Woher bekomme ich ein medizinisches Gegengutachten und was kostet es?

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11 Antworten

Dir kann, wenn überhaupt, nur ein Fachanwalt für Sozialrecht helfen. Denn was du nicht brauchst, ist ein Gegengutachten, das deine BU bestätigt. Denn damit wäre der Versicherung in die Hände gearbeitet, weil eine BU mit deiner Diagnose nicht von heute auf morgen entsteht. Da ist immer eine Vorgeschichte, die dein behandelnder Arzt diagnostiziert hat.

Den Tipp mit der Ärztekammer kannst du sofort vergessen, weil die nur für Fehldiagnosen/Fehlbehandlungen für niedergelassene Ärzte zuständig ist.

Aber in deinem Fall geht es um die Interpretation deiner BU-Versicherung zu vorhandenen Befunden. Und die kann nur ein kompetenter Anwalt aud der Welt schaffen.

Auch von einer Hilfe beim Versicherungsombudsmann würde ich absehen, denn so neutral, wie die sich auf der HP geben, sind die garantiert nicht.

http://www.versicherungsombudsmann.de/home.html

Wenn Deine BU-Versicherung die Leistung verweigert wegen angeblich verschwiegener (einschlägiger) Vorerkrankungen, hilft Dir doch kein Gegengutachten. Ein Gegengutachten kann doch nur gegen ein bestehendes Gutachten gesetzt werden, nicht gegen eine Eintragung in der Krankenakte eines Hausarztes. Und gegen diese Eintragungen und die darauf basierende Auskunft Deines Arztes gegenüber der Versicherung kannst Du nicht mit einem heute zu erstellenden Gutachten vorgehen. Kein medizinischer Gutachter wird heute ein Gutachten zu Deinem Gesundheitszustand im Jahr 2002 erstellen.

Selbst wenn die Versicherung die Kündigung zurücknimmt kommt es zu einer faktischen Verweisung ! Die werden Dir einen Arbeitsplatz beschreiben den es möglicherweise so nicht gibt, die Arbeit aber von Dir durchgeführt werden könnte, und dann gehst Du wieder leer aus , und zahlst weiterhin Beiträge !

Wenn du eine Rechtsschutzversicherung hast, kannst du über diese einen Anwalt beauftragen.

Meist kennen sich Anwälte damit aus, wer von Versicherungen als Gutachter anerkannt wird.

Du kannst auch den Schieds- oder Ombudsmann deiner Versicherung fragen.

Erst einmal trenne die Dinge voneinander.

Die eine Sache ist die Versicherung und das andere die Feststellung ob eine Erkrankung vorliegt, die Berufsunfähgkeit darstellt.

Ein Gegengutachten wird m.E. nichts nützen, weil die genannte Erkrankung in der Vergangenheit liegt.

Fakt ist, das bei der Stellung der Gesundheitsfragen die genannten Erkrankungen nicht angegeben waren.

Hat die Versicherung angeboten, die eingezahlten Beiträge zurückzuzahlen?

Es ist zwar ärgerlich, aber es ist nichts zu machen. Es gibt keine Zeugen was der Arzt gesagt oder auch nicht gesagt hat.

Lucky

Ein kostenloses, aber verbindliches Gutachten erstellt der Schlichtungs-Ausschuss der jeweiligen Landesärztekammer !

Diese Gutachten ist bindend !

Die holen alle Akten ein, auch die von der Kassenärztlichen- Vereinigung, die übrigens auch ein Gutachten erstellen !

ES gibt ja sicher Krankschreibungen aus der Zeit. Einen Durchschlag davon wirst du ja wohl bekommen haben. Und jetzt willst du nichts mehr davon wissen, was dir damals genügte, um nicht arbeiten zu gehen?

Aber Hallo???

Es gibt eine einzige Krankschreibung aus dem Jahr kurz vor Weihnachten, wegen einer Magen-Darm-Grippe. Erkältungs- und Grippe-Krankheiten hatte ich aber angegeben. Ich war wegen nichts krankgeschrieben.

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@BUOpfer

In dem Fall würde ich noch ,al die Versicherung angehen und die Angelegenheit klarstellen. Und zugleich den Arzt angehen, wie er so etwas behaupten kann. Und danach die Aerztekammer über den Fall informieren. Irgendwo riecht das etwas merkwürdig - ich kann nur nicht genau sehen, wo...

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hallo! die ärztekammer kann dir da bestimmt weiterhelfen. viele grüße und frohe weihnachten

Ich brauche nun ein Gegengutachten, um meine BU zu bekommen. Was kostet das, woher bekomme ich es und wie stehen meine Chancen. Vielen Dank!

versuchs mal hier: http://www.roggenwallner.de/

100*DH!!! Die mit Abstand hilfreichste Antwort für mich! THX

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Habe ein Gutachten über Herrn Dr. Roggenwallner bekommen. Ich hoffe es hilft. Vielen Dank nochmal.

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@BUOpfer

Was soll Ihnen der anerkannte Gerichtspsychiater Dr. med. Bernd Roggenwallner bestätigen? Er kann doch nur ein aktuelles Gutachten ausstellen. Jetzt Rückwirkend auf 2002 Ansprüche zu stellen, wo Sie noch nicht versichert waren, hat wohl keine Aussicht auf Erfolg. Wenn der Hausarzt nur Johanniskraut verschrieb, waren die Depressionen wohl nicht relevant. Übrigens gehen die meisten ersten großen Lieben auseinander, wenn jeder Betroffene daraus Berufsunfähigkeit herleiten würde, bestände Deutschland nur noch aus einem Volk von Kranken. Für die Berufsunfähigkeitsrente, sollte man sich schon besseres einfallen lassen, als Liebeskummer und Prüfungsstress.

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Wuerde mich an die Aerztekammer wenden.

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