Woher hat das I Männchen seinen Namen? Hab das noch nie verstanden....

4 Antworten

Also, ich habe viele Erstkläßler eingeschult. In keinem Jahr haben wir mit dem "i" angefangen. Kenn keine Fibel, die mit dem "i" anfängt.

Den Erstklässler wurde in der Vergangenheit das Alphabet mit der Fibel vermittelt. Mit ihrer Hilfe lernten sie als ersten Buchstaben "i" zu schreiben. Daher stammt das "i" vor dem Männchen, welches den Buchstaben auf einer Tafel hochhielt. Im Rheinland werden Kleinkinder, die gerade eingeschult wurden, i-Dötzchen genannt.

Mit „Dotz“ oder „Dötzchen“ werde im Rheinischen ein „kleines Kind“ oder auch ein „kleiner, dicker Mensch“ bezeichnet, erläutert Cornelissen. In diesem Sinne sei es auch im Westfälischen und im Norden Nordrhein-Westfalens bekannt. Das Wort habe eindeutig einen positiven Beiklang im Sinne von „knubbelig“. Das „i“ erkläre sich damit, dass früher in der Schule der Buchstabe „i“ am Anfang beim Lesen und Schreiben allen Lernens gestanden habe.

Im Rheinland habe das „i-Dötzchen früher übliche Worte wie das „i- Männchen“, das „i-Männeken“ und den „i-Köttel“ verdrängt, berichtet Cornelissen. Am Niederrhein, im Ruhrgebiet und im nördlicheren Nordrhein-Westfalen sei es ebenfalls geläufig, und dort gebe es die Abwandlung „i-Dötzken“.

http://www.focus.de/schule/schule/unterricht/schulstart/sprachgebrauch_aid_23500.html

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