Woher kommen die Konsumgüter in Deutschland?

1 Antwort

Wie kann das sein dass das alles mit dem Markt so funktioniert?

Weil wir grundsätzlich ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage haben. Ob wir nun noch eine 51ste Sorte Joghurt brauchen, mag man bezweifeln, aber das ist dann auch der Preis der Freiheit, das ein jeder das verkaufen kann, was er möchte.

Eine Planungskommission kann soetwas nicht leisten, wie die Erfahrungen mit der Mangelwirtschaft in der "DDR" gezeigt haben.

Die Planwirtschaft ist nicht so bescheuert, dass sie einer närrischen Vielfalt exzessiven Ausmaßes huldigt. Davon mal abgesehen, hatte auch die DDR keine konvertible Währung. Das war nun nicht ihre Schuld, sondern lag und liegt am Kapitalismus.

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@voayager

Nur führt die Planwirtschaft leider auch zu einem unabwendbaren Scheitern der Wirtschaft, das ist dann doch wieder bescheuert.

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@HansImGlueck178

Das ist totaler Unsinn, es kommt eben drauf an, diese sinnvoll zu führen. Sie ist nichts für bloße Stümper.

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@voayager

In allen bisherigen Planwirtschaften waren also Stümper am Werk? Die DDR beispielsweise konnte ausschließlich durch Kredite der bösen, kapitalistischen BRD überhaupt bestehen.

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@HansImGlueck178

Die Honeckersche DDR war allerdings ein bloßer Flop. Unter Ulbricht war das mal anders, da gab es hohe Zuwachsraten. Höchste Zuwachsraten gab es in der Stalin-Ära ab 1930 wie nirgends sonst in der Welt davor und danach ! Hohe Zuwachsraten gibt es in Nordkorea und das trotz massivster UN-Sanktionen. Dein Deutschland wäre längst im Eimer, wäre es solchen Sanktionen ausgesetzt.

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@voayager

Das stalinistische System funktionierte nur durch Zwangsarbeit, Nordkorea hätte ohne internationale Hilfslieferungen in den letzten Jahrzehnten den größten Teil seiner Bevölkerung an Hungerkatastrophen verloren. Das kann man beides wohl kaum als Erfolg verkaufen.

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@HansImGlueck178

Die internationalen Hilfsaktionen gibt es seit einigen Jahren in Nordkorea nicht mehr, du Witzbold.

Eine hochproduktive Wirtschaft wie die Stalinsche, kannste nicht allein durch Zwang erreichen. Ginge das, dann wäre das Hitler-Regime ja gleichfalls hochproduktiv gewesen, was aber nicht der Fall war.

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@voayager

"Die internationalen Hilfsaktionen gibt es seit einigen Jahren in Nordkorea nicht mehr, du Witzbold."

Weil das Land nicht mehr Millionen Hungertote vorzuweisen hat. Das macht noch keine starke Wirtschaft. Allein zwischen 1992 und 1998 schrumpfte die um die Hälfte und es gab zwei bis zweieinhalb Millionen Hungertote im Land. Im Holodomor in der Ukraine kamen unter Stalin allein 3 bis 14 Millionen Menschen durch den Hungertod um, 1,3 Millionen durch die Kollektivierung 1930 in Kasachstan. Unter Mao waren es an die 30 Millionen Hungertote, durch eine fehlgeleitete Landwirtschaftspolitik. Großartige Erfolge!

"Eine hochproduktive Wirtschaft wie die Stalinsche, kannste nicht allein durch Zwang erreichen."

Nicht allein, aber zu einem gewaltigen Teil. Dazu die gewaltsame Übernahme anderer Länder und der Laden läuft halbwegs...

"Ginge das, dann wäre das Hitler-Regime ja gleichfalls hochproduktiv gewesen, was aber nicht der Fall war."

Du unterschätzt die Kriegswirtschaft des Dritten Reiches enorm.

Mit seinem geschätzten BIP pro Kopf liegt Nordkorea übrigens weltweit etwa auf Rang 160. Großartige Wirtschaftskraft!

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@HansImGlueck178

Die Sowjetunion lag wirtschaftlich übrigens immer hinter den westlichen Ländern zurück, seit 1970 vergrößerte sich der Abstand immer schneller.

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@HansImGlueck178

Hungertote in der SU gab es nur in der Phase der Zwangskollektivierung, danach nicht mehr, dann ging es stetig aufwärts.

Das jetzige Nordkorea ist nicht mit dem jetzig3en zu vergleichen.

Hitlers Wirtschaftskraft zeigte sich z.B. bei der geringen Panzerproduktion. Allein die Panzerschmiede Magnitogorsk produzierte so viel Panzer wie das gesamte faschistische deutsche Reich.

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@voayager

"danach nicht mehr, dann ging es stetig aufwärts"

Stimmt, abwärts war ja auch nicht mehr möglich.

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