Woher kommt der Ausdruck "Daumen drücken" , was bedeutete er ursprünglich?

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Wer einer anderen Person in übertragenem Sinn die Daumen drückt, der steht ihr bei einer Angelegenheit bei und wünscht ihr zum Gelingen einer Sache Glück. Die Redewendung lässt sich auf die Gladiatorenkämpfe im alten Rom zurückführen. Wünschte das Volk den Tod eines Gladiators, so signalisierte es dies, in dem es den Daumen ausstreckte. Fand der Kämpfer jedoch Gnade, stand dafür die geballte Faust mit eingezogenem oder ”gedrücktem“ Daumen. Der gehaltene Daumen bezieht sich auf den deutschen Volksglauben, der die Finger eines Menschen als Geister mit magischer Kraft verstand. Indem man den Daumen, der scheinbar besonders viel Kraft besaß, festhielt, verhinderte man, dass er die Zukunft negativ beeinflusste.

Daumen drücken...wir jemandem, dem wir Glück und gutes Gelingen wünschen. Die Geste aus dem germanischen Brauchtum symbolisierte einen Kobold, den man festhielt, damit er keine Schwierigkeiten machen konnte. Der Daumen als besonders starker, wichtiger Finger taucht auch im 14. Jahrhundert bei dem mittelhochdeutschen Lyriker und Spruchdichter »Frauenlob« Heinrich von Meißen (um 1250-1318) auf. Der Grund dafür liegt in seiner Wichtigkeit für die funktionsfähige Hand: Ohne ihn kann kein Werkzeug und vor allem kein Schwert geführt werden. In der Rechtsprechung der Salier im 11. Jahrhundert galt der Daumen als Gottesfinger.
Eine andere mögliche Deutung: Im alten Rom entschied das Publikum per Daumen, ob ein besiegter Gladiator getötet werden sollte oder nicht. Man sagte: »Convertere pollicem« (den Daumen strecken, gegen die Brust richten) und streckte die Faust mit sichtbarem Daumen aus, ein Zeichen, daß das Volk einen besiegten Gladiator umgebracht wissen wollte. Sollte er verschont werden, versteckte man den Daumen in der Faust (Premere pollicem). Möglicherweise steht der Ausdruck auch pars pro toto für die ganze Hand, die zum Zeichen der Sympathie gedrückt wird.

http://etymologie.tantalosz.de/d.php

ursprünglich wohl zu einer Geste bei Gladiatorenspielen im alten Rom, bei der die Zuschauer durch Einschlagen des Daumens in die Finger um Gnade für einen gestürzten Kämpfer bitten konnte (s. Plinius, „Historia naturalis“ [28, 25]: „Pollices, cum faveamus, premere etiam proverbio iubemur“ [„Schon das Sprichwort fordert uns auf, den Daumen zu pressen, wenn wir jemand geneigt sind.“])[1]. Der Brauch ist auch noch im Mittelalter zu finden, als man dieselbe Geste zum Abhalten von Hexen und Dämonen verwendet hat, was mit der heutigen Bedeutung in Verbindung steht, da man sich bei drohendem Unheil ebenso „die Daumen hält/drückt“.

http://de.wiktionary.org/wiki/jemandem_die_Daumen_dr%C3%BCcken

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