Woher bekommt ein Diabetologe sein Geld und wie bezahlt er seine Praxis und seine Angestellten?

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3 Antworten

Hallo Lunora,

der Patient ist normalerweise krankenversichert ... entweder in einer gesetzlichen oder in einer privaten Krankenkasse.

Hat der Patient eine Erkrankung, dann gibt es eine Tabelle, in welcher genau steht, wie viel Geld die Krankenkasse für welche Art der Untersuchung an den Arzt bezahlt.

Der Arzt muss somit pro Quartal (also alle 3 Monate) eine genaue Auflistung an die Abrechnungsstelle der Krankenkassen senden, wo geschrieben steht, wie oft der Patient im Quartal den Arzt aufgesucht hat und welche Untersuchungen vorgenommen wurden.

So bekommt der Arzt sein Geld zunächst einmal schon alleine für die Tatsache, dass der Patient überhaupt gekommen ist, dann bekommt der Arzt Geld für die Ausstellung von Rezepten und der Arzt bekommt Geld für die Untersuchungen, welche er vorgenommen hat.

Nun darf der Arzt aber nicht einfach so alles untersuchen, worauf er gerade Lust hat. Es gibt genaue Vorgaben, welche Untersuchungen bei welchen Symptomen oder Erkrankungen vorgenommen werden dürfen und zudem ist der Arzt an ein jährliches Budget gebunden, welches er nicht überschreiten sollte. Das bedeutet, dass pro Arzt ein bestimmter Betrag für das Jahr festgelegt wird, für welchen der Arzt Untersuchungen usw. anordnen darf. Wird dieser Betrag überschritten, muss der Arzt die Kosten für die Untersuchungen selber tragen. Da dies natürlich kein Arzt möchte, werden am Jahresende häufig Untersuchungen in das nächste Jahr verschoben, sofern sie nicht dringend notwendig sind.

Das Geld, welches der Arzt von der Krankenkasse bekommt, kann er aber natürlich nicht ausschließlich für sich behalten. Davon müssen auch noch seine Angestellten bezahlt werden und auch die laufenden Kosten für die Praxis an sich (Strom, Gas, Wasser, ggf. Miete usw.).

Ich hoffe, dass meine Erklärung für Dich einigermaßen verständlich war. Solltest Du noch weitere Fragen haben, teile mir diese bitte mit.

Ich wünsche Dir viel Erfolg für das Erstellen der Praktikumsmappe.

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Naja, prinzipiell bekommt ein Diabetologe sein Geld genauso wie jeder andere Arzt; von den Krankenkassen und von Privatpatienten. Jeder ist ja auf irgendeine Art versichert und der behandelnde Arzt bekommt dann bei jedem Besuch eine gewisse Menge Geld zugeschrieben. Medikamente, etc., die von den Ärzten verschrieben, bzw. ausgegeben werden, werden auch durch die Kassen bezahlt. Das Geld geht an den Besitzer der Praxis und dieser verteilt Lohn an die Angestellten. Außerdem muss Strom, etc. noch bezahlt werden. Das restliche Geld wird entweder neu investiert oder der Arzt behält es für sich. 

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KayranGo 25.09.2016, 11:30

Wenns noch genauer sein muss, kann ich mal meine Oma, bzw. mal meine Eltern oder meine Großtante fragen. Alle von denen sind Ärzte, meine Großtante speziell auch Diabetologe. 

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@Lunora,

ein Diabetologe bekommt sein Honorar von der Krankenkasse oder vom Patienten, je nach dem, wie der Patient krankenversichert ist.

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