Woher kann es kommen, dass jemand seine Weiblichkeit verachtet?

8 Antworten

die gesellschaft hat ein bestimmtes, festes bild von weiblichkeit, männlichkeit und vielem anderen, was allerdings nur einen kleinen ausschnitt des möglichen ausmacht. alles, was vom festen bild abweicht, wird als nicht-weiblich oder nicht-männlich usw. betitelt. das kann die leute, die ein bißchen anders sind, unter starken druck bringen. man kann dem druck nun nachgeben und sich anpassen oder man lernt, auf die gesellschaft zu pfeifen. beides hat vor- und nachteile. entspricht man dem gängigen bild, das die gesellschaft hat, kommt man in der gesellschaft besser zurecht. andererseits ist es vielleicht schwer, sich immer anders darzustellen, als man eigentlich sein möchte. passt man sich nicht an, hat man es in der gesellschaft schwerer. man muß sich zumindest blöde sprüche anhören. andererseits ist es vielleicht einfacher, weniger freunde zu haben, aber mit sich selbst im reinen zu sein. das muß jeder für sich selbst abwägen, was er schaffen kann und was ihm mehr wert ist. der tenor meiner antwort zeigt, dass ich mehr fürs nicht-anpassen bin. ich mußte mir früher auch den ein oder anderen dummen spruch anhören.

Für DEINE Antwort geben wir DIR einen Punkt, weil tatsächlich die menschliche Gesellschaft oft fixierte, was sie als männlich oder weiblich an sieht, Frauen und Männer sind von ihrer Gefühlswelt unterschiedlich gestrikt. Das ist nun mal so. Und somit haben Frauen und Männer eben unterschiedliche Empfindungen zur Weiblich- und Männlichkeit. GALLARIAOY

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Als Erwachsener trägt man meist das Wertesystem aus der Kindheit in seinem Unterbewußtsein. Und das, obwohl man inzwischen anders denkt. Es kann viele Gründe geben. Hier nur ein paar davon: Entweder hat die Mutter die eigene Weiblichkeit abgelehnt und dies auf die Tochter übertragen, oder der Vater hat die Tochter abgelehnt bzw die eigene Frau schlecht behandelt. Manchmal reicht es auch, das die Eltern sich lieber einen Jungen gewünscht hätten oder dass die Mutter ein schlechtes Vorbild für die Tochter abgegeben hat. Empfindet die Mutter die eigene Weiblichkeit als negativ, wird sie bereits bei der Pflege ihres Säuglings diese Abscheu übertragen.

Ich hatte früher das gleiche Problem wollte lieber ein Mann sein. Ich hatte Probleme mit meiner Weiblichkeit, wurde deswegen schon früh von Jungen angemacht, fand aber auch die weibliche Rolle demütigend. Habe immer wieder in meiner Jugend beobachtet, daß Frauen schlechter behandelt wurden. Unterschwellig ist das heute auch noch so. Und viele Frauen übernehmen es ohne es zu merken, müssen heute noch viel perfekter aussehen, schön sein, schlank sein, was weiß ich noch alles. Habe weiter oben gelesen, daß du eine Liste mit 57 Dingen hast, die du an dir hasst! Wow das ist schon erschreckend und du hast von Herzen mein Mitgefühl! Ich leide auch immer wieder mal unter Selbsthass und glaube aber daß es eigentlich der grösste Schaden ist, den man sich zufügen kann. Daher arbeite ich immer wieder selbst daran wenn ich es merke. Es gibt ein gutes Buch von Susan Jeffers "Selbstvertrauen gewinnen". Obwohl der Titel recht nichtssagend ist so ist doch der Inhalt sehr hilfreich. Das A und O ist es daß du ok bist so wie du bist ob Männlein oder Weiblein, schön oder (laut Gesellschaft) nicht so schön. Kein Grund sich zu hassen, aber ich weiß, daß das nicht immer so einfach ist. Man muß daran arbeiten und möglicherweise mit einem anderen Psychologen, lachen sollte keiner über dich wenn es dir schlecht geht. Pass auch dich auf. Alles Liebe

Wollte noch hinzufügen evtl. gibt es ja auch die Möglichkeit, daß du transexuell bist, heisst daß du das Gefühl hast in einem falschen Körper zu sein. Da habe ich keine Erfahrung aber es ist mir noch eingefallen.

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Die Frage ist sehr schwierig zu beantworten. Du hast ja schon ein ganz bestimmtes Thema angesprochen. Wer sagt dir, dass es nicht so ist - sexueller Missbrauch. Wer spricht schon gern und offen darüber. Manche Frauen erzählen auch einfach nur, dass sie gern ein Junge oder Mann wären. Nur um einfach mal zu wissen, wie es als Mann ist. Wie viele Männer haben den Gedanken - auch wenn er nur ganz kurz ist - einmal nur für eine kurze Weile eine Frau zu sein? Nu um zu sehen, wie es ist - mal ganz, ganz kurz!

Ich rede von mir selbst...

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  1. du hattest eindeutig den falschen/ungeeigneten psychologen. da gibt es vielerlei.
  2. gut wäre ein spiritueller ansatz, wenn du dich damit anfreunden könntest. wo es darum geht, was der sinn deines hierseins ist und wer du WIRKLICH bist und warum du so bist wie du bist...

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