woher kommen die gedankenaussetzer

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5 Antworten

Das sind keine schachlichen Phänomene, sondern allgemein auftretende!!

Du sitzt bei der Mathearbeit in der Schule, bist hochmotiviert, hast gut gelernt, fühlst dich super und wenn der Lehrer in der Folgewoche die durchgesehenen Arbeiten benotet zurückbringt, erfährst du deine Katastrophe: 6!! :-))

Deine Frau erzählt dir ihre Tageserlebnisse und du bittest deine Frau, dir bei einem persönlichen oder arbeitstechnischen Problem zu helfen … Hast du zugehört? :-))

Gegen diese Aussetzer sind selbst GMs nicht gefeit. Nur treten sie dort seltener auf und viele „Patzer“ wissen dann die Gunst der Stunde nicht zu nutzen … :-))

Dies ist ein Phänomen, das selbst auf höchstem Niveau auftritt. Spielt man Partien von Supergroßmeistern (ELO >=2700) nach, so sieht man selbst da Fehler, die eigentlich nicht vorkommen dürften. Bei eigenen Partien frage ich mich hinterher auch oft wie ich oft einfache Züge übersehen konnte. Meiner Meinung nach gibt es dafür 2 Gründe (außer Zeitnot):

  1. Unsaubere Variantenberechnung: Man sollte sich eigentlich ein Verfahren zurechtlegen, welche Züge in welcher Reihenfolge überprüft werden. Zum Beispiel: Erst alle Schachgebote prüfen, dann alle Schlagmöglichkeiten, dann Figuren angreifen, usw. Für die gegnerischen Züge das gleiche; bei Bedarf muss die Vorausberechnung über mehrere Züge erfolgen. So kann es z.B. nie passieren, dass man ein Matt übersieht oder eine Figur stehen lässt. Aber selbst Kramnik hat mal als Weltmeister gegen einen Computer ein einzügiges Matt übersehen (der größte Fehler aller Zeiten). Offenbar schafft es niemand in jeder Lage konsequent und vollständig die Varianten zu berechnen.
  2. Simple Verwechslungen von Zügen oder falsche Analogieschlüsse. Im Kopf wirbeln dann die Varianten durcheinander; man rechnet im Kreis, weil man der eigenen Berechnung nicht traut und ähnliches.

Ich glaube, in gewissem Umfang muss man damit leben. Solange man weniger Fehler als der Gegner macht ist das ok. Aljechin (ehemaliger Weltmeister) sagte einmal auf die Frage, wie viele Züge er denn vorausberechne: „Einen Zug mehr als der Gegner“.

Ich denke, Dein Verhalten ist inkonsequent.

Du siehst im voraus, dass Du in eine Sackgasse gerätst und gehst den falschen Weg trotzdem. Machst Du das im richtigen Leben genauso, oder nur im Schach?

Wenn der gute Gedanke plötzlich weg ist, hast Du vielleicht ein Defizit in Deinem Kurzzeitgedächtnis. Damit würde ich mal zum Neurologen gehen...

Übrigens: Ginkgo und hochdosiertes Vitamin B12 können bei solchen Hirnausfällen helfen!

"ich denke noch wow , ich habe,auch vor kurzen ne lektion,im internet, darueber gesehen, in der gesagt wurd wie scjcht das ist und bin stolz, das erkannt zu haben, mache dann aber trotzdem den zug...warum???"

Bevor du die Figur berührst und setzt - solltest du dir die Frage stellen - ob du den Zug wirklich machen willst - oder lieber einen anderen.

Bevor du dich nicht eindeutig entschieden hast - musst du dann allerdings die Hände still halten!

Alles Gute!

HÄ? also ganz ehrlich ich verstehe dein kauderwälsch (schreibt man es so?!) nicht...

Nein, sondern Kauderwelsch.

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