Woher kann man heraus finden wer man ist und wie man ist?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Hallo, WilliamP! Aus meiner Sicht gibt es tatsächlich einen Weg, diese Frage umfassend zu beantworten. Er ist schwer, dauert lange, aber es LOHNT SICH!!

Du bist, was IN DIR ist. Du bist Deine Gedanken und Gefühle. Das klingt erstmal banal, aber wir haben ja noch das schöne Konzept des 'Unterbewussten'. Niemand würde abstreiten es zu haben. Aber jeder würde abstreiten, drin zu haben, was nun mal 'drin' ist. Dort drin sind alle Verletzungen und Demütigungen, die wir je erlebt und nicht verarbeitet haben. Dort ist aller Zweifel, aller Schmerz, denen ein Mensch fähig ist, wenn Du so willst das Leiden Christi, der ja nun mal ein Mensch war. Du bist was in Dir ist. Wie soll man aber wissen, wer man ist, wenn man nicht WEISS, wer man ist, weil man es unbewusst hält? Wie kommt man also an die 'Unbewussten' Anteile? Die unbewussten Gedanken und Gefühle müssen natürlich ganz normal gedacht und gefühlt werden, um überhaupt zu existieren. Der Unterschied ist, dass sie während des Denkens und Fühlens völlig ignoriert, danach sofort 'vergessen' und auf den Inhalt angesprochen, bis ins Grab verleugnet wird! Der ganze Trick ist, diesen Mechanismus zu knacken! Sieh ohne Angst HIN. Verleugne es NICHT MEHR. Da ist eine ganze Ebene in einem, die keiner Kontrolle unterzogen ist, die sich kurz vor dem Einschlafen hochwühlt und wütet. Dort findest Du, wer Du AUCH bist. Die ultimative, alte Waffe dagegen, denn es ist ohne diese Waffe nicht zu ertragen, ist:

Annehmen, Loslassen, Vergeben!

Das wird Deine Verletzung mildern und irgendwann heilen. Also: Sieh hin, knack den Mechanismus 'Unterbewusstsein' (was die meisten sicher für unmöglich halten, aber ich sage Dir: es GEHT!) und nimm an, lass los und vergib, was Du dort findest. Das ist in Kurzform eine Selbstfindung.

Wenn Du es noch genauer lesen möchtest, schau auf meiner Seite vorbei:

http://www.neoformismus.com/

Alles Gute auf Deinem Weg!

Joachim

manfred28 10.12.2013, 00:20

Ja, du BIST, was in DIR ist. Aber sind wir tatsächlich unsere Gedanken und unsere Gefühle? NEIN. Wir sind weder unsere Gedanken, noch unsere Gefühle. Die Gedanken und Gefühle sind materiell und vergänglich. Von daher nicht wirklich real. Sie spiegeln unser Ego wieder. Doch wir sind nicht unser Ego. Es ist der Schein, der trügt, zu glauben, wir seien das Ego.

Im Grunde stellt sich nicht die Frage, wer ich bin, sondern, was ich bin. Woher kommt die Lebendigkeit, die in uns ist bzw. die wir sind? Wir sind die Lebendigkeit, wir sind das Leben. Es ist das Göttliche, das wir sind. Sonst wären wir nicht lebendig.

Wieviel Sinn soll es machen, sich auf die Vergangenheit zu konzentrieren? Auf die Verletzungen und Schmerzen der Vergangenheit? Das Leben findet jetzt statt, nicht in der Vergangenheit. Je mehr wir uns auf unsere Verletzungen und unseren Schmerz konzentrieren, desto tiefer katapultieren wir uns wieder hinein.

Wenn wir im Hier und Jetzt leben, ohne Gedanken an Vergangenheit und Zukunft, sondern mit Konzentration auf das JETZT, sind wir dem Göttlichen ganz nahe, dass wir es spüren können. Und dann, wenn man es spürt, dann weiß man, wer bzw. was man ist. Und die Frage beantwortet sich von allein.

Die Vergangenheit und die Zukunft sind lediglich Gedanken, sie existieren nur in unseren Köpfen, nichts weiter. Sie sind nicht wirklich.
Gott existiert in der Gegenward. Und du findest Gott bzw. dich nicht im Außen, sondern nur in dir selbst. Also lebe im Hier und Jetzt ohne Gedanken an Zukunft oder Vergangenheit. Dann wirst du bald erfahren, was du bist.

