Woher kommt der Boom mit asiatischen Sprachen bei den Mädchen?

9 Antworten

Also ich kann nur sagen, dass ich ziemlich viele Leute kenne, die in diversen Kontexten (Working Holiday, Schüleraustausch, Uni-Austausch, „Sabbatjahr“, Praktikum, Arbeit) nach Japan kommen. Bis auf „Arbeit“ sind fast überall die Mädchen, Frauen in der Mehrzahl (Working Holiday und Uni-Austausch sind jeweils ungefähr 50/50, würde ich sagen). Wenn man den Uni-Austausch mal ausnimmt, fällt auch mir auf, dass die weibliche Fraktion fast immer schon Japanisch gelernt hat und sich dann kontinuierlich noch weiter damit beschäftigt. Wie erfolgreich das letztendlich ist, hängt natürlich von der jeweiligen Person ab, aber bei den Jungs/Männern erlebe ich häufiger, dass sie mit weniger oder gar keinen Kenntnissen kommen, und es dann gerade beim Working Holiday auch dabei belassen. Beim Schüleraustausch ist meine Erfahrung, dass die Mädchen am Ende ein kleines bisschen besser Japanisch sprechen.

Was es einem bringt, Japanisch zu können, wenn man es nicht beruflich anwendet, müssen die jeweiligen Leute selbst wissen, aber bei denen, die sich dafür entscheiden, in Japan dauerhaft zu leben und zu arbeiten, liegt der Vorteil von möglichst guten Japanisch-Kenntnissen natürlich auf der Hand: die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

Bei nicht gut Japanisch sprechenden Männern denke ich zum Beispiel an meine diversen europäischen Vorgesetzten, die eben als Expat gekommen sind, in hohen Positionen arbeiten, dort vermutlich auch gut verdienen, aber eben kein Japanisch sprechen. Dem gegenüber stehen meine europäischen Kolleginnen und wie gesagt meine diversen Bekannten und Freundinnen, die nicht in leitender Position, meist operativ tätig sind, und die Bank durch gutes bis sehr gutes Japanisch sprechen. Ich denke schon, dass das alles miteinander zu tun hat, denn für die leitende Position braucht man eben auch nicht unbedingt Japanisch, da auch die japanischen Gesprächspartner dann ja oft in höherer Position sind und halbwegs passables Englisch sprechen, und für den Fall der Fälle haben beide Seiten ihre persönliche Assistentin (←Frau!), die - übersetzt..... Auf der operativen Ebene kann man sich hingegen nicht leisten, kein Japanisch zu sprechen, da die Gesprächspartner auch nur kleine kaufmännische Sachbearbeiter sind, von denen manche, aber eben nicht alle Englisch können.

Es hat deshalb meiner Meinung/Erfahrung nach alles etwas miteinander zu tun. Frauen sind in höheren Positionen nun einmal unterrepräsentiert (ob aus sexueller Ungerechtigkeit oder aus eigenem Willen, spielt ja keine Rolle), ergo peilen Frauen die niedrigeren Positionen an, ergo müssen sie wohl sehr gut Japanisch lernen, wenn sie hier dauerhaft leben und arbeiten wollen.

Ok, mir ist gerade selbst aufgefallen, dass ich ein bisschen an der Frage vorbei geantwortet habe, weil es wohl eher darum ging, warum man überhaupt anfängt, die Sprache zu lernen. Da schließe ich mich einigen der anderen Antworten an, dass es oft Manga/Anime, Kampfsport, Musik, Filme etc. sind, also eben die Hobbies.

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Nachfragen...

Ich selbst interessiere mich für Japanisch seit den 1970ern - da hatte ich mal eine japanische Brieffreundin.

Im Laufe der Jahre geriet Japanisch in den Hintergrund.
Als ich vor ein paar Jahren die Möglichkeit entdeckt, mittels Internet sowie Büchern zu lernen, habe ich wieder angefangen.
Ich weiß, dass ein Kurs besser wäre - nur gibt es keinen in meiner Nähe.

Ich vermute: Modespleen.

Sowie früher Glocken-Jeans, A...geweih,Dauerwelle u. ä.

So scheint es eben heute "hipp", ein-zwei chinesische Zeichen zu kennen.

Abwarten und Tee trinken. Bei der Kompliziertheit von Chinesisch lernen 90% am Ende nichts. Und die anderen können vielleicht nach 10 Jahren den Weg zum Bahnhof erfragen.

Übrigens lernen bei Duolingo jede Menge an Leute "High Valyrian" (über ein Million) und Klingonisch (etwa eine halbe Million). Andererseits gibt es Schätzung dass gerade 30 Leute gut Klingonisch können.

Weil das wirtschaftlich erfolgreiche Länder sind. China ist ein wichtiger Handelspartner. Wer in der Wirtschaft erfolgreich werden will, sollte ein bisschen was über diese Länder wissen.

Asiatische Länder sind halt auch exotischer. Das macht sie interessant.

China war schon seit den 90ern ein wirtschaftlicher Riese. Aber damals hat man noch Leute ausgelacht, die Chinesisch lernen wollten.

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@wefzsiohaer34

China hat sich seitdem aber noch verdoppelt und verdreifacht. Ein so wichtiger Handelspartner war China in den 90er noch nicht. Damals fing das erst an.

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