Woher kommt der Begriff Lügenpresse?

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9 Antworten

In der Weimarer Republik stimmten die Nationalsozialisten den Inhalten der Presse nicht zu und nannten sie "Lügenpresse".

Was sie dann ab 1933 machten, war aber dann wirklich eine Lügenpresse.

Nach 1949 logen die Medien in der DDR und unterstellten den Medien der BRD die Lüge, der Begriff "Lügenpresse" kam dabei eigentlich nie vor, außer bei der 68er Bewegung, die damit Aussagen der Medien, die ihnen missfielen, anprangerten.

Der Begriff kam erst wieder in Gebrauch, als die Medien der Bundesrepublik Deutschland anfingen, eine Art Journalismus zu machen, den man für überwunden hielt.

Ich selbst habe beim Thema "Israel" die "Wahrheitsliebe" der Medien kennengelernt, extremster Fall ist Todenhöfer inmitten eines zerbombten Kinderzimmers, wo alles Spielzeug noch heil ist.

Ebenso auch, dass ein zerstörtes Gebäude, 1000 km von Gaza entfernt, als von Israel beschossenes Palästinensergebäude ausgegeben wurde oder eine Mutter 3 x ihr totes Kind betrauert, oder eine tote Frau wieder lebendig ist oder eine Theaterszene als echt ausgegeben wird.

Bei den anderen Themen macht es mich stutzig, wenn eine Partei anders behandelt wird als andere, ein abwertendes Adjektiv bekommt.

Ebenso schafft es nicht Glaubwürdigkeit, wenn 2014 die Medien jeden, der eine bestimmte Aussage macht, als Verbrecher bezeichnen und 2015 dann genau dieselben Aussagen machen, sagen "Da hat keiner ahnen können" und völlig unter den Tisch fallen lassen, dass sie es hätten wissen können, wenn sie nicht die Aussage und diejenigen, die sie machen, so abwerten.

Wenn jemand nicht versteht, warum ich nicht Fernsehen gucke, dann sage ich "Ein Politiker sagt was dummes, die Medien tun so, als sei es was kluges und ich ärgere mich, das muss ich mir nicht antun."

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Den haben die Nazis schon benutzt. Auffällig ist, dass er hauptsächlich von denjenigen benutzt wird, die selbst die niederträchtigsten Lügner und Betrüger sind. Indem sie andere der Lüge bezichtigen, wollen sie meist nur von ihren eigenen Taten und Lügen ablenken. 

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Jedenfalls von Leuten, die keine Ahnung haben, wie Presse und Medien funktionieren.

Manipulationen sind natürlich immer möglich. Aber speziell geht es dann um die Auswahl von Informationen und die Kommentare.

Lügen, in Form von falschen Informationen sind ausgesprochen selten. Wenn gehen sie auch meist auf unzuverlässige und ungeprüfte Informationen zurück. Dazu kommt das Interesse, möglichst dramatische Nachrichten zu verkaufen.

Schon weil bewiesene Lügen den Medien schaden würden, sind sie selten.

Selbst auf PI oder bei Kopp, wo praktisch nur Unsinn verbreitet wird, gibt es einen geringen Anteil von Nachrichten, die komplett falsch sind.

Und die Aluhüte dort lügen nicht bewusst. Die sind einfach nicht in der Lage, Informationen wahrzunehmen, die ihren Glauben widersprechen.


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Kommentar von Fielkeinnameein
07.07.2016, 12:44
Schon weil bewiesene Lügen den Medien schaden würden, sind sie selten.

Da bewiesene Lügen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in den Mainstreammedien berichtet werden, dürfte es da nicht viele Probleme geben.

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Die bürgerlichen Medien lügen schon ziemlich mächtig, das Wort Lügenpresse ist also garnicht abwegig, sondern entspricht durchaus den Tatsachen. Leider isses negativ konnotiert, weil von den Rechtern vereinnahmt, daher kann man es als fortschrittlicher Mensch nicht verwenden.

Welche Parole hat die marxisitische Zeitung die junge welt rausgegeben?

"Sie lügen wie gedruckt und wir drucken wie sie lügen." Damit sind die bürgerlichen Medien gemeint. Von linker Seite wird auch meist von der Journaille gesprochen, sowie deren Schere im Kopf.

Fazit: es ist kein Privileg der Rechten von der Verlogenheit der bürgerlichen Ideologie zu reden, wobei das rechte Lager Teil davon ist, wenn auch der inhumanste und brutalste Part der Bourgeoisie. Weiterhin gilt anzumerken, dass gerade der Hitler-Faschismus einige Formen und Gebräuche der Linken kopiert hatte, um sich so als sozialistisch zu tarnen, schließlich nannte er sich ja Nationalsozialismus, womit er besonders radikale Teile des Kleinbürgertums und des Subproletariats einnebelte.