1

Die Beantwortung dieser Frage ist für einen Menschen zeitlebens viel zu komplex. Die Bibel schreibt sinngemäß darüber, daß erst mit dem Tode die absolute Selbsterkenntnis im Spiegel Gottes kommt. Bis dahin spielen wir viele, viele Rollen, die wir im Spiegel unserer Welt annehmen. Möglicherweise gibt es hinieden eine Annäherung an unser Wesen, wenn wir unsere Emotionen in Reaktion auf die - wichtig! - Gegenwart (nicht Vergangenheit) wahrnehmen. Eine Psychologin vertrat die Ansicht: "Geh dahin, wo die Angst ist!" Niemals spürt man sich mehr als in Augenblicken höchster Herausforderung und in jenen Momenten wissen Sie, wer Sie sind und was Sie ausmacht.

Das ist eine schwierige Frage, die dir jedoch nur du selbst beantworten kannst. Du selbst entscheidest tagtäglich, wer du sein möchtest. Versuche, so zu sein, wie du es für richtig hältst, klammere dich dabei aber nach Möglichkeit nicht an Vorbildern fest.

Die Einsicht, dass Du andere kopierst, oder wie es in einer anderen Antwort stand Rollen spielst, ist ein sehr wichtiger Schritt. Richtig ist auch, dass nur Du selbst herausfinden kannst, wer Du bist. Also vergiss alle Angebote, bei denen jemand anderes Dir das erzählen will.

Die gute Nachricht ist, dass Selbsterkenntnis tatsächlich möglich ist. Im Tantra beginnen wir damit, dass Du lernst Andere anzunehmen. Mit der Wahrnehmung des Anderen, schulst Du automatisch auf die Wahrnehmung Deiner selbst. Und gleichzeitig musst Du aushalten, dass Du auch von anderen wahrgenommen wirst. Klingt nahezu selbstverständlich, ist es aber leider überhaupt nicht.

Später zerbröseln wir Deine Rollen und Konventionen mit Deinen Gefühlen und Bedürfnissen. Erst dann bist Du überhaupt in der Lage, den Weg zu Dir anzutreten. Am Ende wirst Du Dich wahrscheinlich weder als Engel noch als Psychopath entdecken, aber so einfache Kategorien werden uns einzigartigen Wesen ohnehin nicht gerecht.

Der Weg dauert eine Weile. Aber wer sich ernsthaft auf die Reise begibt, kann nach ein paar Jahren schon ein sehr gutes Verständnis von sich haben. Als Nebeneffekt wird das Leben leichter und einfach geiler, weil Du es dann für Dich leben kannst, nicht für Deine Vorbilder.

Namasté,

lars (www.tan-tra.de)

Ja, du BIST, was in DIR ist. Aber sind wir tatsächlich unsere Gedanken und unsere Gefühle? NEIN. Wir sind weder unsere Gedanken, noch unsere Gefühle. Die Gedanken und Gefühle sind materiell und vergänglich. Von daher nicht wirklich real. Sie spiegeln unser Ego wieder. Doch wir sind nicht unser Ego. Es ist der Schein, der trügt, zu glauben, wir seien das Ego.

Im Grunde stellt sich nicht die Frage, wer ich bin, sondern, was ich bin. Woher kommt die Lebendigkeit, die in uns ist bzw. die wir sind? Wir sind die Lebendigkeit, wir sind das Leben. Es ist das Göttliche, das wir sind. Sonst wären wir nicht lebendig.

Wieviel Sinn soll es machen, sich auf die Vergangenheit zu konzentrieren? Auf die Verletzungen und Schmerzen der Vergangenheit? Das Leben findet jetzt statt, nicht in der Vergangenheit. Je mehr wir uns auf unsere Verletzungen und unseren Schmerz konzentrieren, desto tiefer katapultieren wir uns wieder hinein.

Wenn wir im Hier und Jetzt leben, ohne Gedanken an Vergangenheit und Zukunft, sondern mit Konzentration auf das JETZT, sind wir dem Göttlichen ganz nahe, dass wir es spüren können. Und dann, wenn man es spürt, dann weiß man, wer bzw. was man ist. Und die Frage beantwortet sich von allein.

Die Vergangenheit und die Zukunft sind lediglich Gedanken, sie existieren nur in unseren Köpfen, nichts weiter. Sie sind nicht wirklich.
Gott existiert in der Gegenward. Und du findest Gott bzw. dich nicht im Außen, sondern nur in dir selbst. Also lebe im Hier und Jetzt ohne Gedanken an Zukunft oder Vergangenheit. Dann wirst du bald erfahren, was du bist.

