Woher hatte Hitler 1930 die 6,4 Millionen Stimmen bei der Wahl für die NSDAP?

5 Antworten

Seit Beginn des Kabinetts Brüning im September 1930 befand sich die Demokratie in einer sich stetig zuspitzenden Krise, aus der die NSDAP letztlich am erfolgreichsten zu profitieren wusste: Mit einer Integrationskraft, mit einer Breitenwirkung, die keine Partei zuvor entfaltet hatte. Erhielt die NSDAP bei den Reichstagswahlen im Mai 1928 gerade einmal 800 000 Stimmen (2,6 Prozent), waren es im September 1930 urplötzlich 6,4 Millionen Deutsche, die ihr Kreuz für Hitlers Partei machten (18,3 Prozent). Parteienforscher Jürgen W. Falter konstatiert deshalb, es habe sich um die erste deutsche „Volkspartei“ gehandelt. Hitler an der Spitze der neuen, offen die deutsche Vorherrschaft anstrebenden Bewegung – als Hoffnungsträger der Massen, dem durch die nationalsozialistische Propaganda des Joseph Goebbels bald eine quasi-messianische Aura anhaftete: Die Aura des Erlösers des deutschen Volkes. Viele Stimmen verzeichnete die NSDAP im Lager der ehemaligen Nichtwähler. Die Mehrheit ihrer Anhänger hatte zuvor aber andere Parteien gewählt, vor allem aus dem konservativen und dem liberalen Lager. Protestanten wählten die NSDAP doppelt so häufig wie Katholiken. Viele waren Selbstständige, Bauern, Rentner oder Pensionäre; weniger vertreten waren die Angestellten. Auch Arbeiter wählten eher die Sozialdemokraten oder die KPD. Einen Mythos hat die Forschung mittlerweile als solchen entlarvt: Es waren nicht die Frustrierten, die Hoffnungslosen, das Heer der Arbeitslosen, die Hitler seit den 30er-Jahren massenhaft wählten. 6,128 Millionen Arbeitslose waren es im Februar 1932, noch bevor Hitler als Reichspräsident gegen Hindenburg antrat und scheiterte. Schon vor Hitler und seinen scheinbaren wirtschaftlichen Erfolgen zog die Konjunktur leicht an, die Zahl der Arbeitslosen nahm ab.

Die Geschichte sagt die Stimmen waren legal weil die Menschen die Hoffnung hatten dass Hitler D wieder voran bringt. Er war auch ein überzeugender Redner, konnte Leute mitreißen und Dinge plausibel erklären. Was dann später kam haben sie selbstverständlich nicht geahnt.

Die Stimmen setzten sich zusammen aus

  • bürgerlichen Wählern, die von den demokratischen Parteien enttäuscht waren und unter den Folgen der Inflation und der Wirtschaftskrise litten und die Demokratie mit der Kriegsniederlage und dem Versailler Vertrag verbanden,
  • Wählern aller Schichten, die die Gesellschafts- und Kulturumbrüche der 20er Jahre ablehnten und einer alten autoritären Staatsauffassung anhingen,
  • Arbeitslosen, denen die Verelendung drohte.

Wieviel Stimmen hat noch die geliebte aFd?

5

Von 18, 3 % der Wähler, die zuvor wohl rechtskonservative und andere rechte Parteien gewählt hatten.

Die hatte er mit Gewalt erhalten oder gekauft

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