Woher bekommen Chinesen und Inder ihre Vitamine?

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8 Antworten

Auch warme Gerichte enthalten Vitamine. Nur Vitamin C ist hitzelabil, aber das ist in vielen Nahrungsmitteln so reichlich enthalten, dass auch nach dem Erhitzen genügend übrig bleibt.

Auch hier in Europa haben die Menschen ihren Vitamin-C-Bedarf jahrhundertelang hauptsächlich durch Kartoffeln gedeckt - und die kann man ja bekanntlich nicht roh essen.

http://eatsmarter.de/ernaehrung/ernaehrungsmythen/kochen-gehen-vitamine-verloren

Asiaten essen durchaus auch rohes Obst und Gemüse. Außerdem auch rohen Fisch. Und im Gegensatz zu uns kochen sie Gemüse nicht zu Pampe, sondern dünsten es nur kurz - das ist den Vitaminen ziemlich egal. Zumal beim Dünsten kein Kochwasser weggeschüttet wird.

Ich sehe da eher die westlichen Kochgewohnheiten im Nachteil...

Ich vermute, dass es Zubereitungen gibt, bei denen die hitzeempfindlichen Vitamine  (B1, B6, B12, Folsäure, Pantothensäure, Vit. C) geschont werden. In diesem Artikel ist außerdem von Studien die Rede, die besagen, dass auch hitzeempfindliche Vitamine nach der Zubereitung teilweise noch erhalten sind www.naturundheilen.de/service/beratungsservice/artikel/vitamine-hitzebestaendig-oder-nicht/).

Außerdem bekommt jemand, der sich ohnehin traditionell gesund ernährt, gar nicht erst solche gravierenden Vitamin-Mangelzustände wie diejenigen, bei denen es durch exzessive westliche Fehlernährung zu bedrohlichen Versorgungsengpässen kommt:    

Menschen, die sich mit denaturiertem Junkfood zudröhnen und meinen, das sei 'Ernährung' - und sich dann über ihre abartigen Vergiftungssymptome wundern (für die die Solidargemeinschaft der Krankenversicherten auch noch aufkommt!) - haben einen hohen Vitaminbedarf, allein schon, um all die freien Radikale unschädlich zu machen und Gifte wieder auszuleiten, ganz zu schweigen von den Schwermetallen. 

Die Gewürze, die man für die östliche Küche braucht, haben Inhaltsstoffe, die oft gemeinsam eine Heilwirkung entfalten - soweit ich die kenne (aber auch, wenn ich sie nicht kenne!), nutze ich sie.   

Bei mir gibts regelmäßig Früchte und Wurzeln aus Fernost: Curcuma-Wurzeln, Ingwer-Wurzel, Tamarinde (Frucht mit viel Vit. C, lecker zu lutschen), Amla, chines. Gewürzstrauch (seit 8 Jahren im Garten,  winterhart, gibts bei Rühlemanns), chines. Gemüsebaum (ebenfalls Rühlemanns), div. Baumspinatsorten. Das alles ist eine sehr schöne Erweiterung der regionalen Küche, die ich damit etwas abwandle. 
 

Die Asiaten haben viele Früchte, die wir so nicht haben. Besonders Indien hat da so seine Vielfalt. Außerdem enthalten Fleisch und Fisch, besonders die Innereien, die hier weggeschmissen werden, aber dort als Delikatessen gelten, viele Vitamine (etwa B12). Fisch wird ja auch oft roh gegessen.

Abgesehen davon enthält Kimchi (koreanisches Sauerkraut) sehr viele Vitamine. Ist insbesondere im Winter in Nordkorea Hauptnahrungsmittel

Wer sagt denn, die asiatischen Küchen enthielten keine Vitamine? Die MANDARINe kommt wie der Name aus China, der Apfel, die Aprikose, weitere Zitrusfrüchte... viele Früchte kennen wir nicht. Obst sollte überall verfügbar sein. Die SO-asiatische Garküche ist da wohl keine Ausnahme. Vitamine bleiben auch teils erhalten.

>Fisch wird ja auch oft roh gegessen.

Sicher nicht in Indien und China. Obst gibt es in China, erscheint aber im Restaurant oder als Snack so gut wie nie.

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@iq1000

Von Indien weiß ich es nicht, aber in China ist Sushi allemal verbreitet (selbst dort gegessen). Und in jedem Haushalt steht immer(!) eine Schale mit Obst auf dem Tisch.

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In der Asiatischen Küche wird viel gegart, etc. Außerdem wird mit sehr viel mehr Gemüse gekocht.

Dazu ist Rohkost eigentlich gar nicht mal so gesund wie alle immer glauben.

Das Gemüse sollte eigentlich vor dem Verzehr mindestens kurz angedünstet werden, da es sonst auf die Verdauung schlagen kann.

In China wird oft nicht richtig gekocht und gerade Gemüse sind oft nicht durchgegart. Es werden also nicht alle hitzeempfindlichen Vitamine zerstört. Vitamin C zerfällt bei 75°C, da wird nicht immer erreicht.

Rohkost in Form von Salaten gibt es in China eigentlich nur in Peking. Ansonsten eher selten, selten mal findet man z.B. Alter Tiger Salat auf der Karte. Es gibt allerdings oft rohe Beilagen, z.B. Salatgurken in Sesamöl, oder auch Kimchi-verwandte fermentierte Gemüse.

Obst gibt es in China, ich denke aber der pro-Kopf Verbrauch ist dort eher weniger. Junk Food gibt es auch in China ohne Ende, in jedem Supermakrt findet man z.B. Instant-Nudeln in 100 Variationen.

Die essen dafür mehr Obst und Gemüse. Das wird es wieder ausgleichen.

Obst und Gemüse (frisch, ungekocht) ist ebenfalls Rohkost. Ein Freund war wochenlang in China zu Gast, da gab es IMMER NUR warme Gerichte, morgens, mittags, abends.

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Man kann Gemüse auch kochen, da ist nichts Rohkost. Wenn die Hälfte der Vitamine beim kochen zerstört werden musst du eben doppelt so viel essen.

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Sowohl in der indischen als auch in der chinesichen Küche ist Frittieren von Gemüse Alltag. So bleibt ein großer Teil der Vitamine erhalten.

Beim Frittieren von Kartoffeln oder Gemüse bleiben Vitamine besser erhalten als beim Kochen oder Dämpfen.

Quelle: http://www.richtig-essen.org/pdf/vitaminverlusteZubereitung.pdf

Außerdem werden Früchte und Säfte konsumiert (z. B. Litschi und Litschisaft in China, Mango und Mangosaft in Indien).

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