jobobbel 19.12.2013, 21:30

Der einzige Beweis der eigenen Existenz ist dieser: Ich denke, also bin ich. Umgekehrt bin ich also das, was ich denke, was von einer klaren Logik ist. Natürlich haben Gedanken und Gefühle einen körperlichen Aspekt, den Aspekt der Vergänglichkeit. Sie haben aber auch einen spirituellen Aspekt. Beschreibe mir doch zum Beispiel mal den Raum, in dem Gedanken und Gefühle stattfinden...
Das Leben und die 'Lebendigkeit', die Du als Beweis der 'Göttlichkeit' anführst, ist nämlich genau so vergänglich wie ein Gedanke. Das Leben und die Lebendigkeit kommt vom Tier, das sollte man nicht außer Acht lassen. Das Leben ist das Erbe des Tieres, welches man überwinden muss, um 'Mensch zu werden', was immer das erst mal bedeutet. Um dieses Erbe zu verarbeiten, um das Jetzt überhaupt verstehen zu können, muss man die Vergangenheit verstehen, und das bedeutet eine konsequente, logische Analyse. Das mögliche Ziel menschlicher Entwicklung ist die absolute Gelassenheit. Das bedeutet umfassendes Loslassen, Annehmen, Vergeben. Das wiederum bedeutet eine Verarbeitung der Vergangenheit. Natürlich muss man jede einzelne Verletzung und Demütigung, jeden Schmerz, das Leiden Christi, wenn man so will, durchleben, immer wieder, bis man bereit ist, es gehen zu lassen. Natürlich sind wir unser Ego, das uns leiden lässt, bis wir es bewältigt haben. Erst dann kann der göttliche Funke wirklich ganz scheinen. Denn natürlich drängen sich die Gedanken der Vergangenheit sonst immer wieder auf, alles andere ist Selbstbetrug. Die Aussage, dass das, was 'nur in unseren Köpfen' existiert, nicht wirklich sei, halte ich für widersprüchlich. Du sagst, Gedanken sind nicht wirklich und materielles sei nicht real. (Warum sollte immaterielles dann real sein??) Dann sagst Du, Gott finde man nur in sich selbst. Also in den eigenen Gedanken, denn nichts anderes als Gedanken sind im Inneren. Wir können als Menschen nicht nicht denken. Selbst wenn alle kommunikativen Gedanken und Gefühle irgendwann eingestellt werden können, selbst die Wahrnehmung von Raum und 'Gott' – ist Gedanke. Nach Deiner Definition von Gedanken wäre dann diese Gotterfahrung – da im Kopf – nicht real. Nichts wäre real. Nichts. Aber Gedanken und Gefühle sind schlicht Tatsachen, da Du und wir sie denken und fühlen. ('Ich denke, also existiert dieser Gedanke.') Ich empfinde Deinen Ansatz da als kleine Augenwischerei... :-) (Die aber vielleicht aus bitterer Not entsteht.) Mit dem Erleben des Jetzt, das für mich selbst starke göttliche Aspekte hat, bin ich ganz bei Dir. Aber ich habe das Gefühl, Du schaust auf das Ende, ohne den Weg dahin gegangen zu sein. Den Weg, das eigene Leid zu erkennen, zu bewältigen, zu nutzen – und dann zu lassen. Das Ego gehen zu lassen. Du hast nach Deinen Worten, wie die meisten Menschen, auch (sehr?) gelitten. Du definierst Dein Leid als (-Gedanken-) 'nicht wirklich'. Dabei ist es der Beweis Deiner Existenz. Und die Chance dazu 'Mensch zu werden'! Die tierischen, leidenden, ekligen, verletzten, verletzenden, bösen Anteile, die (Achtung, Geheimnis:) alle in sich haben oder hatten, irgendwann gehen zu lassen. Nicht zu verleugnen und einfach als unwichtig zu deklarieren. Sie werden irgendwann automatisch völlig unwichtig und die Frage nach dem 'wer bin ich' und 'was bin ich' genauso, weil dann alles in der nur scheinbar unbefriedigenden Antwort: 'ein Mensch' endet. Wir müssen alle durch unser Leid, um irgendwann die Antwort nicht mehr total unbefriedigend zu finden, Floskel, hohl und leer, sondern voll, umfassend, abschließend und zutiefst befriedigend. Alles beantwortend:

Wer bin ich? - Ein Mensch.

0
manfred28 27.04.2014, 15:59
@jobobbel

@jobobbel: Du schreibst: "Ich denke, also bin ich". Nur weil ein großer Denker diesen Satz aufgestellt hat, heißt es nicht, dass das DIE Wahrheit sein muss, die nicht in Frage gestellt werden kann oder darf.

Solange wir meinen, unsere Logik könne uns Antworten auf die oben gestellte Frage geben, ist das Scheitern unumgänglich.

Wir glauben zu wissen und wissen doch im Grunde nichts, solange wir uns auf unseren Verstand verlassen. Der Verstand ist begrenzt. Er wägt ab ein Für und Wider und vergleicht, etc. um eine bestmögliche Entscheidung zu treffen. Doch letztendlich weiß er auch dann nicht, ob die Entscheidung richtig ist.

Das wahre Wissen, das jedem jederzeit zur Verfügung steht, kommt von innen heraus. Du kannst es auch Intuition nennen. Denn im Grunde deines Herzens kennst du immer den richtigen Weg. Je mehr du dich auf deine Intuition verlässt, desto näher kommst du deinem wahren Selbst, deiner eigenen Göttlichkeit.

