Woher kommt das Klichee das Juden gute Anwälte sind`?

2 Antworten

Juden hatten jahrhundertelang Berufsverbot, außer Tierkörperverwertung (seife=Kosmetika, Leder, Pelze), Geldverleiher für Kunden aus dem Volk, später Bankiers) sowie Musiker und akademische Berufe wie Arzt, Apotheker, Jurist usw. So entstanden Juristenfamilien und Netzwerke, die viel know how und Kompetenz ansammelten. Viele wanderten wegen der Diskriminierung in die USA aus und haben bis heute einen großen Einfluss in Justiz, Pharmaindustrie, Kosmetikindustrie, Finanzwesen und Unterhaltungsindustrie.

Es wird ja nicht nur behauptet, dass Juden gute Anwälte seien.

Juden gelten generell als gebildeter und in akademischen Berufen überrepräsentiert.

Wie viele Vorurteile hat auch dieses einen wahren Kern. Es ist in der Tat so, dass in vielen jüdischen Netzwerken seit Jahrhunderten Bildung grossgeschrieben wird. In nichtjüdischen deutschen Familien wurde in den Dörfern lange Zeit vor sich hingewerkelt und man war sauer auf die Juden, als sie dann voranpretschten. Viele betrachteten Bildung sogar als unnütz.

Das historische Ursprungsgebiet der Juden lag dazu noch in Küstennähe an einem Handelsschnittpunkt, was das Bewusstsein auch beeinflussen kann.

Kritiker bemängeln allerdings die fehlende Bereitschaft zur manuellen Arbeit und das Überlegenheitsdenken der jüdischen Religion (und je nach Sichtweise auch der Ethnie).

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