Wofür winziges Haus neben dem Bauernhof?

12 Antworten

Ich habe nie aus einem Bauernhof gewohnt, aber bei uns hiess es immer, dass diese kleinen Häuschen neben den Bauernhöfen "Speicher" genannt werden. Darin wurde das Getreide gelagert. Die Häuschen standen etwas abseits, damit zum Beispiel bei einem Brand, nicht auch noch das wertvolle Getreide verloren ging.

Hier habe ich noch einen Link zu diesen Kornspeicher gefunden:

https://www.ballenberg.ch/de/themen/hauslandschaften/3-berner-mittelland/332

Eventuell sind das genau diese Häuschen, welche du meinst =)

In der Größe Verschätzt man sich leicht mal. Besonders wenn das Bauernhaus groß ist (und das sind die meist)

Sehr oft dienten diese Häuser dann für die alt gewordenen Eltern. Früher haben ja die Kinder (oder besser eines der Kinder) den Hof übernommen und auch eine Familie gegründet. die Eltern wollten oder konnten dann nicht mehr bleiben und sind in das sogenannte (je nach Region) Altenteil oder Austragshäusl genannte Haus umgezogen..

Klein waren die schon, aber vergiss nicht dass man früher auch nicht so hohe Ansprüche stellte, ja stellen konnte. ne Stube, Küche, mit Glück noch ein Schlafzimmer, das musste reichen. Die Zimmer waren auch klein - sie Ansprüche

Es handelt sich um ein Altenteil!

Das Altenteil, welches auch Austrag, Auszucht, Leibgeding oder Leibzucht genannt wird, ist dann oftmals erfolgt, wenn eine landwirtschaftliche Hofstelle an die nächste Generation übergeben worden ist. Es handelt sich um wiederkehrende Leistungen.

Vermutlich waren das die "Austragshäusschen". Nachdem die Alten ihren Hof an den/die Nachfolger/Kinder übergeben haben, war es Brauch bzw. Teil des Deals, daß die Alten dafür in dem kleinen Häußchen bis zu ihrem Tod wohnen bleiben durften und sich um sie gekümmert wurde.

Zuhaus nennen wir sowas. das ist dann meistens für verwandte oder die alten (oma und opa) dort konnten sie leben. Die bauern konnten sie einspannen, hatten aber trozdem das haus für sich und ihre kinder.

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