Woher kommt das 'sich aus dem Staub machen'?

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Staub ist ein ganz besonderer Dreck, zu dem wir irgendwann mal alle weder: "Erde zu Erde, Staub zu Staub". Um unsere endgültige Puliverisierung geht es hier allerdings noch nicht, wenngleich man vorwurfsvoll schon manchem Toten vorgeworfen hat, er habe sich aus dem Staub gemacht. Auch der Straßenstaub, den jemandes Weggang aufwirbelt, reicht als Erklärung nicht aus, vielmehr muss man weit zurückgehen in die Zeit der hellen Heerhaufen, die auf dem Schlachtfeld mit ihrem Getümmel viel Staub aufwirbelten. Im Schutze dieser Wolken fand manch ein Hasenfuß die Gelegenheit zur raschen Flucht und machte sich aus dem Staub. Das überlebenskluge Desertieren galt freilich militärfrommen Zeiten als ehrenrührig, weshalb ein negativer Beiklang die Redensart lange begleitete, der heute nicht unbedingt mitschwingen muss.

Nach dem Sturz entfernte sich ein aus dem Sattel gehobener Ritter durch den Staub des Turnierplatzes

Aus dem Staub machen...wir uns, wenn wir flüchten, fliehen, uns spontan und eiligst vom Ort des Geschehens entfernen: Wer kein übermäßiges Aufsehen erregen will, sollte tunlichst vermeiden, zuviel Staub aufzuwirbeln - zieht das doch gerade die Aufmerksamkeit aller auf sich. Wer sich hingegen heimlich verdrücken will, dem käme Staub sehr gelegen, da er sich heimlich, still und leise »aus dem Staub machen« kann. Sprachforscher sehen die Entstehung des Ausdrucks im Schlachtengetümmel: Dabei lag oft so viel Staub in der Luft, daß Feiglinge problemlos verschwinden konnten.

http://etymologie.tantalosz.de/index.php

ds Staub Spuren hinterlässt, sollte man, wenn man flüchten muß in einen Bereich ohne Staub, der keine Spuren hinterlässt, wechseln.

wenn eine Staubwolke naht..und man dieser ausweicht,.

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