Woher haben Päpste ihre Namen?

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Der Papstname wird von einem neu gewählten Papst anstelle seines Taufnamens angenommen und verbleibt ihm, wie im Fall des Papstes Benedikt XVI., auch nach einem Amtsverzicht. Seinen Namenstag begeht der Papst hingegen nach wie vor nach seinem Taufnamen. Der Papstname wird der in Rom versammelten Menge am Ende eines Konklaves vom Kardinalprotodiakonauf Lateinisch verkündet:

„Annuntio vobis gaudium magnum: Habemus Papam! Eminentissimum ac Reverendissimum Dominum, Dominum N.N.(a), Sanctae Romanae Ecclesiae Cardinalem N.N.(b), qui sibi nomen imposuit N.N.(c)“

„Ich verkünde euch eine große Freude: Wir haben einen Papst! Seine Eminenz den hochwürdigsten Herrn, Herrn [Taufname des Gewählten(a)], der Heiligen Römischen Kirche Kardinal, [Familienname des Gewählten(b)], welcher sich den Namen [Papstname(c)] gegeben hat.“[1]

Sollte ein Angehöriger einer der unierten Ostkirchen zum Papst gewählt worden sein, entfällt das Wort „Romanae“. Ist der Gewählte nicht im Kardinalsrang, entfällt der entsprechende Passus.

Die Tradition, bei der Wahl zum Papst einen neuen Namen anzunehmen, reicht zwar nicht bis zu den Ursprüngen des Papstamtes zurück, aber durch Abstimmung der Namen der modernen Päpste mit denen des Altertums und durch eine einheitliche Nomenklatur von den Anfängen bis heute trägt er auf seine Art zum Fortbestand dieser Institution bei.

Quelle : https://de.wikipedia.org/wiki/Papstname

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Im Evangelium nach Matthäus hieß der Apostel Petrus eigentlich Simon. Jesus gab ihm einen neuen Namen.

Durch diesen Ausspruch, der nach katholischem Verständnis das Papstamt insgesamtbegründet, entstand die Tradition des Papstnamens: „Du bist  Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen“.

Dieser „sprechende“ Name (auchim Deutschen gibt es welche: Gotthilf, Fürchtegott etc.) hat auch die Funktion eine Richtung des Wirkens des neuen Papstes zu begründen.

Früher gab es gelegentlich eine Häufung wie zum Beispiel Pius. In letzter Zeit haben aber die Neugewählten schon Zeichen setzen wollen.

Der heilige Franziskus hat im Mittelalter mit seinem Orden ein Beispiel für Armut gesetzt und sich damit vom Prunk abgesetzt.

Benedikt war ebenfalls ein Gründer, seine Regeln für Mönche sind besonders prägend gewesen.

Aber nicht nur Päpste nehmen einen neuen Namen an. Es ist in katholischen Klöstern auch für Nonnen bzw. Ordensschwestern üblich einen neuen Namen anzunehmen, symbolisch für den neuen Lebensabschnitt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der neu gewählte Papst wird nach der Konklave (Papstwahl) gefragt, mit welchem päpstlichen Namen er ab jetzt angesprochen werden möchte.

Üblich sind Namen von Aposteln, Heiligen oder Märtyrern, meist auch in Anspielung auf die zukünftige Ausrichtung seiner Amtszeit (z.B. Franziskus I als Wunsch einer "armen Kiche für die Armen" https://de.wikipedia.org/wiki/Franziskus_(Papst)#Name)

Die Päpste Johannes Paul I und II wählten diese Namen zu Ehren ihrer Vorgänger Johannes XXIII. und Paul VI als Statement "Ich mach da weiter, wo die aufgehört haben".

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja, aber Jesus und Petrus (auch Simon) sind verboten. Dann gibt es noch Namen, die sind unerwünscht aber nicht verboten, z.B. Andreas (Bruder des Petrus), Oktavian (ein typischer heidnischer Name, ohne, dass es einen bedeutenden Christ mit diesem Namen gab). Generell kann man man sagen, dass besonders Namen salonfähig sind, die bedeutende christliche Persönlichkeiten trugen. Aber auch Extravaganzen sind zulässig. So hat Luciani den Namen Johannes-Paul I gewählt, den 1. Doppelnamen in der Papstgeschhichte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Genau richtig.

Sie geben ihn sich selbst und nehmen ihn mit Beginn ihrer Amtszeit, d.h. im Konklave nach erfolgter Wahl, an. Üblich ist das etwa seit 1000 Jahren. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nachdem er gewählt worden ist wird er gefragt, wie er in Zukunft als Papst angesprochen werden will. Er sucht seinen neuen Namen also selbst aus.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Denn können sie sich quasi selbst aussuchen. Allerdings ist es eine eingeschweißte Regel, dass der Name Sinn haben muss. D.h. dass die Orientierung für die Auswahl eines geeigneten Namens z.B nach einem früheren Gläubigen/Heiligen /Papst getroffen wird, dessen Botschaft man wieder aufgreift oder weitergibt. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von sukuum
12.08.2016, 09:48

ah ja, weil einer heisst johannes, der nächste paul, und die nächsten beiden johannes paul. das war auch der grund für meine frage

0

die frage hast du selber schon beantwortet!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

die geben sie sich selber

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?