Woher kommt der Begriff "Heldentod", wer hat ihn geprägt?

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1 Antwort

Hallo Sabrina68! Versuche es hiermit: Auf den deutschen Gymnasien wurde vor dem Ersten Weltkrieg gelehrt, daß es "süß und ehrenvoll" sei, für das Vaterland zu sterben. Der Kriegstod war nur als Heldentod stilisiert vorstellbar. Der Sprachgebrauch wurde auch offiziell beibehalten, obwohl sich bereits bei Beginn des Krieges die bürgerlichen Vorstellungen vom Tod als Illusion herausstellten: der Krieg bedeutete vielmehr Anonymität, Elend, Verunsicherung, Angst, Verstümmelung und damit ein Herausfallen aus der Gesellschaft. Der einzelne Soldat war in der Auseinandersetzung mit dem Tod allein gelassen, wenn er nicht von den Feldgeistlichen Trost anzunehmen bereit war.

Quelle: Der Weltkrieg in seiner rauhen Wirklichkeit, hrsg. v. Hermann Rutz, Oberammergau 3. Aufl. 1926, S. 289 Kommentar: Vor allem bei den riesigen Matererialschlachten der Jahre 1916/17, wie hier bei Verdun, war eine ordentliche Bestattung der "in Massen gefallenen Heldensöhne" [aus dem Originalkommentar des Bildes von 1926] nicht mehr möglich und machten eine Massenbestattung erforderlich, zumal rund die Hälfte der Gefallenen nicht mehr identifizierbar waren.

Hoffe etwas beigetragen zu haben, womit Du etwas anfangen kannst! Viele Grüße Drubadix1

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