Wofür sollte man dankbar sein und wofür nicht?

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2 Antworten

Verstehe ich das richtig? Jemand verlangt von Dir, dass Du seine Arbeit übernimmst, und wenn Du das ablehnst und er sie selbst machen muss, dass Du dann Dankbarkeit zeigst? 

Nein: Bis hierhin musst Du natürlich nicht danke sagen. In bestimmten Situationen kann es aber trotzdem sinnvoll sein. Z.B. wenn Du sagst: "Du, ich würde das ja gerne für Dich übernehmen, aber ich habe selbst so viel auf dem Tisch, also ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du das selbst machen könntest". Damit hast Du im Prinzip die gleiche Botschaft gegeben wie "Mach Deine Arbeit gefälligst alleine", aber deutlich höflicher und besser für Euer Verhältnis.

Zum Thema unsozial: Wenn die Aufgaben sehr ungerecht verteilt sind, also z.B. jemand anderes viel mehr auf dem Tisch hat als Du, und der in Arbeit untergeht, während Du ab Mittag Däumchen drehst, dann fänd ich es sehr unsolidarisch, wenn Du dem nicht Arbeit abnimmst.

Schwieriger wird es, wenn objektiv gar nicht so eindeutig ist, wer denn eigentlich was zu tun hat. Sind es denn wirklich die Aufgaben des anderen, oder hat da jeder eine andere Meinung? Aber dafür gibt es ja auch eigentlich Vorgesetzte, die die Ressourcen planen und die Aufgaben verteilen müssen.

Und am besten ist es immer für alle Seiten, wenn sich jeder auch in die Rolle des anderen versetzt und dann die Farge beantwortet, was denn gerecht wäre.



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Kommentar von DBKai
06.06.2016, 18:53

So sehe ich das auch... solche Fälle wie oben kommen eh nur auf Plätzen vor, wo es chaotisch zugeht und wo es keine klare und faire Aufgabenverteilung gibt.. dann weiß keiner, was der andere macht... und es kommt immer wieder zu blödsinnigen Aktionen... wenn es geordnet abläuft und die Leute wissen, was sie am Tag zu erledigen haben und das auch zeitlich erfüllbar ist, dann ist dem eh nicht der Fall... 

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Sei doch einfach dankbar, weil Du gesund bist; weil Du Arbeit hast; weil Du so eingeschätzt wirst, als könne man Dir noch etwas dazu "aufhalsen".

Dankbarkeit sollte in einem drin sein, ebenso wie eine große Portion Demut.

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Kommentar von DBKai
06.06.2016, 19:02

Ok - dafür bin ich eh dankbar... aber dafür, wenn mir immer mehr zusätzliche Sachen aufgehalst werden, nicht unbedingt (was eh nicht so oft vorkommt - in letzter Zeit gar nicht)... ich finde es total in Ordnung, wenn man sich Hilfe von mir holt, wenn gerade viel zu tun ist und ich "frei" bin... das würde ich umgekehrt auch so haben wollen...  Es kommt eben ganz darauf an, wie chaotisch oder geordnet es an einem Arbeitsplatz abläuft... ob den Leuten klar, ist was sie zu tun haben... ob es zeitlich gut erfüllbar und fair verteilt ist...

Ich finde es auch ok, wenn man mich um einen Gefallen bittet, weil jemand etwas noch nicht kann und Hilfe braucht... da kann ich dann ja helfen, wenn ich es denn kann - und gerade Zeit hab... 

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