Wofür ist heutzutage noch ein Patenonkel da?

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4 Antworten

Also ich bin Patentante und kümmere mich sehr um das Kind, mache mal Ausflüge, telefoniere und besuche es. Auch mein Bruder (wohnt etwa 1000 KM entfernt) kümmert sich in dieser Form um sein Patenkind. Ich halte es für wichtig, daß ein Kind noch eine Ansprechperson hat, denn was soll es bei Streit mit den Eltern machen. Aber der Pate sollte gut gewählt sein, es nutzt nichts wenn du einen viel beschäftigten Karriremensch hast, der keine Zeit hat sich zu kümmern. Eine Nichte von mir hat leider 2 Paten die sich nicht kümmern und sie leidet sehr drunter. Die Aufgabe des Paten von wegen Kirche und so nehme ich weniger wahr, aber ich vermittel meinem Patenkind schon gewisse Werte.

Der Patenonkel oder die Patentante ist noch ein Relikt von früheren Zeiten, wo die Familien für ihre Kinder noch kein Kindergeld bekommen hatten. Da whatte der Patenonkel bzw. Patentante noch eine größere Bedeutung durch die Unterstützung für das Kind. Heutzutage wird darauf immer weniger Wert gelegt. Vielfach gibt es gar keine Patenonkel bzw. Patentanten mehr.

...was sehr schade ist. Die bisherigen Beiträge zeigen sehr schön, wie wertvoll eine Patenschaft für beide Seiten sein kann.

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Ursprünglich übernimmt der Pate die Aufgabe, den jungen Menschen im Sinne der christlichen Lehre zu beeinflussen, sodass aus ihm ein nützliches Mitglied der Gemeinde wird.

Offiziell endet die Patenschaft deshalb auch mit der Konfirmation, die ja eigentlich die Einführung in die Gemeinde der Erwachsenen ist.

Aus Sicht des Kindes sind sicher auch "Geschenke" zu allen passenden Gelegenheiten wichtig.

Ich habe allerdings meine Aufgabe immer auch darin gesehen, dem Patenkind Anregungen zu geben, ihm als Gesprächspartner zur Verfügung zu stehen - mit Eltern "kann" man ja manches nicht besprechen - ihm vielleicht einmal meine eigenen Interessengebiete vorzustellen, es bei schulischen Problemen und Fragen der Berufsvorbereitung und -wahl zu beraten.

Zusätzlich war ich, ohne das jemals anzusprechen, auch in jedem Fall bereit, das Patenkind notfalls, etwa beim Tode beider Eltern, in meinen Haushalt aufzunehmen oder etwa für eine Unterbringung im Internat zu sorgen, wenn das sinnvoller erschienen oder sein Wunsch gewesen wäre.

Patentante oder Onkel ist wohl eine Hinterlassenschaft der Kirche. Wird von den Eltern ausgewählt, ist bei der Taufe mit dabei, usw. Hat wohl keine rechtlich, festgelegten Pflichten oder Rechte, wohl aber moralische. Ist.lt. Kirche für eine religiöse, aber vor allem moralisch-ethische Erziehung mitverantwortlich. Sollte beiden Elternteilen, was nicht zu wünschen ist,was zustossen, ist der Pate auf jeden Fall verpflichtet, für sein Patenkind zu sorgen, oder aber dafür zu sorgen, das ihm die richtige Obhut angedeiht. Ist wohl denke ich eine gute Sache! Die Patenschaft endet m.E. mit dem 18. Lebensjahr.. Paten( Tanten oder Onkel) sind oft eigene Geschwister der Eltern. Aber auch durchaus nicht - Verwandte, selbst bestimmte Personen ( Freunde usw. ). Wohlgemerkt, der Pate hat keinerlei gesetzlichen Rechte oder Pflichten an seinem Patenkind.!

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