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Kommentar von earnest
06.07.2016, 23:17

Nu mal Butter bei die Fische! Welche "bürgerlichen Medien" meinst du? Wo haben sie gelogen?

Bisher ist das alles bloßes Gerede.

Eine Behauptung wird nicht dadurch zur "Tatsache", dass du behauptest, es sei so.

Soll ich dir jetzt Methoden der "Lügenpresse" vorwerfen?

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LÜGENPRESSE! LÜGENPRESSE!

Lügenpresse ist ein politisches Schlagwort, das polemisch und in herabsetzender Absicht auf mediale Erzeugnisse gerichtet ist und sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum nachweisen lässt. Zunächst wurde es gelegentlich von konservativen Katholiken gegen die im Zuge der bürgerlichen Revolutionen entstandene liberale Presse gewandt. Im Kontext des Ersten Weltkrieges fand „Lügenpresse“ sehr viel häufiger Verwendung; hier bezeichnete es aus Sicht Deutschlands und Österreich-Ungarns die Presse der Feindstaaten. Sowohl vor als auch im Nationalsozialismus nutzten NS-Agitatoren das Schlagwort im Rahmen ihrer antisemitischen Verschwörungstheorie zur Herabsetzung von Gegnern als Kommunisten und Juden sowie der Behauptung einer Steuerung der Presse durch ein „Weltjudentum“. Nach der Machtergreifung und der Gleichschaltung der Inlandspresse wurden die Medien der späteren Kriegsgegner mit „Lügenpresse“ geschmäht.

Weiterhin fand „Lügenpresse“ auch in Organisationen der Arbeiterbewegung zur Abwertung von als bürgerlich oder kapitalistisch
wahrgenommenen Teilen der Presse sowie in der Exilpresse als
Bezeichnung für die gleichgeschalteten NS-Medien Verwendung. Nach dem
Ende des Zweiten Weltkrieges kam das Wort zunächst nur mehr sporadisch vor. Die ab August 1945 erscheinende Frankfurter Rundschau verstand sich explizit als Gegenentwurf zu „Hugenbergs Lügenpresse“.[1] In den Medien der DDR wurde das Wort im Kalten Krieg gelegentlich zur Herabsetzung der westdeutschen Presse benutzt.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts wird der Begriff Lügenpresse – zumal in Deutschland – vorrangig von als rechtsextrem und rechtspopulistisch, oder auch als fremdenfeindlich und islamophob bezeichneten Kreisen verwendet, zunächst von Teilen der Hooligan-Szene, bekannter seit 2014 als Parole bei den von Dresden ausgehenden Pegida-Demonstrationen sowie bei Demonstrationen der AfD. Hier ist sie mit Gewaltdrohungen und Gewalt gegen Journalisten eng verbunden.

Im Januar 2015 wurde der Begriff von der Sprachkritischen Aktion Unwort des Jahres zum „Unwort des Jahres
2014“ gewählt. Nach einer Studie des Allensbach-Instituts glaubten Ende
2015 39 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Deutschlands, am Vorwurf
der Lügenpresse sei „etwas dran“.

Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCgenpresse

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Kommentar von Infomercial
06.07.2016, 21:45

Oder kürzer: Wer lügt oder Lügen verbreitet, darf sich nich wundern, wenn er Lügner genannt wird.

Und da die Medien in den letzten Jahren immer mehr und auch dreistere Lügen verbreiten, merkt es auch langsam der Durchschnittsbürger.

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Kommentar von RonnyFunk
06.07.2016, 23:26

Wikipedia ist mit Vorsicht zu genießen.

Google mal nach "Stalins Badezimmer"

Und sonst ist es so, dass sich die Wikipedia-Stiftung inhaltlich heraus hält, diejenigen, die auf ein paar Gebieten Fachkompetenz haben, Adminrechte bekamen, aber anonym bleiben und in jedem Thema moderieren dürfen und sogar die Regeln verletzen dürfen.

Es sind da schon einige geflogen, weil sie wollten, dass Vermutungen und unbelegte Behauptungen nicht "Fakt" genannt werden.

Sogar nicht politische Themen haben wegen dieser Moderation einigen Blödisnn zu bieten.

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Weil eben nicht immer alles stimmt,was die Presse schreibt. Da wird viel erfunden und dazu gedichtet,weil man wenig weis aber doch was schreiben muss! Das Blatt muss ja voll werden!

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