Woher kommt das Geld für den Zins?

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5 Antworten

Der Trugschluss ist halt der dass sich das Geld an sich vermehrt.

Weil Geld an sich, das ist kein Reichtum, das ist heute nur noch bedrucktes Papier oder Nullen in einem Computer.

Das Geldsystem besteht im Grunde genommen nur noch aus Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Zinszahlungen der Schulder, das sind auch gleichzeitig die Zinsgewinne der Anleger.

Momentan leben wir sogar in einer Null-Zins-Zeit. Das heißt die Zinsen sind heute 1 Prozent oder viel niedriger. Staaten wie Deutschland können sich sogar Geld für NULL!!!! Prozent Zinsen leihen.

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Das Geld für den Zins kommt daher, wo auch das Geld für den Kredit herkommt. "Aus dem Nichts" :-)

Es gibt beim Geld keine "Einseitigkeit" . Geldvermögen und Geldschulden halten sich immer die Wage. Es wird immer "per" und "an" gebucht, wie bei jedem anderen Unternehmen auch, so in der Bank ebenso.

 

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Hier unterliegst du dem selben Trugschluss wie die Macher des Filmchens "Gib mir die Welt plus 5 Prozent". 

Die EZB erwirtschaftet Gewinne und hat eigene Kosten. Die Gewinne gehen an die Mitgliedsstaaten. Damit werden die Zinsen, die die EZB erwirtschaftet, dem Geldkreislauf zurückgegeben. 

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mulano 22.01.2017, 19:25

Wenn die EZB nicht genug erwirtschaftet was dann? Die Banken die sich Geld von der EZB leihen müssen es doch auch plus die Zinsen zurückzahlen? Das geht doch gar nicht da die EZB alles Geld herstellt.

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Interesierter 22.01.2017, 19:27
@mulano

Die EZB hortet nichts. Sie hat Kosten. Sie muss Lieferungen und Dienstleistungen sowie Löhne und Gehälter bezahlen. 

Bei der EZB bleibt letztlich nichts liegen. Das wäre aber Voraussetzung, dass im Geldkreislauf etwas fehlen würde. 

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Daher, wo das Geld für Mieten oder Pacht auch herkommt:

Von demjenigen, der sich etwas (Geld oder Sachen) borgt, um es zu benutzen und sich davon einen Nutzen erhofft, der ihm dieses Entgelt wert ist.

Oder hat die Frage noch einen tieferen philosophischen Sinn?

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Schau dir mal die Kurve des Geldmengenumlaufs an. Da kriegst du einen Schreck über die enorme Ausweitung und machst dir keine Gedanken mehr, wo das zusätzlich im Umlauf befindliche Geld herkommt.

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mulano 22.01.2017, 19:54

Der Anstieg der Geldmenge im Sstem kann aber nicht ewig so weitergehen, irgendwann ist da auch mal Ende und dann kommt die Währungsreform.

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Sonnenstern811 22.01.2017, 19:57
@mulano

Genau, nämlich der ganz große Knall. Ist aber nicht das erste mal. Nur heute kennt es kaum noch jemand.

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mulano 22.01.2017, 20:06
@Sonnenstern811

Wiederholt sich regelmäßig. Das ist der eingebaute Fehler im System. Mathematisch gar nicht anders möglich. Der Staat muss irgendwann pleite gehen.

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Interesierter 22.01.2017, 21:27
@mulano

Genau das ist der Trugschluss. Giralgeld kann im Grund unendlich geschöpft werden. 

Du solltest hier die Geldmengenausweitung nicht mit der Staatsverschuldung in Verbindung bringen. Diese beiden Dinge haben nichts miteinander zu tun. 

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Sonnenstern811 23.01.2017, 23:10
@Interesierter

Hab ich auch gar nicht. Die war ja weitestgehend schon vor Signore Draghis Taschenspielertricks vorhanden.

Aber ein Teil diese Giralgeldes kann durchaus auch in den Wirtschaftskreislauf fließen. War doch auch für Ausweitung der Kredite gedacht, nur die fand kaum statt.

Wenn die Inflation aber einmal in Schwung kommt, ist sie nur sehr schwer aufzuhalten. Mir ist bekannt, dass Deflation noch schlimmer ist. Aber galoppierende Inflation ist auch nichts schönes.

Hie rmal der Spruch eines anscheinend sehr klugen Menschen. Absolut zeitlos wie ich finde:

Mist. klappt nicht. Ich versuchs gleich noch mal.

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Sonnenstern811 23.01.2017, 23:22
@Interesierter

Zitat: " Eines Tages könnten wir eine große blühende Nation werden, doch sollten wir auf diesem Wege unglücklicherweise erneut über ungedecktes Papiergeld oder andere Arten von Betrug stolpern, würden wir gewiss unserem nationalen Ansehen schon in seiner Kindheit einen tödlichen Stoß versetzen."

Also sprach George Washington, der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

He Georgi wo bist du? Komm bitte bald wieder, wir brauchen dich dringender denn je.

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