn Du nehmen willst, so gib!«

http://etymologie.tantalosz.de/e.php

Das schildert die Geschäftsbziehung auf persönliche Weise recht gut - frei nach dem Motto: Man kennt sich ./. man hilft sich! Die Basis des "Kölschen Klüngels"!

quelle: redensarten index

lateinisches Sprichwort: Manus manum lavat. Sentenz nach dem römischen Philosophen Seneca (1 bis 65 n. Chr.). Das Sprichwort kennzeichnet den Graubereich zwischen gegenseitiger Hilfe und Korruption

man hilft sich gegenseitig zum beiderseitigen Vorteil; unerlaubte Handlungen bleiben ungesühnt, wenn sich die Täter gegenseitig decken; klüngeln

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