Du identifizierst dich ganz offensichtlich mit deinen Gedanken und Gefühlen. Doch du schreibst ja selbst, dass diese vergänglich sind. Somit sollte dies ein klarer Hinweis für dich sein, dass es das nicht sein kann, was du BIST.

Du schreibst, das Leben und die Lebendigkeit seien ebenso vergänglich. Hier ist ganz offensichtlich, dass du die Körper meinst, die du in dieser Welt wahrnimmst. Doch hast du dir einmal die Frage gestellt, was diese Körper belebt? Wenn ein Mensch, ein Baum, ein Tier gestorben ist, beinhaltet diese Körper keine Lebendigkeit mehr. Sie verfallen anschließend, werden zu Nahrung für die Würmer und Mikroorganismen. Doch wo bleibt die Lebendigkeit, die einst diese Körper belebt hat? Du meinst, sie stirbt ebenso? Dann hast du die Lebendigkeit offensichtlich noch nicht entdecken können.

Du scheinst die Menschen vor die Augen zu sehen, statt in sie hinein. Erkenne die Lebendigkeit in sie. Es ist die gleiche Lebendigkeit, die dich belebt. Dann wirst du feststellen, dass es völlig gleichgültig ist, ob ein Mensch schwarz oder weiß ist, ob er westlich konditioniert wurde oder fernöstlich. Denn wie auch immer... diese Menschen werden von der selben Lebendigkeit belebt. Ebenso verhält es sich mit den Tieren, etc. Auch sie sind unsere Brüder und Schwestern, die von der selben Lebendigkeit belebt werden. Wer keinen Respekt vor allem Leben aufbringen kann, gebührt damit Gott keinen Respekt. Und wer kein Mitgefühl für alle Mitgeschöpfe aufbringen kann, hat sich getrennt von der Göttlichkeit... ist in seinem Ego gefangen und glaubt, von allem getrennt zu sein. Schau hin und erkenne, dass du mit allem verbunden bist.

Wenn wir unser Ego überwinden mit all seinen unnützen Anhaftungen, seien es Überzeugungen, die unser Ego kreiert hat aufgrund seiner Lebenserfahrungen und den damit verbundenen Gefühlen, die er selbst verursacht mit seinen Gedanken, dann können wir den Kreislauf von Tod und Wiedergeburt durchbrechen und zum ewigen Leben gelangen. Dieser Weg ist natürlich ein Prozess, der kaum von heute auf morgen stattfinden kann.

Jeder sollte wissen, das wir unsere Realität mit unseren Gedanken und den damit verbundenen Gefühlen selbst kreieren. Das, was wir in die Welt aussenden, kommt zu uns zurück. Gedanken und Gefühle sind Energie, die wir stets aussenden. Auch unser Körper ist nichts anderes als Energie in verdichteter Form. Das kosmische Gesetz von Ursache und Wirkung - Was wir säen, das ernten wir - ist genial. Ein perfektes selbsterzieherisches System. Wir können niemanden für unsere negtiven Erfahrungen verantwortlich machen, da wir immer selbst der Verursacher sind für unsere Erfahrungen... seien sie negativ oder positiv.

@jobobbel, du schreibst: Zitat: "Dann sagst Du, Gott finde man nur in sich selbst. Also in den eigenen Gedanken, denn nichts anderes als Gedanken sind im Inneren".

Hier muss ich dir leider sagen, dass das ein weit verbreiteter Trugschluss ist. Dass dies nicht der Fall sein kann, wirst du am besten feststellen können, wenn du folgende Übungen machst: Setze dich hin ohne Gedanken an Vergangenheit oder Zukunft. Schau einfach hin, was ist. Beobachte dich selbst, deinen Körper und/oder das, was dich gerade umgibt. Einfach nur schauen und beobachten, ohne zu bewerten (!). Und zwar im Jetzt. Wenn du Gedanken hegst, bist du nicht im Hier und Jetzt. Werde zum Beobachter bei allem, was du tust. Und dann sage mir: Wer ist denn dieser Beobachter? Was ist dieses Bewusstsein, das da wahrnimmt? Es sind nicht deine Gedanken. Es sind auch nicht deine Gefühle. Schau einfach hin und beobachte immer wieder im Hier und Jetzt, ohne zu bewerten, was du gerade wahrnimmst. Dann wirst du irgendwann erkennen, dass du mehr bist als deine Gedanken und deine Gefühle.

Wenn wir im Hier und Jetzt sind ohne lästige Gedanken, dann kommen wir dem Göttlichen immer näher. Denn das Bewusstsein, das da wahrnimmt, ist die Göttlichkeit, die in dir ist.

2

Was möchtest Du wissen?