Woher kam der Hass auf die Juden?

10 Antworten

Die meisten Leute glauben ja, die Nazis hätten den Hass auf die Juden erfunden. Stimmt schon, dass viele der Juden in Deutschland historisch bedingt wohlhabend waren. Der Neid auf die Juden war aber ganz sicher nicht der alleinige Anstoß für den allgemeinen Judenhass.

Nachdem im 1./2. Jhdt. n. Chr. (bin mir jetzt nicht ganz sicher) der Aufstand der Juden gegen die Römer gescheitert ist, hat die Diaspora begonnen. Die Juden haben sich überallhin verstreut, und überall (in Europa, aber auch in der islamischen Welt) haben sie sich dann im Mittelalter zu Rand- bzw. Parallelgesellschaften entwickelt. Sowas sehen ja die Rechtsextremisten heutzutage auch nicht gerne.

Immer wieder in der Vergangenheit gibt es Judenvertreibungen, Pogromen gegen die Juden etc. Es war im Mittelalter nämlich verpönt und für Christen auch verboten, mit Geldgeschäften (also Geldleihen) seine Brötchen zu verdienen. Diese Lücke haben dann die Juden gefüllt, warum sie bis hin zur Zeit des Dritten Reichs mit geldgierigen Typen in Verbindung gebracht wurden. Man hat die Juden aber nicht nur verstoßen, im Königreich Polen hat man sie im Hochmittelalter auch ins Land geholt, damit sie dieses von rückständig auf modern trimmen. 

Die NS-Ideologie fußt auf dieser Abneigung gegen die Juden und auf einer verqueren Interpretation der darwinistischen Lehre (--> Sozialdarwinismus). Sie haben die Welt in Rassen eingeteilt und die Juden dann eben in die unterste Schublade gesteckt. Als parasitäre Rasse haben die Juden nicht einmal die Berechtigung, den Herrenrassen zu dienen und mit der Wende im Zweiten Weltkrieg auch nicht mehr die Berechtigung zu leben (--> Endlösung der Judenfrage). Aber sogar die Nazis haben erkannt, dass sie einen Schritt zu weit gegangen sind. Anders kann ich mir nicht erklären, warum sie versucht haben, die Lager und den ganzen anderen Wahnsinn zu vertuschen.

Der Schock vom Holocaust hat die Juden dann flächendeckend dazu gebracht, auf die zionistische Schiene umzusteigen. D. h. sie haben mal beschlossen, das Land, das sie vor zweitausend Jahren verlassen haben, das aber natürlich rechtmäßig ihnen gehört, wieder zu besiedeln, und das obendrein mit einem eigens ausgedachten Kalender und einer eigens dafür kreierten Kunstsprache, dem Modernen Hebräisch. 

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Bitte, das war jetzt ein bisschen Geschichtsunterricht.

nope die welt wurde schon weit zuvor in rassen eingeteilt und das aus guten grund! das rassen dann unterschiedlich bewertet wurden ist ne andere sache. juden wurden aber nicht als rasse gesehen, sie wurden und werden überall verfolgt und als parasitäre gruppe wie du sagst, weil sie eine wohlhabende parralelgesellschaft in deutschland hatten die nicht in eine nationalsozialistische politik passt. gefängnisse voll also platz schaffen ausschwitz bauen

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@mieze17

Sicher wurden die Juden in der NS-Ideologie als Rasse gesehen, sie haben zur dritten Kategorie (neben Herren- und Sklavenrassen), der Kategorie der Schädlingsrassen gehört.

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Der "eigens ausgedachte Kalender" wurde im 4ten Jahrhundert eingefuehrt, also ueber tausend Jahre vor unserem Gergorianischen. 

Und die "Kunstsprache" basiert auf dem alten Hebraeisch, da aber offensichtlich viele Woerter nicht existierten, wurden seit dem Ende des 19ten Jahrhunderts neue erfunden, und werden es bis heute.

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@Steffile

Das mit dem Kalender war mein Fehler. Modernes Hebräisch ist aber eine Kunstsprache, denn nicht einmal der gute Jesus von Nazareth oder irgendein alttestamentlicher Prophet haben hebräisch gesprochen, damals war in der ganzen orientalischen Welt (Levante und Assyrisches Reich / Neubabylonisches Reich) Aramäisch als die Sprache der halbnomadischen Stämme und als Sprache der Juden die lingua franca. Hebräisch ist eine tote Sprache und seit langer Zeit nur mehr sakral ähnlich dem Lateinischen gebraucht. Das Moderne Hebräisch gilt heute als einziger Versuch, eine tote Sprache wiederzubeleben. 

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@Deponensvogel

Nur das mit dem 4. Jahrtausend verstehe ich nicht. Der Kalender entstand nach Wikipedia während des Babylonischen Exils, d. h. 600–500 v. Chr. Und erst im Hochmittelalter soll er sich in heutiger Form durchgesetzt haben.

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Christen, Juden und Muslime haben etwas gemeinsam. Es gibt Sekten. Und diese Sekten bestimmen heute oft die Weltpolitik. Was hat z.B. ein Papst mit der Bibel zu tun? Laut der Bibel darfst du nur Gott anbeten; du darfst streng genommen keine Toten anbeten. Selbst Maria wäre hier nicht ausgenommen. Dass ein Papst zahlreiche Götzenbilder hat, die angebetet werden, spricht mehr für eine Sekte als für die tatsächliche Religion in der Bibel.

In der Tora steht, dass die Juden erst dann nach Jerusalem dürfen, wenn Jesus zurück kehrt und dort sein Reich mit ihnen gründet. In der Bibel steht auch, dass Abweichler sich an die Anweisungen Gottes nicht halten werden. Aufrechte Juden sollen Jerusalem etc. meiden - dass steht gleich drei mal in der Bibel. Auch hier könnte man sagen, dass eine Sekte das anders sieht.

Und auch bei den Muslimen gibt es Sekten und Terrorgruppen. Allein zu den Muslimbrüdern könnte man ganze Vorträge schreiben, aber wenn man Assassinen schreibt, sollten die meisten begreifen, was ich mit einer Sekte meine. Die Selbstmordattentate der Assassinen waren scheinbar ein Vorbild für einige Muslime.

Ich glaube so richtig weiss das niemand, und diese Frage wurde schon oft von Historikern und anderen Menschen gestellt.

Vielleicht ist es einfach wie man die Klassenkameraden hasst, die einen daran erinnern, dass Abschreiben verboten ist, so werden Juden gehasst, weil sie es waren, die mit den zehn Geboten eine Moral schufen, nach der Menschen gleichwertig und unendlich wertvoll sind. 

Diese Moral wurde spaeter von Christen und Islam uebernommen, und war immer im Hinterkopf, als es um soziale Gerechtigkeit (und Kommunismus) ging, und sie stand im totalen Gegensatz zu Hi*lers Ueberzeugung.

Also das ist ja mal ein Blödsinn. Niemand hat die Juden gehasst, weil sie die zehn Gebote eingeführt haben. Außerdem sind nach den Juden die Menschen grade nicht gleichwertig und unendlich wertvoll. Der gute alte JHWH hasst so ziemlich alle, die sich an seinem auserwählten Volk vergehen oder nicht an seine Wenigkeit glauben.

Hitler hat die Juden sicher nicht gehasst, weil ihre Werte total im Gegensatz zu seinen standen, sondern weil sich schon seit über tausend Jahren in Europa ein Judenhass aufgebaut hat und er daran nur angeknüpft hat.

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